In dem Roman Neuleben*, der im Jahr 1953 in West-Berlin beginnt, erzählt Katharina Fuchs die wahre Geschichte ihrer Familie in der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die beiden Frauen Therese Trotha, die ein Jurastudium absolviert, und die Schneiderin Gisela Liedke, die im weiteren Verlauf der Handlung Felix, den Bruder von Therese, heiratet. Während Therese im letzten Semester gegen die Anfeindungen ihrer Kommilitonen sowie die Vorurteile eines Professors gegenüber Frauen in der Rechtswissenschaft zu kämpfen hat, sucht Gisela eine neue Stelle als Schneiderin, da ihre Lehrmeisterin angekündigt hat, die Schneiderei bald zu schließen, um zu ihrer Schwester nach Hamburg zu ziehen.
Giselas Mutter Anna, die früher eine eigene Kollektion für das KaDeWe entworfen hat, drängt sie, sich beim Modehaus Engelmann zu bewerben. Da ihr Bräutigam Felix noch studiert und kurz vor der Diplomarbeit steht, ist das junge Paar auf ihr Einkommen als Schneiderin angewiesen.

Mit Anfang zwanzig studierte Jack Worrigang Betriebswirtschaftslehre an der Universität von Cambridge und promovierte mit fünfundzwanzig Jahren. Als seine Eltern Selma und Peter Worrigang bei einem Autounfall ums Leben kamen, vermachten sie ihm eine erfolgreiche Beraterfirma, deren Kunden Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt sind. Drei Jahre lang plante Jack eine Reise, auf der er erfolgreiche Menschen auf der ganzen Welt befragen will, um für sich selbst eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was ist Erfolg im Leben?“. Als Unternehmer verfügt er über ausreichende finanzielle Mittel, um sich eine solche Reise leisten zu können. Eine innere Stimme sagt ihm, dass Frankreich das Land wäre, in dem er Antworten finden würde, und so fliegt er fast elf Stunden von New York nonstop nach Paris, um den Geheimnissen des Erfolgs auf die Spur zu kommen.
Unmittelbar nachdem Felicitas Branding, Fee genannt, ihren Job in der Bekleidungsabteilung eines Kaufhauses gekündigt hat, um mit dem Renteneintritt ihres Mannes Teddy im Ausland zu überwintern, erkrankt Teddy plötzlich an Lungenkrebs und verstirbt kurze Zeit darauf. Durch diesen unerwarteten Schicksalsschlag fällt die siebenundfünfzigjährige Fee in ein tiefes Loch. Völlig antriebslos lungert sie mehrere Wochen ungepflegt in Jogginghose und weitem Shirt auf dem Sofa herum, schaut sich Serien im Fernsehen an und stopft sich mit Karamelleis und reichlich Essen voll. Sie ist unfähig, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, seit dem Tod von Teddy hat sie fünfzehn Kilo zugenommen und findet nichts mehr in ihrem Kleiderschrank, das ihr noch passt.
Kurz nachdem die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth von einer Spritztour an die Adria mit ihrem Exmann, dem Hauptkommissar Joe Lederer, zurückgekehrt ist, liegt bereits der erste Tote auf ihrem Sektionstisch. Die Leiche des siebenundvierzig Jahre alten Manfred Groedinger hat die typischen Spuren einer Strangulation durch Erhängen, und auf den ersten Blick scheint es sich um einen Suizid ohne Fremdeinwirkung zu handeln. Doch die Ehefrau des toten Bauunternehmers glaubt nicht an einen Selbstmord und irgendetwas macht auch Sofie stutzig. Ihre Zweifel sind nicht unberechtigt, denn wie sich anhand der Untersuchungen im Labor herausstellt, wurde Groedinger mit Fentanyl, einem starken Schmerzmittel betäubt, weshalb er sich unmöglich selbst erhängt haben kann.
Im Januar 1945 flieht Rosa Lichtenberg mit ihren elfjährigen Töchtern, den Zwillingsschwestern Emma und Alice, aus Ostpreußen vor den herannahenden russischen Truppen. Doch in der eisigen Kälte bekommt Alice Fieber, und sie finden auf dem Hof von Berta Paschke Unterschlupf. Als Rosa mit Emma zu einem verlassenen Nachbarhof geht, um dort eventuell noch einige Lebensmittel zu finden, sehen sie auf dem Rückweg aus einiger Entfernung, wie das Dorf und Bertas Hof von russischen Soldaten niedergebrannt wird. Erst am nächsten Tag, nachdem die Soldaten abgezogen sind, wagen sie sich zurück auf den Hof, der bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. In ihrer Verzweiflung hofft Rosa, dass Alice sich vielleicht in einem Keller oder Schuppen im Dorf verstecken konnte, doch Alice bleibt spurlos verschwunden.
In der Mitte des 21. Jahrhunderts wurde der demokratische Staat von einem totalitären System abgelöst, das sich Methode nennt. Die Methode hat Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht gemacht und jeder Bürger ist gezwungen, täglich sportliche Aktivitäten auszuüben, um seinen Körper gesund zu erhalten, sowie verschiedene Maßnahmen wie Blutdruckmessung und Urintest durchzuführen. Im Rahmen einer Meldepflicht müssen Schlaf- und Ernährungsberichte eingereicht werden. Diese Bestimmungen werden vom Staat ständig überwacht und Verstöße werden bestraft. Die Ideologie, auf denen dieses System beruht, wurde von Heinrich Kramer mit seinem Werk „Gesundheit als Prinzip staatlicher Legitimation“ geschaffen.
Bereits vor zweitausendfünfhundert Jahren wurde Yoga in alten Sanskrit-Schriften erwähnt und über dreihundert Millionen Menschen in der ganzen Welt praktizieren heutzutage Yoga. Dazu muss man weder sportlich, noch dünn sein, und auch besondere Beweglichkeit ist nicht erforderlich. Lucy Lucas gibt in ihrem Ratgeber
Im 22. Jahrhundert existieren nach weltweiten Naturkatastrophen und Kriegen nicht mehr viele Staaten. Australien, China, Japan und Teile Nordamerikas sind durch Naturkatastrophen vollständig ausgelöscht worden. Die USA, und später auch Kanada, wurden durch Armut und Verwüstung fast völlig zerstört. Die afrikanischen und arabischen Länder haben mit Hungernöten und Seuchen zu kämpfen und sind im islamistischen Terrorismus versunken. Außer Europa bestimmen Brasilien, Chile, Indien und Russland, mit denen immer mal wieder Krieg geführt wird, das Weltgeschehen.