Die Hoffnung zwischen den Zeilen von Elin Olofsson

Die Hoffnung zwischen den ZeilenNachdem Uli, mit bürgerlichem Namen Ulrike Hartmann, erfahren hat, dass ihr Geliebter Johann Becker, den sie immer nur Hansi genannt hat, nicht mehr aus dem Krieg zurückkommen wird, will sie auf Anraten ihrer Freundin Hamburg verlassen und in Malmö eine Arbeit finden. Doch zuvor will sie sich von Hansis Mutter verabschieden, die ihr einen Stapel Briefe ihres toten Sohnes überreicht, deren Absender Elsa Pettersson aus Krokom in Schweden ist. Nach Kriegsende kommt Uli in Malmö zunächst als Dienstmädchen unter, ist jedoch nach ihrem Rausschmiss im Jahr 1949 entschlossen, Elsa Pettersson in Krokom aufzusuchen. Sie scheint die einzige Verbindung zu ihrem ehemaligen Geliebten Hansi zu sein, und Uli will von ihr erfahren, in welchem Verhältnis sie zu dem Mann stand, der ihr einst die Ehe versprochen hat.

Tatsächlich spürt Uli die gesuchte Frau auf, die in der Gemischtwarenhandlung Forsen eine gute Anstellung gefunden hat. Elsa ist längst zu Ohren gekommen, dass eine Deutsche im Ort untergekommen ist, was ihr in keinster Weise behagt und sie unruhig werden lässt.

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Gut in Schuss, mit leichten Macken von Bibo Loebnau

Gut in Schuss, mit leichten MackenIn den letzten Jahren hat Mia Severin ein luxuriöses Leben in einem der wohlhabendsten Ortsteile von Berlin, in Dahlem, genossen. Mit ihrem Ehemann Marcus und dem inzwischen neunzehnjährigen Sohn lebte sie in einer Villa mit Garten und riesigem Pool, musste nicht selbst putzen und konnte sich jedes Jahr zwei kostspielige Urlaube leisten. Nur durch Zufall entdeckte Mia eine Hotelrechnung ihres Mannes und weiß seitdem, dass es eine Andere gibt. Kurzerhand hat sie ihn aus dem Haus geschmissen und blickt der Tatsache ins Auge, dass sie aufgrund der im Ehevertrag vereinbarten Gütertrennung mit leeren Händen dasteht.

Notgedrungen begibt sich Mia mit Mitte vierzig auf Wohnungssuche, macht unliebsame Erfahrungen und hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als ihre Freundin Betty einen Vorschlag macht: Der schwule Maler Fritz ist von seinem Lebenspartner verlassen worden und sucht deshalb für einen Teil seiner Wohnung in Kreuzberg einen Nachmieter, da er die großzügig geschnittene Wohnung nicht alleine bezahlen kann.

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Der unschuldige Mörder von Mattias Edvardsson

Der unschuldige MörderDie Zeitungskrise in Schweden hat im Jahr 2008 auch die Hauptstadt erreicht und ein Drittel aller Angestellten muss entlassen werden. Als der Chefredakteur dem Journalisten Zack Levin die Kündigung eröffnet, trifft es Zack doppelt hart, denn er hat die Trennung von seiner langjährigen Freundin noch nicht verkraftet. Eine Zeitlang verschläft er die Vormittage, besäuft sich am Abend und treibt sich nachts in Clubs herum, bis er aus seinem Sommerschlaf erwacht und begreift, dass er irgendetwas tun muss. Doch die Jobsituation in der Medienbranche ist angespannt und da er die Miete für seine Wohnung nicht mehr bezahlen kann, beschließt er, von Stockholm zurück zu seiner Mutter in die schwedische Provinz nach Veberöd zu ziehen, um ein Buch zu schreiben, denn immerhin hat er einmal literarisches Schreiben studiert.

Genau über diese Studienzeit vor zwölf Jahren in Lund, als Zack und seine Clique über ihre Dozentin Li Karpe den berühmten Schriftsteller Leo Stark kennengelernt haben, will er ein Buch schreiben. Damals waren er und seine Freunde gelegentlich im Haus des Schriftstellers zu Gast, bis Leo Stark eines Tages spurlos verschwand.

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Blaue Nächte von Rebekka Knoll

Blaue NächteAls ihre Mutter erkrankt, soll Milena vorübergehend im Klub Blue Nights aushelfen, der nach dem Tod ihres Vaters von der Mutter geführt wird. Eines Abends möchte ein etwa siebzigjähriger Mann in den Klub. Er spricht von begangenen riesigen Fehlern und will die letzte Gelegenheit wahrnehmen, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Offensichtlich ist er verwirrt und wird zunächst vom Türsteher, dann auch von Milena abgewiesen. Plötzlich bricht er zusammen und wird mit einem Rettungswagen abtransportiert. Als daraufhin eine ältere Dame in einem azurblauen Kleid aus dem Blue Nights tritt, erinnert sich Milena, sie zuvor an der Bar beobachtet zu haben. Vermutlich wollte der Mann zu ihr, mutmaßt Milena, und versucht sie vergeblich aufzuhalten.

Als Milena endlich nach Hause kommt, ist ihre Nase gebrochen, weil es wieder einmal eine Schlägerei gab. Völlig demotiviert gesteht sie ihrer Mutter, dass sie nicht mehr weitermachen und sich lieber auf das von ihrem Großvater übernommene Antiquariat konzentrieren möchte.

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Das Haifischhaus von Rüdiger Barth

Das HaifischhausTom Torge Berger, den alle nur Toto nennen, ist seit seinem sechzehnten Lebensjahr Profisportler. Zwei Jahrzehnte betrieb er Leistungssport und schaffte es als Tennisspieler bis an die Weltspitze. Doch der Preis für seine Karriere war hoch, denn er wurde von den Medikamenten abhängig, die er gegen seine Schmerzen, Angst und Depressionen nahm, was er natürlich geheim halten wollte. Er zog die Konsequenzen und tauchte vor drei Jahren nach einem Match in Wimbledon in Amerika unter.

Mittlerweile ist Toto nach Deutschland zurückgekehrt, steht vor dem finanziellen Ruin und seine Gläubiger sitzen ihm im Nacken. Zu allem Überfluss taucht auch noch völlig überraschend sein fast volljähriger Sohn Nils auf, um den er sich nie gekümmert hat. Zufällig hören die beiden ein Interview mit dem aktuellen Weltranglisten-Ersten Frédéric Lamenteau, der seit über einem Jahr ungeschlagen ist. Seine nur so zum Spaß gemachte Herausforderung kommt Toto gerade recht.

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Bergab geht’s tot am schnellsten von Hilke Sellnick

Bergab geht's tot am schnellstenWährend Henni, mit bürgerlichem Namen Henriette Sophie von Kerchenstein, und ihre Freundinnen Cindy und Claudia zum gemeinsamen Musizieren und Feiern bei ihrer Großmutter auf Schloss Kerchenstein verweilen, entschließen sie sich, ein Angebot zu einem Gig anzunehmen: Lauretta Linz feiert den einhundertsten Geburtstag ihres bereits seit über dreißig Jahren verstorbenen Ehemannes im Grandhotel Alpenstern in den Schweizer Bergen mit einem rauschenden Fest. Da in Hennis Kasse wegen einer Steuernachzahlung Ebbe herrscht und die Gage zu verlockend ist, machen sich die drei Frauen samt Instrumenten auf den Weg. In St. Nikolaus werden sie von Sepp Lustenberger empfangen, Skilehrer und Sohn des Bürgermeisters. Doch das in den verschneiten Bergen gelegene Hotel macht auf die Frauen einen wenig einladenden Eindruck.

Enttäuschung macht sich bei Henni, Cindy und Claudia nicht nur wegen des heruntergekommenen Hotels breit, sondern auch in Bezug auf die Köstlichkeiten, mit denen die Geburtstagsgäste verwöhnt werden und von denen sie kaum etwas abbekommen. Als ein Schneesturm ausbricht, wird plötzlich einer der Gäste vermisst.

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Der Duft von Apfeltarte von Julie Leuze

Der Duft von ApfeltarteSeit Camille Rosière ihr Elternhaus verlassen hat und nach Paris gezogen ist, bewohnt sie nur eine kleine Dachkammer und arbeitet in einem Reisebüro. Eines Tages erreicht die Zweiunddreißigjährige die dringende Bitte ihrer Mutter Jeanne, sie für mindestens sechs Wochen wegen eines Bandscheibenvorfalls auf der Apfelplantage zu unterstützen. Obwohl das Verhältnis zu ihrer Mutter von einem Ereignis überschattet ist, beantragt sie notgedrungen unbezahlten Urlaub und fährt nach Vert-le-Coin, einem kleinen Dorf in der Normandie, das sie zuletzt auf der Beerdigung ihres Vaters vor drei Jahren gesehen hat.

Schnell stellt Camille fest, dass die Arbeit auf der Plantage körperlich zwar anstrengend ist, dafür jedoch weniger Stress als ihr Job im Reisebüro verursacht. Sie trifft auf ihre alte Schulfreundin Sandrine sowie die Kinder ihrer Nachbarn, die unscheinbare Lilou und deren attraktiven Bruder Damien.

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Dreck am Stecken von Alexandra Fröhlich

Dreck am SteckenDer als Redakteur bei einer Zeitung beschäftigte Johannes wird von dem Heim, in dem sein an Alzheimer erkrankter Großvater untergebracht ist, über dessen Tod unterrichtet. Wenig später erhält er einen Anruf von Friedrich Löwe, der sich als ehemaliger Rechtsanwalt des verstorbenen Großvaters ausgibt und Johannes nebst seinen drei Brüdern zur Testamentseröffnung in die Kanzlei bittet. So informiert dieser seine Brüder: Jakob, der extra aus London nach Hamburg anreisen muss, den in Hannover niedergelassenen Chirurg Philipp und Simon, der wegen verkrampfender Anfälle mit seiner Betreuerin Ania auf dem Land lebt. Bei dem Zusammentreffen in der Kanzlei können die Brüder lediglich eine Kiste mit Fotos und losen Blättern, die ihnen der Großvater hinterlassen hat, in Empfang nehmen, worauf Simon unmittelbar mit einem Anfall reagiert.

Während Jakob und Philipp die Kiste am liebsten im Müll entsorgen wollen, überwiegt bei Johannes die Neugier. Ania bestärkt ihn darin, sich die Unterlagen anzusehen, denn seit dem Treffen haben sich die Anfälle von Simon gehäuft und er klagt über schlechte Träume, was kein Zufall sein kann.

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Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich? von J.R. Dos Santos

Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich?Der an der Universität in Lissabon lehrende Historiker Tomás Noronha wird von Nelson Moliarti nach New York gerufen. Dort erklärt ihm der Vorsitzende einer Stiftung, dass der erst vor wenigen Tagen verstorbene Professor Martinho Toscano bereits an einer Forschungsarbeit über die Entdeckung Brasiliens gearbeitet hat. Allerdings sind seine Notizen verschlüsselt. Als Codespezialist soll Tomás Noronha das Geheimnis lüften und zu diesem Zweck nach Rio de Janeiro fliegen, wo er in der Brasilianischen Nationalbibliothek mit seiner Arbeit beginnen soll. Vor Ort erhält er Unterlagen mit Notizen, die er nicht entschlüsseln kann.

Zwischenzeitlich kehrt Tomás zurück nach Lissabon, wo er eine Einladung der reizvollen Lena Lindholm zum Essen annimmt. Da die Studentin seine Vorlesung über Hieroglyphen besuchte, will er ihr die unverständlichen Notizen zeigen. Doch der verheiratete Tomás erliegt ihrem Charme und sieht fortan seine Ehe bedroht.

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Zauberschön von Irene Matt

ZauberschönSeit über vierzig Jahren wird das Königreich Florapis von Florobert dem Siebten regiert. Langsam ist es an der Zeit, dass er seinen Sohn an den Regierungsgeschäften beteiligt, doch seit dieser als Säugling von einer Biene gestochen wurde, hat er vor allem Angst. Bei seiner Rede an das Volk verkündet Florobert der Achte zur Überraschung aller zwei neue Gesetzte: Von nun an möchte er nur noch Geranobert genannt werden, weil er Geranien als die einzige Blume in seiner Nähe duldet, und zur Sicherheit der Bürger möchte er eine Mauer um Florapis bauen. Die Eltern des Prinzen sind verärgert, da sie den Bau für unnötig halten und das Volk ist entsetzt. Immerhin haben sie sich dank eines großen, auf drei Tage angesetzten Festes schnell beruhigt.

Da sogar nachts am Bau der Mauer gearbeitet werden soll, finden die Bewohner keinen Schlaf mehr. Niemand kümmert sich um die reifen Früchte und die viele Pflanzen verwelken. Die Touristen, die früher von den Bewohnern hergestellte gesunde Produkte zu schätzen wussten, bleiben wie die Kaufleute aus, mit denen ein reger Tauschhandel betrieben wurde.

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