Zwischen WLAN und Weltanschauung: Ein Jugendlicher erklärt die digitale Lebenswelt

Buchcover des Sachbuchs What’s App, Mama?

Einblicke in die Online-Welt der Teenager

Robert Campe verfasst mit sechzehn Jahren das Buch What’s App, Mama?*, in dem er Eltern erklärt, warum Teenager wie er den Großteil ihres Tages mit Computer, Smartphone oder Tablet online verbringen. Zu Beginn stellt er einen Test vor, der Erwachsenen Aufschluss darüber gibt, wie gut sie sich im Internet auskennen. Campe beschreibt die Vorteile des sozialen Netzwerks Facebook, nennt aber auch Aspekte, die ihn „nerven“. Zudem erläutert er die Möglichkeiten, die WhatsApp und das besonders „coole“ Snapchat bieten.

Er geht auf die Plattform Twitter ein und erklärt, wie jeder auf YouTube Videos hochladen kann. In diesem Zusammenhang verweist er auf einige YouTuber, die durch Werbung beachtliche Einnahmen erzielen. Gleichzeitig hebt er hervor, dass die auf YouTube verfügbaren Inhalte durchaus die Kosten für einen Nachhilfelehrer ersetzen können.

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Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus von Katrin Rönicke

Beate Uhse - Ein Leben gegen TabusAus heutiger Sicht ist es kaum zu glauben, dass noch im Jahr 1969 ein Gutachter vor Gericht ausgesagt hat: „Der Orgasmus der Frau ist als natürlich anzusehen“. In der Biografie Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus zeichnet Katrin Rönicke den Lebensweg der im Jahr 1919 als Beate Köstlin geborenen Pionierin in Sachen enttabuisiertem Sex nach. Als Tochter gebildeter Eltern besucht sie bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten eine Schule auf Juist. Die sportbegeisterte junge Frau wird Fähnleinführerin beim Bund Deutscher Mädel und erwirbt mit achtzehn Jahren den ersehnten Flugschein. Nach der Ablegung einer Kunstflugprüfung lernt sie ihren ersten Mann Hans-Jürgen Uhse kennen, einen Kunstfluglehrer. Die Autorin schreibt von den ersten Jahren dieser vom Krieg überschatteten Beziehung, der überstürzten Heirat, dass Beate Uhse frühzeitig Witwe wurde und alleine einen Sohn durchbringen musste.

Beate Uhse wusste um die Sorgen ungewollter Schwangerschaften vieler Frauen, deren Männer aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrten.

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Der tanzende Direktor von Verena Friederike Hasel

Lernen in der besten Schule der Welt!

Der tanzende DirektorDie in Berlin aufgewachsene Verena Friederike Hasel hat mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern ein halbes Jahr bei den Maori in Narrow Neck, einem Vorort von Auckland, verbracht. In ihrem Buch Der tanzende Direktor schreibt sie über das Bildungssystem in Neuseeland, das immer noch auf den von Sylvia Ashton-Warner entwickelten Methoden basiert, die vor mehr als einhundert Jahren geboren wurde. Gleichwohl wurde das Schulsystem in den 1980er Jahren innerhalb von nur vierzehn Monaten einer radikalen Änderung unterzogen. Ein von der Regierung entworfenes „Dezilsystem“ verteilt das für die Bildung bereitgestellte Geld gerecht, und der ständige Austausch zwischen Wissenschaftlern und Schulen hat dazu geführt, dass das erfolgreiche Pilotprojekt „Reading Recovery“ von den USA, Kanada, England und Australien übernommen wurde.

Immer wieder stellt die Autorin, die gerne an der Seite ihres Kindes einen „Erziehungskünstler“ nach dem Vorbild von John Keating aus dem Film Der Club der toten Dichter* hätte, Vergleiche zum deutschen Schulsystem an.

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Kreta von Andreas Schneider

KretaBei dem Reiseführer Kreta fällt bereits beim Aufschlagen des Inhaltsverzeichnisses die gewählte Gliederung nach Küsten- und Inselabschnitten positiv auf, was aufgrund der langen und schmalen Form der Insel Sinn macht. Um dem Leser einen schnellen Überblick zu ermöglichen, sind jedem Kapitel die jeweiligen Highlights stichwortartig vorangesetzt. Zunächst wird die Hauptstadt Iraklio vorgestellt, deren koloniale Bauten von der venezianischen Architektur zeugen. Es folgen weitere Küsten- und Bergdörfer sowie deren Umgebung, die Auflistung üblicher Sehenswürdigkeiten und obligatorische Empfehlungen für Übernachtungen, zum Essen und Einkäufen, zu Aktivitäten und zum Ausgehen und Feiern.

Andreas Schneider empfiehlt bei der Besichtigung einer der zahlreichen Tropfsteinhöhlen unbedingt die Mitnahme einer Taschenlampe. Wer sich auf eine Wanderung in eine der unzähligen Schluchten begibt, sollte neben Wanderschuhen und -stöcken an ausreichend Trinkwasser denken.

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111 Jazz-Alben, die man gehört haben muss von Rainer Wittkamp und Roland Spiegel

111 Jazz-Alben, die man gehört haben mussJazz ist nicht gleich Jazz, was insbesondere all jene beherzigen sollten, die in der Vergangenheit schon einmal ein Musikstück dieser Richtung gehört haben und seitdem davon überzeugt sind, keinen Jazz zu mögen. Denn der Jazz hat unendlich viele Stilrichtungen, zu denen Soul, Samba, Dixieland, Swing, Bebop, Bossa Nova und der Blues gehören, um nur einige zu nennen. Die Autoren Roland Spiegel und Rainer Wittkamp haben für ihr Sachbuch 111 Jazz-Alben, die man gehört haben muss nur Alben ausgewählt, die zumindest zum Zeitpunkt ihrer Recherchen noch im Handel erhältlich waren. Sinnvollerweise haben sie sich für eine chronologische Aufzählung entschieden, mit einer ersten Erwähnung aus dem Jahr 1923 bis hin zur Gegenwart des Jahres 2018.

Neben der musikalischen Entwicklung und dem künstlerischen Aufstieg der Musiker, deren Alben die Autoren vorstellen, haben sie eine Menge Wissenswertes über ihre Lebensläufe zusammengetragen, wobei es sich nicht nur um positive Erwähnungen handelt.

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So geht Kreuzfahrt! von Lonely Planet

Inspiration und praktische Tipps für alle, die gern an Bord gehen!

So geht Kreuzfahrt!Wer eine Kreuzfahrt plant, ganz egal, ob die Interessen in Richtung Kultur, Abenteuer oder Strand gehen, wird mit dem Ratgeber So geht Kreuzfahrt! allumfassend und bestens informiert. Da an dem Buch nicht weniger als neun erfahrene Autoren (Michelle Baran, Ray Bartlett, Greg Benchwick, Alex Leviton, Emily Matchar, Brandon Presser, Brendan Sainsbury, Sarah Stocking, Tiana Templeman) mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Vorlieben und Kenntnissen gearbeitet haben, können dem Leser eine Vielzahl inspirierender Vorschläge gegeben werden, der sich darüber hinaus auf eine schier unerschöpfliche Anzahl an nützlichen Zusatzinformationen freuen darf.

Manch einer plant nur eine Kreuzfahrt von kurzer Dauer, ein anderer liebäugelt gar mit einer sich über Wochen erstreckenden Weltreise, was natürlich auch vom Geldbeutel abhängt. So unterschiedlich die Vorstellungen und Wünsche der Menschen hinsichtlich eines Urlaubsortes sind, genauso verschieden sind auch ihre Vorgaben und Ansprüche an eine Kreuzfahrt.

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Mit Paddelboot und Faltrad quer durch Deutschland – Jens Steingässers Abenteuerreise

Querflussein

Kindheit im Boot und der Entschluss zum Abenteuer

Jens Steingässer ist, wie er auf den ersten Seiten seines Erlebnisreisebuches ausführt, als Kind quasi im Boot aufgewachsen. Nach seinem Entschluss, mit einem Paddelboot und Faltrad „Querflussein“ durch Deutschland die Geheimnisse seiner Heimat zu erkunden, startet er an der Quelle der Modau, unweit von Eberstadt. Für vier Wochen verabschiedet er sich von seinen Kindern und seiner Ehefrau Jana, die ihm später bei der Niederschrift seiner Erfahrungen eine wertvolle Hilfe war, und stürzt sich in ein aufregendes Abenteuer.

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Strom aus der Salzach – Das Kraftwerk Gries

Strom aus der SalzachDie Salzach ist ein über zweihundert Kilometer langer Fluss, der in den Kitzbüheler Alpen entspringt und bei Haiming in Oberbayern in den Inn mündet. Nach dem Atomenergieausstieg setzt auch Österreich vermehrt auf erneuerbare Energien und hat unter Einbeziehung des Salzburger Instituts für Ökologie das Kraftwerk Gries im Nationalpark Hohe Tauern gebaut. Nicht weniger als vierundfünfzig Autoren haben mit Einzelbeiträgen an der Entstehung des Buches Strom aus der Salzach* mitgewirkt und geben einen umfassenden Überblick von den ersten Planungen im Jahr 2009 bis zur Fertigstellung 2018.

Der Leser erfährt, mit welchen Behörden der Betreiber Verhandlungen zur Realisierung des Projektes führen musste und was es mit Grundbesitzern zu klären galt. Weiter wird deutlich, weshalb Fischwanderhilfen für neue Laichplätze notwendig wurden und warum der Hochwasserschutz weiter ausgebaut werden musste.

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111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben muss von Antje Allroggen

111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben mussMauritius gilt heutzutage als ein Traumziel vieler Urlauber. Doch einst war die Insel eine britische Strafkolonie, weshalb Antje Allroggen, die zwei Jahre auf der Insel gelebt hat, in ihrem Buch immer wieder einen geschichtlichen Rückblick gibt. An einem Ort, an dem Persönlichkeiten wie François Mitterrand, Nelson Mandela oder Mitglieder des britischen Königshauses gespeist haben, kann sich wohl nicht jeder ein Essen leisten. Aber in dem Buch 111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben muss* ist ja auch nur von Orten die Rede, die man GESEHEN haben muss. Die Autorin hat Überraschendes über die Insel zusammengetragen. Wer denkt schon bei Mauritius ans Party machen? Da werden wohl eher Mallorca oder Ibiza genannt. Tatsächlich lässt man DJs aus Paris und London nach Mauritius einfliegen! Voll auf ihre Kosten, wenn auch in anderer Hinsicht, kommen Surfer in einer Bucht, und die Herzen von Liebhabern ausgefallener Instrumente dürften beim Anblick des Ur-Instrumentes Ravanne höherschlagen.

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Die fabelhafte Welt der Ameisen von Christina Grätz und Manuela Kupfer

Eine Ameisenumsiedlerin erzählt!

Die fabelhafte Welt der AmeisenViele Ameisenarten sind vom Aussterben bedroht und eine Umsiedlung ist für die meisten sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wird beispielsweise eine Autobahn auf einem Gelände erweitert, auf dem Ameisennester aufgespürt werden, kommt Christina Grätz als Ameisenumsiedlerin zum Einsatz. In ihrem Sachbuch Die fabelhafte Welt der Ameisen* erklärt sie, wie und vor allem auch zu welcher Jahres- und Tageszeit eine Umsiedlung durchgeführt werden kann. Offen spricht sie von freiwerdenden Säuredämpfen als Abwehrhaltung der Ameisen, die schon mal ihre Atmung behindern können. Jedes Mal ist sie erstaunt, dass plötzlich alle Tiere wissen, was am neuen Ansiedlungsstandort zu tun ist und sie verrät, warum sie um den neuen Nesthügel Zucker streut.

Nach Erläuterungen zur Anatomie erklärt die Autorin, wie sich Ameisen orientieren und wie die Arten unterschieden werden können, wobei sie mit gewissen Tricks schon mal bei Biologen für Verwirrung sorgen. Sie schreibt von den Vorlieben der Tiere an den Standort ihrer Nestanlage und wie diese aufgebaut sein muss.

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