Im Herzen der Strahlung: Ein Bericht, der unter die Haut geht

Cover von Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk

Ein Einstieg in die Schatten des Kalten Krieges

Ich war im Sarkophag von Tschernobyl von Anatoly N. Tkachuk beginnt mit düsteren Szenarien eines möglichen Atomkrieges. Der Autor schildert Spionagetätigkeiten zwischen der UdSSR und den USA – Tätigkeiten, an denen er selbst als KGB-Agent beteiligt war und die er in der Figur Andrey verarbeitet. Berichte über Inspektionen von Testgeländen nach Atomwaffenerprobungen verdeutlichen das Ausmaß und die verheerenden Schrecken nuklearer Bedrohungen.

Der 24. April 1986: Der Tag, an dem alles eskalierte

Am denkwürdigen 24. April 1986 kommt es zur Reaktorkatastrophe. Um die unsichtbare Gefahr begreifbar zu machen, erläutert Tkachuk die Eigenschaften von Alpha-, Beta- und Gammastrahlung und betont die fatale Tatsache, dass man Strahlung weder hören noch sehen kann.

weiterlesenIm Herzen der Strahlung: Ein Bericht, der unter die Haut geht

Zwischen Himmel, Angst und Politik: Warum Flugzeugentführungen unsere Fantasie bis heute fesseln

Cover von Flugzeugentführungen von Annette Vowinckel

Eine Kulturgeschichte der Entführungen

Annette Vowinckel beschreibt in ihrem Prolog zu Flugzeugentführungen, dass aus dem Phänomen der Flugzeugentführung im Laufe der Jahrzehnte eine Geschichte der Kulturen geworden ist. Im Zentrum stehen meist politische Forderungen, mit denen Entführer die Weltöffentlichkeit auf Missstände aufmerksam machen wollen. Manche Fälle haben jedoch militärische oder kriminelle Hintergründe.

Die erste dokumentierte Flugzeugentführung fand 1931 statt, doch bis 1958 blieb die Zahl gering. Ab 1959 setzte – vor allem im Kontext der kubanischen Revolution – eine Welle von Entführungen ein. Ihren Höhepunkt erreichten sie in den 1970er‑Jahren. Erst in diesem Jahrzehnt traten auch kriminelle Geiselnahmen mit Lösegeldforderungen auf. Seit den 1980er‑Jahren ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten, bedingt durch die in den 70ern eingeführten Sicherheitskontrollen und Detektoren.

weiterlesenZwischen Himmel, Angst und Politik: Warum Flugzeugentführungen unsere Fantasie bis heute fesseln

Die Habsburger von Katrin Unterreiner

Die HabsburgerKatrin Unterreiner lässt mit ihrem Buch Die Habsburger* die österreichische Monarchie wieder aufleben. Sie beginnt Mitte des 18. Jahrhunderts bei Maria Theresia und ihren Ansichten zur Kindererziehung. Es folgt die Beschreibung der Erzherzogin Sophie und das Verhältnis zu ihrer späteren Schwiegertochter, Kaiserin Elisabeth, kurz Sissi genannt. Ebenso geht die Autorin auf das Verhältnis des Kaiserpaares untereinander ein und welche Tischsitten bei Hofe geherrscht haben. Die Sparsamkeit des Kaisers Franz Josef wird genauso ausführlich behandelt wie seine Rolle als Vater und späterer Großvater. Doch auch darüber, ob er unter der häufigen Trennung von seiner Frau gelitten hat, sowie über seine Verhältnisse zu anderen Frauen, erfährt der Leser mehr.

Ein Großteil wird selbstverständlich der heute bekanntesten Person, Kaiserin Elisabeth gewidmet: Wie ihre Kindheit in Bayern verlief, ob es Gründe für die Reise nach Madeira gab, eine Flucht nach Bayern oder eine Romanze mit dem Grafen Andrássy, wie in den Sissi-Filmen behauptet wird.

weiterlesenDie Habsburger von Katrin Unterreiner

Zwischen Aberglauben und Wissenschaft: Was Vampire wirklich erzählen

Cover von Vampire von Hagen Schaub

Ursprung eines Mythos

In seinem Buch Vampire widmet sich Hagen Schaub zunächst der grundlegenden Frage, was ein Vampir überhaupt ist. Die als „lebende Leichname“ verstandenen Wesen haben ihren Ursprung in Südosteuropa. Anhand zahlreicher Fallschilderungen geht der Autor dem Ursprung dieses Aberglaubens nach.

Im Mittelalter lebten die Menschen in ständiger Angst vor Seuchen, Hungersnöten und Kriegen. Die meist wenig gebildete Bevölkerung suchte nach Erklärungen für unerklärliche Ereignisse. Kam es innerhalb einer Gemeinschaft zu vermehrten Todesfällen ohne erkennbaren Grund, schrieb man dies Geistern, Dämonen oder Göttern zu. War kein Vampir als Ursache auszumachen, mussten Hexen als Sündenböcke herhalten – verfolgt von kirchlichen Würdenträgern.

weiterlesenZwischen Aberglauben und Wissenschaft: Was Vampire wirklich erzählen

Zwischen Kundenkontakt und Wahnsinn: Ulrike Sterblichs Buch „Tüte oder so was“ im Check

Cover von Tüte oder so was von Ulrike Sterblich

Berufswunsch: Mit Menschen arbeiten – aber wie?

Viele junge Menschen entscheiden sich für einen Beruf mit Kundenkontakt, weil sie sich selbst als besonders kontaktfreudig einschätzen. Doch was auf dem Papier gut klingt, wird in der Realität oft unterschätzt: Der tägliche Umgang mit Kundschaft kann nervenaufreibend, absurd und frustrierend sein.

In ihrem Buch Tüte oder so was gibt Ulrike Sterblich einen pointierten Einblick in die skurrilen Alltagssituationen von Dienstleistenden, Verkäuferinnen und Servicekräften. Sie schildert prägnant, wie herausfordernd und oft auch irritierend der Umgang mit Kundinnen sein kann.

weiterlesenZwischen Kundenkontakt und Wahnsinn: Ulrike Sterblichs Buch „Tüte oder so was“ im Check