Evelyn Ødegaard will zu ihrem fünfundachtzigsten Geburtstag in Oslo unbedingt noch ihren Sohn Wilhelm dabei haben, um ihm vor ihrem Tod noch etwas Wichtiges mitteilen zu können. Seit dreißig Jahren hat sie ihn nicht mehr gesehen und er macht sich von seinem jetzigen Wohnort in Amerika auf nach Norwegen. Seinen Sohn Robert hat Evelyn zuletzt als kleinen Jungen gesehen, doch hat sie ihn kürzlich auf einer Theaterbühne in der Figur des Hamlet wiedererkannt. Sie lädt ihn ebenfalls ein und überreicht ihm dabei einen Brief mit einer Karte und einem Schlüssel. Robert kann sich zunächst keinen Reim auf den Inhalt des Briefes machen. Doch die darin enthaltene Karte lässt seinen in der Star Wars Welt gefangenen Sohn Lukas an einen Schatz glauben und die beiden machen sich tatsächlich zu der beschriebenen Stelle in einem Waldgebiet nahe der Grenze zu Schweden auf. Doch „Der Wald wirft schwarze Schatten“ und Robert kommen immer mehr grauenvolle Erinnerungen, als er mit Lukas die bezeichnete Stelle erreicht und vor einer Hütte steht.
Wilhelm beschleichen seit dem Flug nach Norwegen auch immer mehr Erinnerungen an frühere Zeiten, an seine Frau und an ein kleines Kind. Die Beschäftigung damit wühlt ihn nervlich auf und er wird immer unruhiger.
weiterlesenDer Wald wirft schwarze Schatten von Kari Braenne

Klara und Stephan verbringen in dem Roman „Ein Sommer wie dieser“ von Annette Hohberg eine wundervolle Urlaubswoche in Levanto an der italienischen Riviera. Sie sind jung und verlieben sich ineinander. In einer Woche wollen sie sich an der französischen Küste wieder treffen, doch Klara wartet vergeblich.
Marie Kirschbaum will eigentlich nur eines: Mit Anselm Hagen am Sonnabend zum Tanzen gehen. Obwohl Anselm ihr diesen Wunsch liebend gerne erfüllen möchte, gerät er unvermittelt in einen Strudel von Verwicklungen. Für seinen Arbeitgeber soll er ein Paket von Berlin nach Hamburg transportieren. Die Schliemanz-Koch AG bietet neuerdings einen Teletransporter an, der diese Strecke innerhalb von Sekunden bewältigt. Um Zeit einzusparen, bedient sich Anselm dieser neuartigen Teleportation. Doch leider passiert dabei „Das Fehlerchen“. Ihn gibt es nach dem Transfer sowohl in Berlin, als auch in Hamburg. Und dieses kleine Fehlerchen, das durch einen Programmierfehler verursacht wurde, passiert in seinem Fall nicht nur einmal!
Prypjat ist eine für die Arbeiter von Tschernobyl errichtete Stadt und liegt nur vier Kilometer vom Reaktor entfernt. Als am 25. April 1986 das Unglück im Atomkraftwerk seinen Lauf nahm, hatte das verheerende Folgen für die viel zu spät evakuierte Bevölkerung, unter denen viele Kinder waren. Javier Sebastián hat mit „Der Radfahrer von Tschernobyl“ den vielen Opfern und vor allem einem ganz besonderen Menschen ein Denkmal setzen wollen. Eine dem Leser nicht näher vorgestellte Person erzählt teilweise in der Ich-Form vom Leben und Wirken dieses besonderen Menschen:
Klara Schindler, eine Deutsche, hält sich am 27. Februar 1933 in Kopenhagen auf, als auch sie die Kunde über den Reichstagsbrand in Berlin erreicht. Sie arbeitet für die Komintern, ein weltweiter Zusammenschluss der Kommunisten, und erhält einen neuen Spionageauftrag „Unter dem Schatten des Todes“. Als Korrespondentin einer britischen Zeitung getarnt soll sie mit gefälschten Papieren nach Berlin und aufklären, wer den Brand gelegt hat.
Der Roman „Fast genial“ von Benedict Wells beruht auf der wahren Geschichte der „Samenbank der Genies“, die der millionenschwere Geschäftsmann Robert Graham gegründet hat und aus der 217 hochintelligente Kinder entstanden sein sollen. Graham war von dem Gedanken getrieben, dass die intelligenten Menschen aussterben, während sich die Dummen unaufhörlich reproduzieren!
New York hat viele Gesichter. „Cracktown“ ist eines davon und hier dominiert Gewalt in jeder nur denkbaren Form. Um das Leben, das eigentlich gar keines ist, auszuhalten, wird gekifft, ein Schuss nach dem anderen gesetzt oder die Bazooka abgefeuert, wie sie es nennen. So greift auch Londa auf die Bazooka zurück, weil sie von ihrem Mann brutale Prügel einstecken muss. Sie weiß, wo sie sich den Stoff besorgen kann und muss dafür lediglich jemandem einen blasen.
Robert Naumann lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern Hannah und Emma in Berlin. Die Familie bezieht Hartz IV und Robert hat längst gemerkt, dass es sich innerhalb dieser Bedarfsgemeinschaft, so die offizielle Bezeichnung, nicht lohnt, wenn einer berufstätig ist. So bleibt er lieber arbeitslos und wird regelmäßig im Jobcenter bei Frau Steputat im Zimmer 211 vorstellig. Als er nicht die vorgeschriebenen Bewerbungen vorweisen kann, werden ihm die Leistungen gekürzt. Ihm wird ein Job bei der Post angeboten, was bei ihm Erinnerungen an eine frühere Tätigkeit dort weckt. Doch schlecht bezahlte und sinnlose Arbeit lehnt er entschieden ab und stößt auf Unverständnis bei seiner persönlichen Ansprechpartnerin. Robert Naumann versucht sich als Spargelstecher und Hüpfburgbeauftragter und möchte eigentlich lieber Popstar werden.