In dem Kinderbuch Vorsicht, Geisterjäger! von Heiko Wolz wohnt der zehnjährige Ben in Bückelberg und ist sehr wütend über den Wegzug seines Freundes Tom nach Zürich, wo dessen Vater eine Anstellung in einem Krankenhaus gefunden hat. Die Eltern von Ben betreiben eine Buchhandlung, die sie aktuell in Hexenküche umbenannt haben, weil sie sich auf die Themen Mittelalter, Zauberer, Gespenster sowie Außerirdische spezialisiert haben. Frau Kummersbach, eine Kundin, ist davon überzeugt, einen Geist in ihrem Haus zu haben. Da es in ihrem Badezimmer immer quietschen würde, bittet sie Bens Vater um Hilfe. Ben fährt mit seinem Vater zu Frau Kummersbach und ist jetzt noch mehr verärgert, weil nun das versprochene Drachensteigen verschoben werden muss.

Bens Vater glaubt zwar wie Ben nicht an Geister, doch geht er auf die Wünsche seiner Kundin ein und veranstaltet einen beeindruckenden Hokuspokus, woraufhin sich die ältere Dame mit einem Zwanzigeuroschein bei Ben bedankt. Damit steht für Ben der Entschluss fest, von nun an als Geisterjäger aufzutreten. Mit seinen Klassenkameraden Popel, der seinem Namen alle Ehre macht, und Karate zieht er von Haus zu Haus. Eines Tages ist Ben alleine unterwegs und klopft ausgerechnet bei Josefine an. Sie ist die neue Klassenkameradin und hat den Platz seines weggezogenen Freundes Tom eingenommen. Neugierig schleicht er mit ihr in der alten Villa umher, bis sie die steile Treppe zum Dachboden entdecken. Dort treibt ein Nebelgeist sein Unwesen und Ben bekommt Angst! Als er von seinen Eltern ein Tablet-Computer geschenkt bekommt, um damit Kontakt zu Tom in Zürich aufnehmen zu können, will Ben ihm unbedingt den Nebelgeist zeigen.

Die jungen Leser erfahren aus dem Kinderbuch Vorsicht, Geisterjäger! von Heiko Wolz, dass Nebel auf Englisch „the fog“ heißt und aus winzigen Wassertröpfchen besteht und, falls sie es nicht schon wussten, wissen sie jetzt, dass ein Stern heiß ist. Mehr Wissenswertes hat das Kinderbuch nicht zu bieten. Dafür dürfen sich die Kinder darüber freuen, dass Ben Krötenkacke, Schneckenschleim, Riesenrotz, Schneckenmilch und Bananenrotz kennt. Die Lektüre ist weder geistreich, noch spannend oder wirklich witzig und es stellt sich die Frage, wer sich von diesem Buch begeistert zeigen kann. Leser, die wiederholt zu solchen Texten greifen, die zum Teil nicht einmal vollständige Sätze beinhalten, dürften sich früher oder später auch nur noch in dieser Sprache ausdrücken können. Für Kinder mit Migrationshintergrund ist das besonders fatal, da ihre Eltern häufig selbst Lücken in der deutschen Sprache haben. Insofern ist es auch unmöglich, eine Altersempfehlung auszusprechen. Der Verlag gibt zwar ein Alter von acht Jahren an, aber empfehlen möchte man das Buch Vorsicht, Geisterjäger! von Heiko Wolz eigentlich niemandem. Lobend sind einzig die schwarz-weißen Illustrationen von Bianca Schaalburg hervorzuheben, die einen Lichtblick darstellen.

Heiko Wolz, Vorsicht, Geisterjäger!, Deutscher Taschenbuch Verlag 2014, Hardcover, 176 Seiten, ISBN 978-3-423-76102-4, Preis: 10,95 Euro.

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Über den Autor: Beatrix Petrikowski

Das Lesen gehört seit jeher zu meinen Hobbys. Besondere Vorlieben hat es in dieser Hinsicht nie gegeben, obwohl ich aber schon immer einen gewissen Anspruch an ein Buch hatte. Das Spektrum reicht von Krimis, historischen Romanen und witzigen Büchern über Sachbücher verschiedenster Themen bis hin zu den Klassikern. Seit 2011 schreibe ich Buchbesprechungen und führe Interviews mit Autoren.

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