Gleich zu Beginn des Kriminalromans Braune Orchideen von Andreas Schnabel wird Margot Jänicke, die Frau des Pastors, in ihrem Garten von der Ärztin Else Kleefisch und dem Sohn des Fleischers mit einem Spaten brutal abgeschlachtet. Frank Posselt, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Schwalbach, kann gar nicht glauben, sein Chef, Hauptinspektor Bornheim, hat die angeforderte Spurensicherung und den Rechtsmediziner wieder abbestellt. Denn gemeinsam mit Dr. Else Kleefisch, die angeblich eine Leichenschau durchgeführt hat, ist der Hauptinspektor zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht um einen Mord, sondern um einen Unfall gehandelt hat. Oberinspektor Frank Posselt vermutet, ein Gewaltverbrechen soll vertuscht werden und droht seinem Chef im Präsidium Meldung zu machen. Bornheim fürchtet eine Untersuchung des Falls und gerät in Panik. Er lässt die Leiche mit Hilfe der Ärztin Else Kleefisch und des Bestatters Ederer umgehend in einem Krematorium in Luxemburg einäschern.

Als Stefanie Jänicke, die als Pastorin in Hannover arbeitet, in Schwalbach eintrifft, um ihre tote Mutter noch einmal zu sehen und sich von ihr zu verabschieden, wird bereits die Urne auf dem Kirchhof von ihrem Vater und dem Bestatter Ederer beigesetzt. Sie ist sehr aufgebracht und kann nicht verstehen, warum die Leiche in einer Nacht- und Nebelaktion eingeäschert wurde, und warum ihr Vater seine Frau ohne eine Trauerfeier einfach verscharrt. Weiterlesen »

Asmodeus ist der Älteste aller Dämonen und zuständig für Gier, Raserei und Wollust. Er ist ein immerwährendes Wesen und auch, wenn sich die Zeiten ändern, Asmodeus ändert sich niemals. Den Menschen ist nur nicht klar, wie sehr Asmodeus noch wirkt in der Welt. Während in Österreich die Heimattreuen gegen alles Fremde kämpfen, blättert bei den Roten der Lack ab, und die Schwarzen modern vor sich hin. Eine Koalition aus Zornbürgern, Neuen Linken und Resten der Grünen regiert. Der neue Papst ist ein Österreicher und die Herren Kleriker dürfen jetzt heiraten. Asmodeus könnte sich entspannt zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen, doch gelegentlich juckt es ihn, und er sucht Abwechslung. So macht es ihn manchmal glücklich, talentierten Einfältigen auf die Sprünge zu helfen.

Nachdem die Bibliothekarin Anika Lauscha ihren Freund Heinz-Herwig Gassner im Café Dattler mit einer Blonden flirten sieht, flüchtet sie durch das Gedränge von Touristen und versprengten Demonstranten, einer aus dem Ruder gelaufenen Demo, in ein Kirchenportal. In der kleinen Kirche findet sie sich plötzlich Auge in Auge mit der steinernen Fratze von Asmodeus, der von nun an nicht mehr von ihrer Seite weicht und die weiteren Ereignisse beeinflusst, indem er, nur für Anika vernehmbar, Ratschläge erteilt oder das Geschehen zynisch kommentiert. Weiterlesen »

Nachdem die Eltern des 12-jährigen Danny Woo bei einem rätselhaften Brand im Zirkus Mysterium in ihrem Wohnwagen umgekommen sind, wird seine Tante Laura, eine Journalistin, zu seinem Vormund bestimmt. Als es in Dannys Schule zu einer Explosion kommt, entschließt sich Laura den Jungen auf eine Recherchereise über die chinesische Mafia nach Hongkong mitzunehmen. Damit der Junge, während Laura ihrer Arbeit nachgeht, den Geburtsort seiner Mutter erkunden kann, begleitet sie der kleinwüchsige Zirkusartist Major Zamora, der während der Zeit im Zirkus Mysterium für Danny zu einem Freund und Vertrauten wurde.

Bereits bei ihrer Ankunft am Flughafen in Hongkong bemerkt Danny einen weiß gekleideten Mann, der sie anscheinend bis zu ihrem Hotel verfolgt. Da Laura sofort nach der Ankunft im Hotel einen Termin mit einem Kontaktmann von der Hongkonger Polizei hat, verabreden sie für den Abend ein Treffen in einem Restaurant auf der anderen Hafenseite in Kowloon. Dort wird die Journalistin vor dem Restaurant gewaltsam entführt. Doch Danny und Zamora vertrauen der Hongkonger Polizei nicht und begeben sich selbst auf eine abenteuerliche Suche nach der verschwundenen Laura. Weiterlesen »

Der Fantasyroman Ragnarök ist der letzte Teil der Trilogie „Die Erben der alten Zeit“ und eine Fortsetzung der Geschichte aus den beiden vorangegangenen Romanen Das Amulett und Der Thul. Nun ist auch der dritte Band in einer überarbeiteten Fassung als Hardcover-Ausgabe in der Grassroots Edition erschienen.

Ein Wirbelsturm mit noch nie dagewesener Intensität bricht über ganz Europa aus, von dem auch große Teile Asiens und Afrikas betroffen sind. Er fegt über den Atlantik und erreicht bald die Küste Kanadas. Seltsamerweise liegt Storby in Schweden genau im Zentrum dieses Sturms. Jener Ort, von dem aus das Mädchen Charlotta Johansson, die Charlie genannt wird, mit Hilfe ihres Amuletts durch einen Nebel nach Vanaheim auf dem Planeten Godheim gelangt ist. Oden, der grausame Herrscher des Planeten, will nun auch die Erde seiner Herrschaft unterwerfen und hat einen Fimbulwinter ausgelöst, der Auftakt zu Ragnarök – dem Ende der Welt, wie sie die Menschen kennen. Nach einer alten Überlieferung kann nur Charlie den Untergang verhindern und der Herrschaft Odens ein Ende setzen. Weiterlesen »

Unter dem Pseudonym Linda Brent hat die Autorin Harriet Ann Jacobs im Jahr 1861 ihre Autobiografie Erlebnisse aus dem Leben eines Sklavenmädchens veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war bereits der Amerikanische Bürgerkrieg ausgebrochen, der zur Abschaffung der Sklaverei führte. So fand das Werk damals keine breite Leserschaft und konnte im Kampf gegen die Sklaverei nicht an den Erfolg von Onkel Toms Hütte der Autorin Harriet Beecher Stowe anknüpfen.

Obwohl Linda Brent in die Sklaverei hineingeboren wird, verbringt sie zunächst eine unbeschwerte Kindheit im Haus ihrer Eltern. Ihr Vater arbeitet als gefragter Zimmermann und darf, gegen eine jährliche Zahlung von zweihundert Dollar an seine Besitzerin, seinem Gewerbe nachgehen. Mehrmals versucht er, mit den gesamten Ersparnissen seine eigenen Kinder aus der Sklaverei freizukaufen, was ihm aber nicht gelingt. Als Linda sechs Jahre alt ist, verstirbt ihre Mutter und aus Gesprächen erfährt sie erstmals, dass sie eine Sklavin ist, eine Handelsware, die nur zur sicheren Aufbewahrung im Haus der Eltern leben durfte. Das Haus der Besitzerin ihrer Mutter ist von nun an ihr neues Zuhause, in dem sie jedoch freundlich und gut behandelt wird. Sie lernt Nähen, Lesen und Schreiben und verbringt eine glückliche Zeit, bis ihre Besitzerin nach einigen Jahren verstirbt. Linda befürchtet, wie die anderen Sklaven auf dem Versteigerungspodest zu landen, doch wird sie nach dem letzten Willen ihrer ehemaligen Besitzerin an eine noch minderjährige Nichte vererbt. Weiterlesen »

Inzwischen lebt Torsten Brettschneider, der Protagonist aus Lars Simons Roman Elchscheiße, als Schriftsteller in Schweden. Er trifft sich gelegentlich mit Linda, die ihn zwar sehr gern mag, aber noch immer einer vierjährigen Beziehung mit Olle nachhängt, der für ein Kulturprojekt nach Lappland gegangen ist. Der zweite Roman ist bekanntlich der schwerste, das muss auch Torsten feststellen, denn die einhundertfünfzig Seiten seines neuen Manuskripts sind beim Verlag auf Ablehnung gestoßen. Man hatte ein wenig mehr von ihm erwartet, und deshalb braucht er dringend ein neues Konzept für eine neue Geschichte. Doch scheint seine Kreativität gerade im Urlaub zu sein, denn er hat eine Schreibblockade und wird von Selbstzweifeln geplagt.

Da meldet sich sein Vater Gerd aus einem Urlaub in Costa Rica, den er gemeinsam mit seiner wesentlich jüngeren, esoterischen Freundin Renate, dem alten Norweger Bjørn und dem etwas chaotischen Rainer im Club Mucho Gusto verbringt. Er versucht Torsten zu überzeugen, dass er einen Tapetenwechsel braucht und etwas Ruhe und Entspannung in der Karibik vertragen könnte. Doch Torsten bezweifelt, ob er in der Gesellschaft von seinem Vater und den anderen überhaupt Entspannung findet. Weiterlesen »

Die Perfektionistin Katharina Johannsen arbeitet für ein Recherchebüro in Bremen. Zusammen mit zwei Kollegen sammelt sie im Auftrag der unterschiedlichsten Kunden Material zu allen möglichen Themen. Katharina liebt ihren Job, durch den sie vor drei Jahren auch ihren Freund kennengelernt hat. Für die junge Autorin Anne Assmann hatte sie einen Rechercheauftrag übernommen und war deshalb zu der Premierenlesung des Romans eingeladen. Beim anschließenden Essen hat sie neben dem Lektor Jens Weise gesessen, dessen charmante und witzige Art ihr gefiel. Nach einigen weiteren Treffen wurden die beiden ein Paar und Jens, der für einen Berliner Verlag arbeitet, hat sich in Bremen eine Wohnung gemietet, obwohl er lieber bei Katharina eingezogen wäre.

In den letzten Jahren hat Katharina die Nordseeinsel Sylt gemieden, obwohl sie dort aufgewachsen ist. Ihre etwas chaotische Schwester Inken betreibt dort eine Segelschule, seit die Eltern nach Mallorca ausgewandert sind. Von gelegentlichen Anrufen abgesehen hat Katharina keinen allzu engen Kontakt zu ihrer zehn Jahre jüngeren Schwester. Doch nun muss sie im Auftrag des holländischen Bestsellerautors Bastian de Jong für seinen neuen Roman einige Recherchen im Archiv der Insel betreiben. Dort begegnet sie nicht nur ihrer ehemaligen Lehrerin Frau Dr. Martha, sondern auch ihrer großen Liebe Hannes, der sich vor über zwanzig Jahren wegen einer anderen Frau von Katharina getrennt hat. Weiterlesen »

Das erste, was Anne nach der Flucht in den Westen in die Hand bekommt, ist eine Dose Cola, und deshalb beschließt sie nicht traurig zu sein, weil die Mutter mit ihr und ihrem kleinen Bruder in der Bundesrepublik bleiben will. Im Aufnahmelager lernt sie die Comics mit Donald Duck kennen, um die sie die anderen Kinder im Osten beneidet hätten. Nachdem die Mutter ein Telefon angeschafft hat, hofft Anne vergeblich, dass sich ihr Vater, dem sie bereits vier Briefe geschrieben hat, melden würde. Als sie eines Tages glaubt ihn auf der Straße zu sehen, wird sie von einem Auto angefahren. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, die für einige Zeit in dem türkischen Jungen Mehdi einen Freund findet, bis der mit seiner Familie wieder zurück nach Istanbul geht.

Inzwischen ist Anne erwachsen und muss als alleinerziehende Mutter den Lebensunterhalt für sich und ihre kleine Tochter Marie als Altenpflegerin verdienen. Damit das Geld zum Leben reicht, hat sie zusätzlich einige Putzstellen angenommen. Nachdem Marie den Hort schwänzt, von dem sie sich selbst abgemeldet hat, braucht Anne dringend eine Nachmittagsbetreuung für ihre Tochter. Dabei kommt ihr notgedrungen der starrköpfige Rentner Karl Fritzsche in den Sinn, den sie zwar als Pflegerin betreut, der aber quasi die Pflegestufe null hat. Doch Karl Fritzsche, der auf seinen Tod wartet, will von Annes Vorhaben zunächst nichts wissen und so treffen die beiden eine Vereinbarung. Weiterlesen »

Nicolas Hollmann, der Besitzer eines Weinguts am Rio Douro in Portugal, ist mit seiner Lebensgefährtin Rita bei ihren Eltern in Würzburg zu Besuch. Gemeinsam mit ihrer Tochter Rebecca sind sie in einem beengten Zimmer in dem kleinen Einfamilienhaus untergebracht und Ritas Verhältnis zu ihren Eltern ist von täglichen Konflikten geprägt. Nicolas Hollmann nutzt den Aufenthalt in Deutschland, um Kunden aufzusuchen und auf verschiedenen Weingütern fränkische Weine zu probieren. Auf Initiative von Ritas Mutter erhält er eine Einladung zur Wahl der fränkischen Weinkönigin und als wichtiger, ausländischer Weinproduzent sitzt er in der Jury. Bei der Wahl lernt er den Winzer Hans Kästner kennen, der ihm für seinen weiteren Aufenthalt die kostenlose Benutzung eines Gästeapartments auf seinem Weingut in Nordheim anbietet.

Auch wenn Henriette Müller aus einer Winzerfamilie in Nordheim kommt und einiges vom Wein versteht, sorgt ihr selbstbewusster Auftritt bei der Wahl zur fränkischen Weinkönigin für eine Überraschung. Denn obwohl sie nicht die Favoritin ist, wird sie von der Jury zur neuen Weinkönigin gewählt. Selbst Hans Kästner, der sie persönlich als sehr zurückhaltend kennt, ist verwundert darüber, wie locker und beschwingt sie sich auf der Bühne präsentiert. Weiterlesen »

Spieleabende, bei denen Rollen- oder Strategiespiele gespielt werden, kann Sebastian nichts abgewinnen, denn es geht immer ums Gewinnen, wozu er keinen Ehrgeiz hat. Also verlässt er wieder einmal Berlin, um nach Stockholm zu fahren, wo er durch die Wälder fährt, aber nirgendwo einen Elch findet. Dafür begegnet er in einem Café in Södermalm mehreren jungen schwedischen Männern, die mit ihren dunkelblonden Bärten aussehen wie Wikinger und besser und akzentfreier Englisch sprechen, als echte Engländer. Am Abend geht er in einen Club, in dem ausschließlich Berliner Elektromusik gespielt wird und begegnet einem wunderschönen Mädchen in einem riesigen, schwarzen Sackkleid von Acne. Am nächsten Tag beschließt er in einen Naturpark zu fahren, denn besser ein Elch in einem Gehege, als gar keiner. Doch findet er am Zaun den Hinweis: „No elk today“.

Zurück in Berlin erfährt Sebastian bei einem Anruf einer Hotline der Polizei, dass alle Polizeistreifen im Einsatz sind oder eine Pause bei Burger King machen und er Selbstjustiz üben soll, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Nachdem das Haus, indem sich seine Wohnung befindet, in Flammen aufgeht, zieht er zu seiner Freundin, die ihn als Versager bezeichnet. Denn während sie bereits zur Arbeit gegangen ist, stellt sich Sebastian jeden Morgen die existenzielle Frage eines freischaffenden Künstlers, ob er aufstehen oder liegen bleiben soll. Weiterlesen »

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