Thorkild Aske war bei einer Spezialeinheit der Polizei Vernehmungsleiter, bevor er für über drei Jahre ins Gefängnis von Stavanger kam. Nach zwei Suizidversuchen braucht er dringend Geld, weshalb ihm sein Freund und Psychologe Ulf das Angebot macht, für die bekannte Krimiautorin Milla Lind als Berater zu arbeiten. Aske begibt sich daraufhin nach Oslo, wo er sich mit Millas Lektorin und ihrem Verleger trifft, die ihm die näheren Umstände erläutern: Robert Riverholt, der frühere Berater von Milla, ist vor einem halben Jahr von seiner Ehefrau erschossen worden. Seitdem leidet die Autorin an einer schweren Depression und hat nichts mehr geschrieben. Weiterhin führen die beiden aus, dass Milla mit Robert über einen realen Fall schreiben wollte, bei dem zwei erst fünfzehn Jahre alte Mädchen von einer Jugendeinrichtung als vermisst gemeldet wurden. André, ein Bewohner der Einrichtung, hätte beobachtet, wie Olivia und Siv in ein Auto gestiegen wären, woraufhin sich ihre Spur verlor. Diese Geschichte sollte die Vorlage für das neue Buch sein.
Rowohlt Polaris Verlag
Der Rowohlt Polaris Verlag ist ein Imprint des traditionsreichen Rowohlt Verlags und steht seit seiner Gründung im Jahr 2004 für zeitgenössische, zugängliche und publikumsnahe Unterhaltungsliteratur. Der Programmschwerpunkt liegt auf Kriminalromanen, Spannungsliteratur, Frauenunterhaltung, Popkultur und modernen Gesellschaftsthemen – stets mit dem Anspruch, starke Stimmen und relevante Geschichten einem breiten Lesepublikum zugänglich zu machen.
Der Verlag hat sich früh als Plattform für internationale Bestsellerautorinnen und -autoren etabliert und bringt regelmäßig erfolgreiche skandinavische, britische und US‑amerikanische Titel auf den deutschsprachigen Markt. Gleichzeitig fördert Rowohlt Polaris auch deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die mit frischen Perspektiven und zeitgemäßen Stoffen überzeugen.
Typisch für das Programm ist eine Mischung aus emotionaler Erzählkraft, klarer Sprache und hoher Lesbarkeit, ergänzt durch moderne Covergestaltung und eine starke Positionierung im Buchhandel. Damit bildet der Rowohlt Polaris Verlag die dynamische, popkulturell geprägte Seite des Rowohlt‑Kosmos – ein Verlag, der Unterhaltung ernst nimmt und Literatur nah an den Lebenswelten seiner Leserinnen und Leser platziert.
Die schlimme Zeit zwischen Aufstehen und Hinlegen von Marcus Gärtner (Hrsg.)
Insgesamt haben sich fünfzehn namhafte Autoren in vierzehn Geschichten Gedanken über „Die schlimme Zeit zwischen Aufstehen und Hinlegen“ gemacht, woraus eine Anthologie gleichen Titels entstanden ist. Ihre schriftstellerische Kreativität hat in einer der Geschichten zu einem Mord im Skiurlaub geführt und in einer weiteren einen Jogger eine Leiche finden lassen. Manch ein Protagonist simst lieber als zu telefonieren und ein unter Onaniezwang leidender Professor landet in einer Nervenklinik. Der Leser erfährt etwas über einen Schriftsteller, der vor zwölf Uhr mittags keine Anrufe entgegen nimmt, trotzdem aber nicht faul ist und ebenso wie seine Berufskollegen süchtig den Verkaufsrang bei Amazon beobachtet. Ein Familienvater baut für den Weltuntergang heimlich einen Bunker und ein Autor muss seinem Lektor absagen, weil er im Urlaub statt der erhofften Ruhe störende Animationsprogramme über sich ergehen lassen muss. Manche Menschen haben Probleme mit der Wiedererkennung von Gesichtern und andere können sich keine Geheimnummern merken, was im einen Fall zu Verwicklungen und im anderen zu bösen Überraschungen geführt hat.
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Der Wald wirft schwarze Schatten von Kari Braenne
Evelyn Ødegaard will zu ihrem fünfundachtzigsten Geburtstag in Oslo unbedingt noch ihren Sohn Wilhelm dabei haben, um ihm vor ihrem Tod noch etwas Wichtiges mitteilen zu können. Seit dreißig Jahren hat sie ihn nicht mehr gesehen und er macht sich von seinem jetzigen Wohnort in Amerika auf nach Norwegen. Seinen Sohn Robert hat Evelyn zuletzt als kleinen Jungen gesehen, doch hat sie ihn kürzlich auf einer Theaterbühne in der Figur des Hamlet wiedererkannt. Sie lädt ihn ebenfalls ein und überreicht ihm dabei einen Brief mit einer Karte und einem Schlüssel. Robert kann sich zunächst keinen Reim auf den Inhalt des Briefes machen. Doch die darin enthaltene Karte lässt seinen in der Star Wars Welt gefangenen Sohn Lukas an einen Schatz glauben und die beiden machen sich tatsächlich zu der beschriebenen Stelle in einem Waldgebiet nahe der Grenze zu Schweden auf. Doch „Der Wald wirft schwarze Schatten“ und Robert kommen immer mehr grauenvolle Erinnerungen, als er mit Lukas die bezeichnete Stelle erreicht und vor einer Hütte steht.
Wilhelm beschleichen seit dem Flug nach Norwegen auch immer mehr Erinnerungen an frühere Zeiten, an seine Frau und an ein kleines Kind. Die Beschäftigung damit wühlt ihn nervlich auf und er wird immer unruhiger.
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Ein Krimi, der unter die Haut geht
Warum „Das fremde Kind“ von Olle Lönnaeus so lange nachhallt

Ein Doppelmord und zwei Söhne im Fokus
Im Kriminalroman Das fremde Kind von Olle Lönnaeus müssen Kriminalinspektorin Eva Ström und Kommissar Björn Bernhardsson die brutalen Morde an dem älteren Ehepaar Signe und Herman Jönsson aufklären. Beide wurden durch einen Genickschuss getötet. Für die Ermittler geraten schnell zwei Personen in den Blick: der leibliche Sohn Klas und der Adoptivsohn Konrad. Das mögliche Motiv liegt auf der Hand – ein Erbe von 12 Millionen.
Konrad, inzwischen 45 Jahre alt, hat seine Pflegeeltern seit 13 Jahren nicht mehr gesehen und verließ das Elternhaus bereits mit 17. An seine leibliche Mutter erinnert er sich nur bruchstückhaft: Man beschimpfte sie als „Polackenhure“, und er erinnert sich an eine eintätowierte Nummer auf ihrem Arm.