
Kriminalfall mit internationalem Sog
Schnell ist für Hauptkommissarin Verena Mayer-Galotti und ihren Kollegen André Hase klar: Der Sturz von Randolf Bock aus dem fünften Stock eines Berliner Hotels war kein Unfall, sondern Mord. Die Ermittlungen führen die beiden zu Bocks Arbeitgeber sowie zu Paul Kamm und der Table-Dancerin Martha Maaßen, deren Verhalten die Ermittler überrascht.
Eine Fotokappe mit Fingerabdrücken von Ari Kelch, gefunden unter dem Fenster des Toten, bringt Bewegung in den Fall. Bei Kelch wird belastendes Fotomaterial gefunden – er wird vorläufig festgenommen. Doch statt sich weiter als Fotograf auszugeben, behauptet Kelch nun, als Privatdetektiv gearbeitet zu haben, und bietet Mayer-Galotti seine Unterstützung an.
weiterlesenRezension: Rattenlinie Bariloche – Fiktion mit realem historischen Schatten
Iris Schubert ist Dozentin für Lyrik und alleinerziehende, chaoserprobte Mutter der dreijährigen Laura. Sie ist als Talkgast zu einer Radiosendung eingeladen, bei der sie für die Bürgerinitiative „S.O.S. Heidenruh“ Position beziehen soll. Ihr Kontrahent ist die Ferdinand-Mayer-AG und für die Kampagne „Das Erlebnisbad – ein Froschfriedhof“ ist ausgerechnet der Projektleiter Ben Schäfer ihr Gesprächspartner, der als Spezialist für Härtefälle gilt. Erst im Studio trifft sie mit ihm zusammen, was für beide eine Überraschung ist, denn sie kennen sich bereits. Das letzte Mal hat sie ihn vor 25 Jahren auf Jürgens Party nach dem Abitur im Jahr 1989 getroffen und es stand zwischen ihnen „Unentschieden“.
„Erbsünde“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe der Autorin Nika Lubitsch. In einem Geschäftshaus am Kurfürstendamm 216 in Berlin befinden sich die Räume der Krimiautorin Alice von Kaldenberg, die mit ihrem Team gelegentlich auch in dem einen oder anderen Kriminalfall ermittelt. Die arbeitslose Journalistin Judith Schilling kann den drittklassigen Minijob leider nicht ablehnen und wird vom Jobcenter für Recherchearbeiten zu der Schriftstellerin geschickt. Bei einem Bewerbungsgespräch wird ihr jedoch schnell klar, dass es sich bei dieser Arbeit nicht um eine normale journalistische Tätigkeit handelt.
Das Buch „Die Zeckenbürstenkatzentreppe“ von Andreas Schumacher beinhaltet eine Sammlung von insgesamt neunundzwanzig Kurzgeschichten und Dialogen: So fliegt ein Student nach einem eBay-Kauf nach Manila und in einer weiteren Erzählung tüfteln drei Studenten an einem neuen Geschäftskonzept. Ein Mann beobachtet seine Nachbarn mit einem Fernglas, ein anderer findet auf der Suche nach seinem Sozialversicherungsausweis allerhand Verstaubtes und wieder jemand anderes hat beim Anblick zweier „junger Dinger“ Lust auf einen Dreier. In einer Geschichte geht es um eine Beschwerde nach dem Besuch eines Irrgartens, in einer weiteren um einen verschwundenen Schüler und eine andere gibt einen kuriosen Mailverkehr wieder. Der Weg in den Urlaub stellt sich für eine Familie als der alltägliche Wahnsinn dar, ein Dichter begegnet in seinem Heizungskeller einem Waldschrat und ein Gerichtsvollzieher begibt sich vor seinem Urlaub zu einem letzten Auftrag.
Der Thriller „Frankfurt Ripper“ von Martin Olden zeichnet den Lebensweg eines Serienmörders nach. Als Kind zieht Klaus Scholz mit seiner Mutter und dem patriarchalischen Vater nach Frankfurt, wo er in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt und provoziert wird. Er verteidigt sich, doch erntet er vom sadistischen Direktor Schläge mit dem Rohrstock und vom Vater Unverständnis. Mit dreizehn Jahren wird er von der Mutter wegen weißer Flecken auf der Bettdecke geohrfeigt, für die alles Sexuelle „Schweinkram“ ist. Kurz vor seinem 59. Geburtstag wird Klaus Scholz, der seit fünfunddreißig Jahren pflichtbewusst als Systemprogrammierer gearbeitet hat, zugunsten eines Informatikstudenten gefeuert. Einfach so abserviert zu werden, stürzt ihn in eine tiefe Krise und nervös geworden, beginnt er wieder wie als Kind zu stottern.

In dem neuen Band „Koslowski und der Skorpion“ fühlt sich Rechtsanwalt Jörg Wollmeier bedroht und wendet sich deshalb Hilfe suchend an seine Kollegin Britta Craven, die ihn an den privaten Ermittler Koslowski vermittelt. Doch noch ahnt der keinen Zusammenhang zwischen diesem Auftrag und dem Mord an dem pensionierten Polizeibeamten Günter Statmann. Staatsanwalt Hans-Joachim Hollendorf, der leitende Ermittlungskommissar Hans-Werner Brehm sowie seine Kollegen Walfried Eugelink, Steffi Krämer, Ronny Liebach und Jan Sawer stehen genau wie Koslowski, der als Berater hinzugezogen wurde, vor einem Rätsel. Denn immer wieder stoßen sie, wie auch bei einem weiteren Mord im entfernten Antalya, auf Zeichnungen eines Skorpions.