Die Olympiahoffnung von Daniel Badraun

Die OlympiahoffnungFür Sven und Kati einer fünften Schulklasse geht es mit dem Zug auf Klassenfahrt in ein Lager im Tessin, wobei sie von den Lehrern Herrn Pletscher und Frau Saxer begleitet werden. Allerdings fährt zum Leidwesen von Sven auch die Parallelklasse mit. Schon auf der Anreise stehen bei Zwischenstopps in Bellinzona und Lugano Wettkämpfe auf dem Programm, die ausgerechnet die „Hohlköpfe“ aus der Parallelklasse gewinnen. Als die Schüler mit einem Regionalzug weiter nach Ponte Tresa fahren, fällt Sven auf, dass Kati nicht mehr im Zug sitzt. Er kann sich auch keinen Reim darauf machen, wieso ein Sportreporter von ihr Fotos besitzt und allen zeigt. Was Sven nicht weiß ist, dass Kati einer Turnerin verblüffend ähnelt. Durch Zufall hat Kati nämlich Stan Miller von der Schweizer Nationalmannschaft kennengelernt, der ihr Vorbild Petra Huber trainiert.

Die Kunstturnerin Petra Huber wird als „Die Olympiahoffnung“ gehandelt, doch ist sie dem Stress nicht mehr gewachsen und muss sich für die Olympischen Spiele in Tokyo erholen. Da kommt es ihrem Trainer gerade recht, als er in Kati eine Doppelgängerin von Petra gefunden hat. Kurzerhand tauschen die beiden Mädchen ihre Rollen: Kati wechselt mit dem Trainer Stan Miller ins Camp, und Petra darf sich im Lager bei den Schülern erholen. Während es sich die echte Kunstturnerin auf einem Segelboot gut gehen lässt, freundet sich Kati mit der Sportlerin Carina im Camp an. Allerdings hat sie nicht damit gerechnet, dass plötzlich Doping-Kontrolleure auftauchen, sie gekidnappt, als vermeintliche Petra gefangen genommen wird und der Arzt Dr. Gemsch seine zweifelhaften Medikamente in Form von Tabletten und Spritzen bei ihr anwenden will. Zum Glück sind Sven und Petra clever und führen die Wege aller in Paris zusammen.

Der Kinder-/Jugendkrimi „Die Olympiahoffnung“ wird von den beiden Protagonisten wechselweise in der Ich-Form erzählt. Wie von einem Lehrer nicht anders zu erwarten, denn Daniel Badbraun unterrichtet selbst, kommt er sogar in seiner Eigenschaft als Autor seinem Lehrauftrag nach und hat reichlich Hintergrundinformationen in die Geschichte eingebaut. Er nimmt die jungen Leser mit auf eine Reise, die an Seen, durch Täler und Tunnel wie den Gotthardtunnel führt. Das Buch zeichnet außerdem eine Menge Lokalkolorit aus, beispielsweise zu den auf der Schweizer Seite des Langensees gelegenen Brissago-Inseln oder den Sehenswürdigkeiten und bedeutenden Bauwerken in Paris.

Durch den Rollentausch von Kati und Petra kommt es zu amüsanten Missverständnissen auf Seiten der Handlungspersonen. Ins Grübeln kommt Kati, die in der Rolle als Petra zufällig eine von dieser geschriebenen Mail entdeckt, die offensichtlich vergessen wurde abzuschicken. Da es inhaltlich um ein Treffen mit jemandem geht, drückt Kati auf „senden“. Wie es sich für ein Kinder-/Jugendroman gehört, sind auch erste Eifersüchteleien ein Thema. Sven, der auf Kati ein Auge geworfen hat, zeigt sich durchaus interessiert an einem Wunsch, den Sabrina nach einem privaten Wetteinsatz mit ihm frei haben möchte und, wie könnte es anders sein, stößt ausgerechnet Kati in einem ungünstigen Moment hinzu! Das Buch „Die Olympiahoffnung“ von Daniel Badraun ist nicht nur informativ, sondern darüber hinaus auch noch spannend und kann sowohl Mädchen, als auch Jungen ab einem Alter von zehn Jahren, das dem der Protagonisten entspricht, empfohlen werden.

Die Olympiahoffnung von Daniel Badraun

Die Olympiahoffnung
Gmeiner Verlag 2020
Taschenbuch
253 Seiten
ISBN 978-3-8392-2559-2

Bei bücher.de bestellen

Bildquelle: Gmeiner Verlag


Leservoting

Wie bewerten Sie dieses Buch? schrecklichschlechtdurchschnittlichgutausgezeichnet 2 Stimme(n) | Bewertung 5,00 | Sie müssen sich registrieren, um am Leservoting teilzunehmen.
Loading...

Schreibe einen Kommentar