
Der Albtraum beginnt im Dunkeln
Ein Mädchen erwacht in völliger Dunkelheit – mit dem bitteren Geschmack von Mandeln und Blut im Mund. Der Geruch von faulen Äpfeln, Schimmel und Erbrochenem liegt in der Luft. Ihr ist kalt, sie hat Schmerzen und große Angst. Neben ihr liegt der leblose Körper ihrer Freundin Sandra. Was wie ein Spiel begann, entpuppt sich als erschütternde Realität. So beginnt der Psychokrimi Hexenspiel* von Manfred Koch.
Ermittlungen und alte Wunden
Polizeiinspektor Klaus Wagner möchte eigentlich nur seine demenzkranke Mutter besuchen, notwendige Reparaturen im Elternhaus prüfen und im Garten arbeiten. Doch eine reißerische Schlagzeile bringt seinen Tag aus dem Gleichgewicht: Zwei vierzehnjährige Mädchen – Sandra und Daniela – gelten als vermisst.
weiterlesenHexenspiel – Psychokrimi mit verstörender Tiefenschärfe
In dem Thriller „Der Regler“ von Max Landorff lässt sich Gabriel Tretjak für Dienste bezahlen, die seine Auftraggeber selbst nicht ausführen wollen. So wird er von Melanie Schwarz beauftragt, ihren Mann zu erpressen. Sie verlangt die Scheidung plus genügend Geld, um ein angenehmes Leben führen zu können. Er ist gewohnt, in seinem Leben alles unter Kontrolle zu haben, wobei er stets von seiner Ratio geleitet vorgeht. 



In Elias Khourys Roman „Yalo“ wird die Titelfigur im Gefängnis von Beirut einem Verhör unterzogen. Der Ermittler erwartet von ihm, dass er sich seiner Vergehen für schuldig bekennt. Schîrîn Raad hätte ihn wegen Vergewaltigung angezeigt. Aber das sind doch alles gemeine Unterstellungen! Sie hat doch nach seinen Umarmungen geschmachtet! Er hat sie doch geliebt, sich in ihre Zartheit verliebt. Die Liebe zu ihr schnitt ihm die Luft ab, er wollte sie heiraten! Und die Sterne konnte er nur bei ihr sehen! Warum glaubt man ihm nicht und quält ihn dafür? Er wird geschlagen, getreten, aufs Übelste gefoltert. Dann soll er alles aufschreiben, seine ganze Lebensgeschichte und bloß bei der Wahrheit bleiben! 

In seinem Roman Nur Mut, kleiner Liebling lässt der Autor Christian Futscher seinen Protagonisten, den 49-jährigen Christian, seinen Gedanken nachhängen. Der Wiener hält sich wiederholt in Venedig auf – immer in derselben Wohnung –, um an einem neuen Buch zu schreiben. Wenn er nicht schreibt oder in einem der vielen Bücher liest, führt er Tagebuch und hält darin seine Erinnerungen fest.