Der namenlose Erzähler wurde von Tere, einer Freundin, zu einem Techno Festival in Mexiko City eingeladen, um dort als DJ aufzulegen. Doch auch Teres Exfreund Tommy kommt nach Mexiko City, womit sie nicht gerechnet hat. Sie war davon ausgegangen, dass Tommy freiwillig verzichtet und hatte nur deshalb den Erzähler eingeladen. Tere ist von Tommys Verhalten genervt und auch zwischen Tommy und dem Erzähler ist die Situation angespannt.

Begleitet von Rico, der die Reise organisiert hat, bereist das Dreiergespann auf Einladung des lokalen Goethe-Instituts oder der kommunalen Musikschulen einige Städte, um tagsüber Vorträge und Diskussionen abzuhalten oder abends in Clubs aufzulegen.

Irgendwann kommt der Erzähler auf die Idee, in der Wüste ein indianisches Ritual abzuhalten und Peyote-Kakteen zu knabbern. Tere, Tommy und Rico kommen mit, doch das Ganze ist nicht so sensationell wie sie gehofft haben. Auf dem Rückweg hat Tommy einen Unfall, bei dem er sich zwei Rippen bricht und er muss ins Krankenhaus. So reisen Tere und der Erzähler ohne ihn nach Acapulco und kommen sich dabei nun auch endlich näher. Zum Festival in Mexiko City hat Tommy sich aus dem Krankenhaus geschlichen. Da die Situation zwischen den Protagonisten inzwischen entspannter ist, ist die Freude groß und so fahren alle gemeinsam nach dem Festival zu den Pyramiden hinaus…

Die Sprache des Erzählers in Jürgen Teipels Kurzroman Ich weiß nicht ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern stellenweise unerträglich. Denn der namenlose Erzähler ist ein durchgeknallter Freak, der eine Vorliebe für das Wort „total“ hat, was dem Leser nach einigen Seiten total auf die Nerven geht. Eigentlich geht es um Selbstfindung, doch kommt Teipels Roman nur selten über Banalitäten und einen esoterischen Anflug der Handlung hinaus. Das Buch ist eine Zumutung für den Leser und wohl am besten mit ein paar Haschkeksen, wie sie im Roman geknabbert werden, zu ertragen.

Jürgen Teipel, Ich weiß nicht, Dumont Verlag 2010, Hardcover mit Schutzumschlag, 128 Seiten, ISBN 978-3-8321-9578-6, Preis: 14,95 Euro.

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Über den Autor: Michael Petrikowski

Ich lese seit über 45 Jahren Sachbücher aus unterschiedlichen Wissensgebieten und über diverse Themen. Meine große Leidenschaft gehört allerdings der zeitgenössischen Literatur, wobei mein Hauptinteresse den deutschsprachigen Autoren gilt. Erich Maria Remarque, Hans Fallada, Heinrich Böll und Günter Grass, um nur einige Autoren zu nennen, haben mich in meiner Jugend geprägt. Seit 2008 schreibe ich kurze und prägnante Buchbesprechungen über Belletristik sowie über Sachbücher zu verschiedenen Themen.

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