Im Kriegsjahr 1942 wird es für die Juden in Amsterdam, das die Deutschen besetzt haben, immer gefährlicher. So auch für eine jüdische Mutter mit ihrer sechsjährigen Tochter Beatrix in dem Roman „Die letzte Haltestelle“. Als sie auf dem Weg zu einer Fluchthelferin sind, werden sie in einer Straßenbahn von deutschen Soldaten kontrolliert. Die Mutter wird abgeführt, während der Kontrolleur Lars das Kind kurzerhand als seine Nichte ausgibt. Doch wie sein Bruder Hans, der Fahrer der Straßenbahn, war er nie verheiratet und hat keine Ahnung, wie man mit einem Kind umgeht.
Nach Feierabend nehmen die beiden Brüder Beatrix mit zu sich nach Hause und vertrauen sich ihrer Nachbarin Frau Vos an. Sie sorgt dafür, dass die anderen Bewohner der Straße das Kind nicht, und Beatrix wird vorsichtshalber in katholischer Religion unterrichtet. Gemeinsam überstehen sie eine vom Hunger geprägte Zeit, da die Deutschen die Ernte beschlagnahmt haben. Im Mai 1945 werden sie von den heranrückenden Kanadiern befreit, auch die Mutter von Beatrix hat den Krieg überlebt und kann ihre Tochter glücklich in die Arme schließen.
In Finnland lebt der elfjährige Nikolas mit seinem Vater Joel, einem Holzfäller, in ärmlichsten Verhältnissen. In ihrem Haus gibt es nur ein einziges Zimmer und ein Loch hinter ihrem Haus dient ihnen als Klo. Nikolas hat keine Geschwister und sein einziger Besitz sind ein Schlitten und eine Steckrübenpuppe, die er von seiner verstorbenen Mutter bekommen hat. Da er am Weihnachtstag geboren wurde, nennt ihn sein Vater auch Weihnacht.
„Palalu die Zauberkuh“ und ihre Tochter Sue begegnen auf einer bunten Blumenwiese dem Mädchen Anneliese, die mit den Schmetterlingen gespielt hat, bis sie außer Puste geraten ist. Anneliese ist stolz auf ihre glänzenden, roten Lackschuhe, während Palalu die braunen Punkte auf ihrem Körper mag. Plötzlich stellt das Mädchen fest, dass es sich beim Spiel verlaufen hat und nicht mehr nach Hause findet. Der Tag neigt sich dem Ende und es wird immer dunkler. In der Nacht, so verkündet ihr die Kuh, kann sie von ihrer Mutter nicht mehr gefunden werden. 

Seit zwei Monaten wohnt der fast zehnjährige Max mit seiner Mutter im Altenheim Burg Geroldseck, die dort als Altenpflegerin tätig ist. Mit seinem übergewichtigen Kater Motzkopf soll er eines Tages alleine zum Tierarzt fahren. Als er sich bereits auf dem Rückweg von Dr. Blümlein zur Bushaltestelle befindet, wird er von einem Motorradfahrer in ein Gespräch verwickelt. Max, der dazu den Tierkäfig abgestellt hat und einen Weg beschreibt, sieht gerade noch, wie ein Mann Motzkopf aus dem Käfig holt und ihn in einen schwarzen Lieferwagen packt. Für Max steht fest, dass der Motorradfahrer nur ein Ablenkungsmanöver war und geht mit seiner Mutter zur Polizei. Doch Polizeimeister Poschke glaubt Max nicht, der sich sogar an einen Drachenkopf auf dem Tank des Motorrads erinnern kann.
Julia und Simon treffen sich regelmäßig in einem geheimnisvollen, verwilderten Garten, um in dem baufälligen Gartenhäuschen des scheinbar verlassenen Anwesens ihre Hausaufgaben zu machen oder dort einfach nur abzuhängen. Doch eines Tages werden sie von der resoluten Haushälterin Wilhelmine entdeckt und von dem Grundstück vertrieben. Wie Julia zufällig von ihrem Biologielehrer Harald Hartmann erfährt, gehört das Haus mit dem einzigartigen Garten Professor Quintus Zickel, der gegen einen Besuch sicher nichts einzuwenden hat. Doch aus Angst, von der Haushälterin noch einmal erwischt zu werden, trauen sich die beiden Kinder zunächst nicht mehr in das verfallene Gartenhäuschen.
Stefan Boonen erzählt in seinem Kinderbuch „Der Riese, der mit dem Regen kam“ die Geschichte des neunjährigen Albert, der mit seiner Mutter und fünf Schwestern in einem Sommerhochhaus wohnt. Wegen der dünnen Wände ist es in dem vom Einsturz gefährdenden Haus recht geräuschvoll. Albert führt dort ein tristes Leben und klagt besonders in diesen Sommerferien über Langeweile. Seiner Mutter bedeutet er nichts, und einer Mieterin, die ihren Hund regelmäßig aus der neunten Etage in einen Teich landen lässt, schimpft ihn einen Rotzbengel. Doch eines Tages zieht Kalinda mit ihrer Mutter und dessen Freund in das Hochhaus ein. Sie hoffen, nur ein paar Monate hier wohnen zu müssen, bevor sie eine bessere Bleibe gefunden haben. Auch Kalinda ist den ganzen Tag über allein und freundet sich mit Albert an.
Als die zehnjährige Rahaf und ihr neunjähriger Bruder Hassan noch mit ihren Eltern und den jüngeren Schwestern Anal und Haia in Syrien gelebt haben, hat Rahaf am liebsten mit ihrer Cousine Aycha gespielt. Aber sie und ihre große Familie lebten dauernd in Angst vor den bombardierenden Flugzeugen. Deshalb haben sich ihre Eltern zur Flucht entschlossen, was die Kinder sehr traurig gemacht hat. Notgedrungen mussten sie sich von ihren Großeltern und Freunden verabschieden. In Ägypten sind sie mit dreihundert anderen Menschen auf ein viel zu kleines Schiff gekommen. Erst während der Fahrt haben die Eltern festgestellt, dass ihnen von einer skrupellosen Schleuserbande ihr gesamtes Gepäck und sogar alles Bargeld und ihre Ausweise gestohlen wurden.