Rebell gegen den Krebs von Prof. Dr. Klaus Maar

Rebell gegen den Krebs
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Gleich auf den ersten Seiten erfährt der Leser von Prof. Dr. Klaus Maar, worum es ihm in seinem Buch Rebell gegen den Krebs geht. Nämlich um mehr Aufklärung des Patienten seitens seines Arztes! Damit er überhaupt versteht, was mit ihm geschieht und was Sinn und Zweck geplanter Untersuchungen sein soll. Und der Autor beklagt die mittelalterlich anmutenden Zustände, wenn Patienten sich nicht einmal trauen, um eine Überweisung zu bitten.

Ihm, der sich selbst einmal zu den „Hardlinern“ und Verfechtern der Onkologie gezählt hat, sind Zweifel an unserem System der Schulmedizin gekommen. Insbesondere kritisiert er, dass unserem Immunsystem zu wenig Beachtung geschenkt wird. Die meisten Menschen sterben nicht an ihrem Primär-, sondern am Sekundärkarzinom und da hält Prof. Dr. Klaus Maar unseren Schulmedizinern Untätigkeit vor. Sie würden zu lange nur hoffen. Er selbst hat als Konsequenz eine biologische Krebsintensivtherapie ins Leben gerufen, die er sich 2006 sogar patentieren ließ. Allerdings werden die Kosten hierfür nicht von den Krankenkassen übernommen und der Patient muss alles, einschließlich der Hotelkosten, aus eigener Tasche zahlen.

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Der Waldvogel von Christian Oehlschläger

Der Waldvogel
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Die Mörderjagd kann spannend und fesselnd sein, doch wie man dabei dem Leser auch noch etwas Wissen über Flora und Fauna vermittelt, zeigt Christian Oehlschläger mit seinem Kriminalroman Der Waldvogel. Denn bereits bei dem Titel des Romans handelt es sich nicht, wie man annehmen könnte, um einen Vogel, sondern um einen Schmetterling, der letztendlich entscheidend zur Aufklärung des Falls beiträgt.

Der Aussteiger Bruno Janoske lebt in den Waldgebieten zwischen Hannover und Celle und vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen. Er lebt von dem, was die Natur ihm bietet und was Waldbesucher achtlos zurücklassen. Auf einem Waldparkplatz an der Landstraße L310 zwischen Celle und Fuhrberg beobachtet er die Prostituierte Laryssa, die dort in einem Sexmobil ihrem Gewerbe nachgeht. So wird er Zeuge, wie der Freier Gottfried Märtens, der eine Vorliebe für Rollenspiele hat, fluchtartig das Sexmobil verlässt. Die Prostituierte wurde ermordet, mit einem Blumendraht erdrosselt und die Ermittler der Mordkommission Celle vermuten einen Sexualtriebtäter. Janoske, der das Geschehen am Tatort weiterhin beobachtet, wird von einem Reporter entdeckt und fotografiert. In Panik geraten, flüchtet er in das weitläufige Waldgebiet und macht sich dadurch verdächtig.

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Kleine Fische von Ian Kopacka

Kleine Fische
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Karl Bess ist der Drogenboss, mit dem sich keiner anlegen sollte. Wegen versuchten Mordes hat er auch schon acht Jahre gesessen. Alexander Singer, selbst heroinsüchtig, arbeitet für ihn und hält seinem Boss alle Scherereien vom Hals. Aber jetzt sind sämtliche Haschischvorräte von Karl Bess durch einen Brand zerstört. Er ist wütend und in Kleine Fische von Ian Kopacka macht er sich auf die Suche nach dem kleinen Fisch, der es wagt, sich mit ihm, dem großen Hai, anzulegen.

Karl Bess zwingt Wolfgang Fisch, von vielen nur Fisch genannt, für ihn zu spionieren. Denn Fisch ist von ihm abhängig. Er ist süchtig und muss kiffen, weil er es sonst nicht aushält. Fisch ist mit Stefan und Paul befreundet, die sich schon aus Kindheitstagen kennen. Stefan hat ein gutes Kilogramm Gras von Bess gestohlen, was er auch seinen Freunden verheimlicht. Bei seiner Recherche macht Fisch die Bekanntschaft von Jens, einem Schwulen, dem alle aus dem Weg gehen. Fisch bekommt aber auch Ärger mit Paul, weil er sich an seine Freundin Julia rangemacht hat.

Der 15-jährige Willi kommt aus einer unglücklichen Familie und ist eifersüchtig auf Thomas, der von seinem Elternhaus schwärmt. Nach ein paar Bierchen und einigen Zigaretten, die er eigentlich gar nicht mag, dreht er durch. Doch nach einem Spiel mit dem Feuer wird Willi von Thomas im Stich gelassen und verschleppt. Er landet auf einer „Party“, wo kleine Kinder zu grausamen Ritualen gezwungen werden.

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Splitterfasernackt von Lilly Lindner

Splitterfasernackt
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Lilly Lindner verarbeitet in ihrem autobiographischen Werk mit dem provokanten und mehrdeutigen Titel Splitterfasernackt ihre Erlebnisse als junges Mädchen, Heranwachsende und erwachsene Frau. Ihr Leben ist von Missbrauch und psychischen Problemen, die sich in Essstörungen entladen, und später von Prostitution geprägt. Das Buch ist nichts für schwache Gemüter.

Die Geschichte beginnt, als Lilly sechs Jahre alt ist und von einem Nachbarn sexuell missbraucht und vergewaltigt wird. Er entschädigt sein Opfer jeweils mit einer Tafel Schokolade, aber Lilly merkt doch schnell, dass an diesem Tauschhandel etwas mächtig falsch ist. Ihre Eltern sind keine Stütze, denn sie sind nicht besonders am Leben ihrer kleinen Tochter interessiert. Lilly ist der festen Meinung, dass man ihr ohnehin nicht geglaubt hätte, denn die Eltern mögen den freundlichen und unauffälligen Nachbarn. Lilly ist die einzige, die hinter die nette und allseits beliebte Maske des Nachbarn blicken darf und deren Leben dadurch zerstört wird.

Schnell bildet sich bei Lilly eine Essstörung aus, die ihr das Gefühl gibt, selbst über ihren Körper bestimmen zu können. Sie ist bald gefangen zwischen Hungern, Essen und Erbrechen, wobei sie sehr anschaulich ihre Gefühle und das Hin- und Hergerissensein beschreibt. Die Anorexie und die Bulimie werden so etwas wie ihre imaginären Freundinnen, mit denen sie ihr Leben teilt und bespricht.

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Gebete an den Alligator und die Klimaanlage von Johannes Witek

Gebete an den Alligator und die Klimaanlage
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Ein Buch – siebenundachtzig Geschichten. Die meisten erreichen den Leser in einer Gedichtform, einige wenige auch als Prosa. Da erkennt ein Mann erst zu spät, was er an einer Frau hatte. Ein anderer beobachtet erst eine Frau im Theater, wie sie mit Gegenständen schmeißt. Später wird er selbst Opfer ihrer Wut.

Johannes Witek spricht in seinen Erzählungen häufig Menschen an, die sich völlig einem System untergeordnet haben. Sie merken nichts mehr, sehen nichts mehr. Die Regeln der Gesellschaftsordnung, denen sich alle zumindest dem Schein nach unterwerfen, kritisiert er scharf und wirft immer wieder die Frage nach der Sinnlosigkeit überhaupt auf. Er fragt nach den Träumen der Menschen. Stellt den Wunsch nach Frau, Kind und Skiurlaub in Kitzbühel infrage und hält diese Leute für Spießer. Johannes Witek zeigt auf, wie Schicksalsschläge den Menschen formen und wie er sich dadurch verändert. An einer Stelle behauptet er, dass der gesunde Menschenverstand ein Fehler in einer Welt ist, die nicht aus Vernünftigen besteht. Er merkt an, dass einige Menschen die Hoffnung auf ein baldiges Ableben eines Angehörigen haben. Und er spricht die Lüsternheit an, die selbst oder gerade noch am Schafott anzutreffen ist. Zu bedenken gibt er, ob wirklich nichts von nichts kommt und ob unsinnige Tierexperimente sein müssen.

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Berühmte Menschen von Herbert Cordes

Berühmte Menschen
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Um berühmte Menschen von A bis Z geht es in Herbert Cordes gleichnamigem Buch. In Form von Kurzbiographien stellt er dem Leser Persönlichkeiten vor, die den meisten bekannt sein dürften. Allen Berühmtheiten aber ist gemein, dass sie nicht mehr unter den Lebenden weilen. Es handelt sich um Personen aus allen Jahrhunderten und im Falle von Julius Caesar und Hippokrates sogar aus der Zeit vor Christus. Herbert Cordes stellt Musiker, Schriftsteller, Theologen, Philosophen, Autokonstrukteure, Sänger, Politiker, Physiker und Regisseure vor, um nur einige aufzuzählen. Und zu den Berühmtheiten gehören erstaunlicherweise sogar ein Verschwörer und ein Pirat. Viele bekannte Persönlichkeiten aus dem vergangenen Jahrhundert sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen bzw. man konnte ihren Tod nicht aufklären. Dazu zählen beispielsweise Jimi Hendrix, Lady Diana, James Dean, John F. Kennedy, John Lennon, Olof Palme oder Jim Morrison.

Im Allgemeinen beschränkt sich der Autor bei den Biographien auf die üblichen Daten und gibt einen Abriss des Werdeganges. Oft werden aber auch Zitate der jeweiligen Person aufgeführt und bei einigen wenigen gibt es zusätzlich noch umfangreiches Hintergrundwissen. Darüber hinaus erlaubt sich Herbert Cordes aber auch Ergänzungen durch eigene Anmerkungen und Wertungen.

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Zu Gast im eigenen Leben von Martell Beigang

Zu Gast im eigenen Leben
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Ben wohnt in einem Loft in Köln. Tine, seine Freundin, hat ihn letztes Jahr verlassen. Einfach so! Sie hat ihr Studium abgebrochen und nicht mal ihre Eltern wissen, wo sie sich aufhält. Ben will Tine unbedingt wieder finden und bittet seinen Freund Greg um Hilfe. Aus der Idee, einen Film ins Netz zu stellen, entwickelt sich die Fernsehserie tine-tv, die nur zu dem Zweck ins Leben gerufen wurde, Tine wieder zu finden. Tatsächlich steigen die Besucherzahlen und die Wahrscheinlichkeit, dass Tine darauf aufmerksam wird, nimmt zu.

Ben und Greg hatten sich auch schon eine Weile aus den Augen verloren und erinnern sich nun an alte Zeiten, wie sie zusammen mit Matze in der Band Servokings gespielt haben. Kurz entschlossen kommen sie wieder für ein erstes Konzert zusammen, das aber ganz anders verläuft, als sie es sich vorgestellt haben.

Auf einer Beerdigung wird Ben ein Angebot unterbreitet, dass er ohne Mietzins in ein Haus ziehen kann, für das er lediglich zu sorgen hat. Allerdings zögert er, da es sich um seinen Heimatort Quadrath handelt. Schließlich sagt er doch zu, nachdem ihm seine innere Stimme unbedingtes Zuschlagen zuflüstert.

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Fat Cat von Robin Brande

Fat Cat
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Die 17-jährige Catherine, von ihrer Freundin Amanda nur kurz Cat genannt, ist intelligent und auch nicht hässlich, doch sie ist dick und das bleibt niemandem verborgen. Auch wenn sie den Anschein erweckt, dass sie sich mit ihrer Körperfülle abgefunden hat, ist sie doch unzufrieden. Mit Schokoriegel, Chips und Fastfood verschafft sie sich ihre Glücksmomente. Bei einem wissenschaftlichen Schulprojekt hat sie eine zündende Idee, als sie auf einem Foto die ganze Schönheit einer prähistorischen Frau betrachtet, die stark und entschlossen wirkt und sportlich schlank wie eine Athletin aussieht. Catherine möchte so aussehen wie sie. Nur einmal im Leben erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man wirklich gut aussieht. Sie beschließt in einem Selbstversuch das Leben eines Homo erectus zu führen. Für das wissenschaftliche Experiment will Catherine für sieben Monate keine industriell gefertigten Lebensmittel konsumieren und sich ausschließlich mit naturbelassenen Lebensmitteln ernähren. Auch auf Computer; Handy, Fernsehen oder Autofahren, eben alles, was das moderne Leben erleichtert, will sie von nun an verzichten.

Als Catherine ihrer Freundin Amanda von ihrem Vorhaben berichtet, meldet diese Bedenken an. Kein Strom, kein fließendes Wasser und keine Seife, schnell stellt sich heraus, dass sie einige Ausnahmen machen muss. Nachdem ihr Forschungsprojekt angenommen wird, beginnt Catherine ihr Leben umzukrempeln.

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Daniel Knop im Interview über sein neues Buch „Experiment Mensch”

Daniel Knop ist Fachjournalist und hat bereits über Meerwasser- und Riffaquarien Bücher geschrieben. Er gilt darüber hinaus als Korallenexperte und hat auch ein Konzept für die Farmzucht von Korallen entwickelt, das auf den Philippinen und in Indonesien in Zusammenarbeit mit Universitäten umgesetzt wurde. Seit über zwanzig Jahren veröffentlicht Daniel Knop Ratgeberbücher und Zeitschriftenbeiträge und ist Chefredakteur der Fachzeitschrift Koralle. Er lebt in Sinsheim bei Heidelberg.

Herr Knop, nachdem Sie schon Bücher über die Meeresbiologie und Naturheilkunde publiziert haben, liegt nun Ihr neues Werk Experiment Mensch vor. Was hat Sie dazu bewogen, über ein so komplexes Thema zu schreiben?

Ganz einfach: Ich habe den Eindruck, dass die Menschheit sich heute zwar der Lösung zahlreicher Gegenwartsprobleme widmet, dabei aber das Kernproblem ihrer eigenen Existenz weitgehend übersieht: die Bevölkerungszunahme. Sie ist die Ursache der meisten „Funktionsstörungen“ auf unserem Planeten. Die wirkliche Bedeutung dieses Phänomens wird bis heute aber kaum wahrgenommen. Darum liegt der Anfang von unserem Ende schon hinter uns. Und das finde ich wichtig genug, um darüber ein Buch zu schreiben.

Ohne Zweifel ist es das und es ist gut, dass Sie die Zusammenhänge einmal transparent gemacht haben. Wie viel Zeit haben Sie sich für die doch sehr umfangreiche Recherche genommen? Denn immerhin haben Sie viele Fachgebiete angesprochen.

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Töten ist ganz einfach von B.C. Schiller

Töten ist ganz einfach
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Unter dem Namen B.C. Schiller hat das österreichische Autorenehepaar Barbara und Christian Schiller sein Erstlingswerk, den Thriller Töten ist ganz einfach veröffentlicht.

„Töten ist ganz einfach, sagen die Stimmen in meinem Kopf […].“ Gleich zu Beginn startet das Buch mit der erbarmungslosen Ermordung von Milan Drakovic. Der Geschäftsmann und Angehörige einer großen, einflussreichen Familie, fällt in Prag einer brutalen Gewalttat zum Opfer. Alle Spuren scheinen nach Linz zu dem internationalen Konzern Royal International zu führen. Daher wird der Linzer Kommissar Tony Braun von seinen Prager Kollegen zu den Ermittlungen hinzugezogen, um weitere Nachforschungen über die Drakovics und Royal International anzustellen. Doch kurz danach wird ein weiterer Mord verübt. Beide Mordfälle scheinen dabei in Verbindung zueinander zu stehen. Und eine atemlose Jagd beginnt.

Die Autoren setzen bei Töten ist ganz einfach bewusst auf ein sehr hohes Erzähltempo. Dies steigert zwar die Spannung, doch gleichzeitig wird der Leser bereits zu Beginn des Thrillers von einer Vielzahl von Personen und Handlungssträngen überrollt, was bei dem ein oder anderen zu Ratlosigkeit führen dürfte.

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