Inzwischen lebt Torsten Brettschneider, der Protagonist aus Lars Simons Roman Elchscheiße, als Schriftsteller in Schweden. Er trifft sich gelegentlich mit Linda, die ihn zwar sehr gern mag, aber noch immer einer vierjährigen Beziehung mit Olle nachhängt, der für ein Kulturprojekt nach Lappland gegangen ist. Der zweite Roman ist bekanntlich der schwerste, das muss auch Torsten feststellen, denn die einhundertfünfzig Seiten seines neuen Manuskripts sind beim Verlag auf Ablehnung gestoßen. Man hatte ein wenig mehr von ihm erwartet, und deshalb braucht er dringend ein neues Konzept für eine neue Geschichte. Doch scheint seine Kreativität gerade im Urlaub zu sein, denn er hat eine Schreibblockade und wird von Selbstzweifeln geplagt.

Da meldet sich sein Vater Gerd aus einem Urlaub in Costa Rica, den er gemeinsam mit seiner wesentlich jüngeren, esoterischen Freundin Renate, dem alten Norweger Bjørn und dem etwas chaotischen Rainer im Club Mucho Gusto verbringt. Er versucht Torsten zu überzeugen, dass er einen Tapetenwechsel braucht und etwas Ruhe und Entspannung in der Karibik vertragen könnte. Doch Torsten bezweifelt, ob er in der Gesellschaft von seinem Vater und den anderen überhaupt Entspannung findet. Weiterlesen »

Die Perfektionistin Katharina Johannsen arbeitet für ein Recherchebüro in Bremen. Zusammen mit zwei Kollegen sammelt sie im Auftrag der unterschiedlichsten Kunden Material zu allen möglichen Themen. Katharina liebt ihren Job, durch den sie vor drei Jahren auch ihren Freund kennengelernt hat. Für die junge Autorin Anne Assmann hatte sie einen Rechercheauftrag übernommen und war deshalb zu der Premierenlesung des Romans eingeladen. Beim anschließenden Essen hat sie neben dem Lektor Jens Weise gesessen, dessen charmante und witzige Art ihr gefiel. Nach einigen weiteren Treffen wurden die beiden ein Paar und Jens, der für einen Berliner Verlag arbeitet, hat sich in Bremen eine Wohnung gemietet, obwohl er lieber bei Katharina eingezogen wäre.

In den letzten Jahren hat Katharina die Nordseeinsel Sylt gemieden, obwohl sie dort aufgewachsen ist. Ihre etwas chaotische Schwester Inken betreibt dort eine Segelschule, seit die Eltern nach Mallorca ausgewandert sind. Von gelegentlichen Anrufen abgesehen hat Katharina keinen allzu engen Kontakt zu ihrer zehn Jahre jüngeren Schwester. Doch nun muss sie im Auftrag des holländischen Bestsellerautors Bastian de Jong für seinen neuen Roman einige Recherchen im Archiv der Insel betreiben. Dort begegnet sie nicht nur ihrer ehemaligen Lehrerin Frau Dr. Martha, sondern auch ihrer großen Liebe Hannes, der sich vor über zwanzig Jahren wegen einer anderen Frau von Katharina getrennt hat. Weiterlesen »

Das erste, was Anne nach der Flucht in den Westen in die Hand bekommt, ist eine Dose Cola, und deshalb beschließt sie nicht traurig zu sein, weil die Mutter mit ihr und ihrem kleinen Bruder in der Bundesrepublik bleiben will. Im Aufnahmelager lernt sie die Comics mit Donald Duck kennen, um die sie die anderen Kinder im Osten beneidet hätten. Nachdem die Mutter ein Telefon angeschafft hat, hofft Anne vergeblich, dass sich ihr Vater, dem sie bereits vier Briefe geschrieben hat, melden würde. Als sie eines Tages glaubt ihn auf der Straße zu sehen, wird sie von einem Auto angefahren. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, die für einige Zeit in dem türkischen Jungen Mehdi einen Freund findet, bis der mit seiner Familie wieder zurück nach Istanbul geht.

Inzwischen ist Anne erwachsen und muss als alleinerziehende Mutter den Lebensunterhalt für sich und ihre kleine Tochter Marie als Altenpflegerin verdienen. Damit das Geld zum Leben reicht, hat sie zusätzlich einige Putzstellen angenommen. Nachdem Marie den Hort schwänzt, von dem sie sich selbst abgemeldet hat, braucht Anne dringend eine Nachmittagsbetreuung für ihre Tochter. Dabei kommt ihr notgedrungen der starrköpfige Rentner Karl Fritzsche in den Sinn, den sie zwar als Pflegerin betreut, der aber quasi die Pflegestufe null hat. Doch Karl Fritzsche, der auf seinen Tod wartet, will von Annes Vorhaben zunächst nichts wissen und so treffen die beiden eine Vereinbarung. Weiterlesen »

Nicolas Hollmann, der Besitzer eines Weinguts am Rio Douro in Portugal, ist mit seiner Lebensgefährtin Rita bei ihren Eltern in Würzburg zu Besuch. Gemeinsam mit ihrer Tochter Rebecca sind sie in einem beengten Zimmer in dem kleinen Einfamilienhaus untergebracht und Ritas Verhältnis zu ihren Eltern ist von täglichen Konflikten geprägt. Nicolas Hollmann nutzt den Aufenthalt in Deutschland, um Kunden aufzusuchen und auf verschiedenen Weingütern fränkische Weine zu probieren. Auf Initiative von Ritas Mutter erhält er eine Einladung zur Wahl der fränkischen Weinkönigin und als wichtiger, ausländischer Weinproduzent sitzt er in der Jury. Bei der Wahl lernt er den Winzer Hans Kästner kennen, der ihm für seinen weiteren Aufenthalt die kostenlose Benutzung eines Gästeapartments auf seinem Weingut in Nordheim anbietet.

Auch wenn Henriette Müller aus einer Winzerfamilie in Nordheim kommt und einiges vom Wein versteht, sorgt ihr selbstbewusster Auftritt bei der Wahl zur fränkischen Weinkönigin für eine Überraschung. Denn obwohl sie nicht die Favoritin ist, wird sie von der Jury zur neuen Weinkönigin gewählt. Selbst Hans Kästner, der sie persönlich als sehr zurückhaltend kennt, ist verwundert darüber, wie locker und beschwingt sie sich auf der Bühne präsentiert. Weiterlesen »

Spieleabende, bei denen Rollen- oder Strategiespiele gespielt werden, kann Sebastian nichts abgewinnen, denn es geht immer ums Gewinnen, wozu er keinen Ehrgeiz hat. Also verlässt er wieder einmal Berlin, um nach Stockholm zu fahren, wo er durch die Wälder fährt, aber nirgendwo einen Elch findet. Dafür begegnet er in einem Café in Södermalm mehreren jungen schwedischen Männern, die mit ihren dunkelblonden Bärten aussehen wie Wikinger und besser und akzentfreier Englisch sprechen, als echte Engländer. Am Abend geht er in einen Club, in dem ausschließlich Berliner Elektromusik gespielt wird und begegnet einem wunderschönen Mädchen in einem riesigen, schwarzen Sackkleid von Acne. Am nächsten Tag beschließt er in einen Naturpark zu fahren, denn besser ein Elch in einem Gehege, als gar keiner. Doch findet er am Zaun den Hinweis: „No elk today“.

Zurück in Berlin erfährt Sebastian bei einem Anruf einer Hotline der Polizei, dass alle Polizeistreifen im Einsatz sind oder eine Pause bei Burger King machen und er Selbstjustiz üben soll, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Nachdem das Haus, indem sich seine Wohnung befindet, in Flammen aufgeht, zieht er zu seiner Freundin, die ihn als Versager bezeichnet. Denn während sie bereits zur Arbeit gegangen ist, stellt sich Sebastian jeden Morgen die existenzielle Frage eines freischaffenden Künstlers, ob er aufstehen oder liegen bleiben soll. Weiterlesen »

Für einen Bauernsohn aus den Bergen hat es der Bildhauer Gottfried Moorhammer weit gebracht. Seine Steinskulpturen stehen in bedeutenden Museen und auf vielen Plätzen in den Metropolen der Welt. Doch nun ist er zurückgekehrt auf den ehemaligen Bauernhof im Stodertal, aus dem er ein Refugium der Kunst geschaffen hat. Er arbeitet gleichzeitig an drei Skulpturen aus Marmor, für die ihm seine Geliebte, die junge und schöne Tunesierin Adna, Modell steht. Zu seinem fünfundfünfzigsten Geburtstag möchte Gottfried Moorhammer ein Fest feiern, das er mit seiner Haushälterin Barbara Satzberger nach seinen Vorstellungen geplant hat. Bereits am Vortag sind seine Exfrau Elvira Altmann und seine Tochter Jasmina mit ihrem Freund Clemens aus Wien angereist. Denn Elvira möchte den Aufenthalt nutzen, um die Zeichnungen des Bildhauers für einen Bildband zu fotografieren. Währenddessen verführt Adna Moorhammers Freund, den Kunstförderer Heiner Schweiger, in seiner Salzburger Wohnung und bereitet ihm den Himmel auf Erden. Aber auch der junge Komponist Jens Tillmann hat ein Verhältnis mit der schönen Tunesierin und schmiedet gemeinsame Zukunftspläne.

Am Tag nach dem Geburtstagsfest von Gottfried Moorhammer stellt die sagenumwobene Katharina Moser, die viele Einheimische für eine Berghexe halten, an einer Streuobstwiese ihre Bienenstöcke auf. Dabei entdeckt sie ein Stück oberhalb am Wasserfall eines Wildbachs die Leiche einer jungen Frau, bei der es sich um Adna Sriti handelt. Weiterlesen »

Würde eine Befragung darüber durchgeführt, was eigentlich ein Pfarr-Krimi ist, so wäre wohl in vielen Fällen die Antwort, dass es sich dabei um eine Kriminalgeschichte mit Pater Brown handelt. Die literarische Schöpfung des Father Brown von Gilbert Keith Chesterton wurde in Deutschland erst in den 1960er Jahren durch eine Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle bekannt und erlangte Kultstatus. Somit legt Johannes Gönner, der Pfarrer in der Canisiuskirche in Wien ist, die Messlatte für seinen Pfarr-Krimi Nichts ist vergessen ziemlich hoch.

Als Franziska ihren Freund Kostas und seine Familie auf Kreta besucht, weiß Pfarrer Stefan Katzner von der Canisius Pfarre in Wien noch nicht, dass sie ihre Arbeitsstelle bei ihm gekündigt hat, um nach ihrem Urlaub gemeinsam mit Kostas ein Restaurant gleich gegenüber der Kirche zu eröffnen. Auch Clara, ein weiteres Mitglied der Gemeinde, gibt ihren Job bei der Hotline von Sunny Tours auf, um während der Feierlichkeiten zu ihrem zwanzigsten Hochzeitsjubiläum, nach einem filmreifen Abgang in der Kirche, spurlos zu verschwinden. Der Diakon Eberhard Meininger, der nach einem einjährigen Praktikum in der Pfarre seine Ferien auf Kreta verbringt, kehrt am Ende seines Urlaubs nicht wieder nach Wien zurück, sondern bleibt auf der Insel, wo er in einem Supermarkt zufällig auf Clara trifft. Weiterlesen »

Der 48-jährige Programmierer Alfred Ostlicht wurde von dem Züricher Softwareunternehmen AGP, bei dem er beschäftigt ist, zu einer Schulung in das IBM Forschungszentrum nach Rüschlikon geschickt. Sein Chef, der ihn überraschend in sein Büro beordert, bittet ihn zusätzlich am Wochenende das Softwareproblem eines Kunden zu beheben. So fährt er am Samstag mit dem Zug nach Mürren, wo der Reeder Paul Bärlocher seinen Geschäften in einer auf den ersten Blick unscheinbaren Alphütte nachgeht. Der Reeder besitzt elf Schiffe, die zusammen mit ihrer Fracht einen Gesamtwert von einer Milliarde und sechshundertfünfzig Millionen darstellen und irgendwo auf der Welt unterwegs sind. Mit der Software von AGP ist es ihm möglich, die aktuelle Position jedes Schiffes auf mehreren Bildschirmen zu verfolgen: Das Programm berechnet für jede mögliche Route die Reisedauer und den Ölverbrauch und ist, durch den Anschluss an die internationale Cargo-Börse, ein rentables Tool für den Unternehmer.

Bereits bei seinem zweiten Besuch in Mürren findet Alfred schnell heraus, dass ein Hacker eine Subroutine in dem System des Reeders installiert hat, die nicht nur die Schiffskoordinaten, sondern auch alle verschlüsselten Daten an eine völlig fremde Adresse weitergibt. Er vermutet einen Zusammenhang mit den vermehrten Piratenüberfällen in der letzten Zeit, bei denen die Piraten erstaunlich gut über die Schiffe informiert waren. Weiterlesen »

Nachdem der Handelsvertreter Tom Kramer sich endgültig von seiner Freundin Ulla getrennt hat und aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist, wohnt er seit ein paar Tagen in einem Hotel. Da erhält er von seinem Chef den Auftrag in der Volksrepublik China ein neues Vertriebsbüro zu eröffnen. Seine Aufgabe in Shinkh würde darin bestehen, aus einer bereits funktionierenden Cornflakesproduktion den Vertrieb in andere Länder zu organisieren. Seine Reise führt ihn über Hongkong nach Beijing, wo er von Li Ting, einem Mitarbeiter der Shinkh Corporation, bereits erwartet wird. Mit dem Privatjet von Ted Corner, dem Besitzer des Unternehmens, geht es weiter nach Xining und von dort mit dem Geländewagen nach Shinkh, wobei es sich nicht um eine Stadt handelt, wie Tom Kramer zu seiner Überraschung erfährt, sondern um ein Unternehmen, für das fast vierzigtausend Menschen arbeiten. Während der Fahrt über die westliche Hochebene werden sie von brutalen Räubern überfallen, die ihren Fahrer Hu erschießen. Doch Tom Kramer und Li Ting gelingt es in letzter Minute den Banditen zu entkommen.

Auf einem gut bewachten Hochplateau befindet sich das Firmengelände von Shinkh, auf dem es Produktionsanlagen, eine Druckerei für Verpackungen, Abfüllanlagen und eine Versandrampe gibt. Außer dem kleinen Spielzeug, das in die Cornflakesverpackungen kommt, wird hier alles hergestellt. Weiterlesen »

Nach dem Krieg wollte Hitler eine umfangreiche Führersammlung in einem eigenen Museumsbau in Linz präsentieren. Dazu ließ er seit der Machtübernahme Kunstwerke in ganz Europa erwerben, in den besetzten Gebieten Kirchen und Museen plündern und Bilder von jüdischen Sammlern abpressen oder beschlagnahmen. Als die Kunstwerke vor den alliierten Bomben nicht mehr sicher waren, wurden sie eilig aus dem gesamten Reich in das Altausseer Salzbergwerk gebracht, um sie in den Stollen einige hundert Meter unter der Erde sicher einzulagern. Der historische Thriller Mona Lisas dunkles Lächeln von Gerhard J. Rekel und Dodo Kresse basiert auf diesen wahren Ereignissen.

Am 19. März 1945 erhält der Direktor der Saline Emmerich Pöchmüller vom Gauleiter August Eigruber den schriftlichen Befehl, das gesamte Salzbergwerk binnen vierzehn Tagen zu sprengen. Sollten er und die Bergleute den Befehl nicht ausführen, droht ihnen eine Verurteilung wegen Sabotage. Pöchmüller benötigt eine Strategie, um den Befehl abwenden zu können, denn seit über siebenhundert Jahren leben die Bergleute in Altaussee vom Salzabbau. Er hofft auf einen Irrtum, denn eine Sprengung wäre sicher nicht in Hitlers Sinn und deshalb beschließt er, persönlich nach Linz zu fahren, um den Gauleiter von dieser Wahnsinnstat abzubringen. Weiterlesen »

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