Felix Blom – Ein Gauner auf dem Weg zum Meisterdetektiv

Buchcover des Kriminalromans Felix Blom: Der Häftling aus Moabit von Alex Beer

Ein ungeliebter Rückkehrer

Kriminalkommissar Ernst Cronenberg und sein Assistent Bruno Harting sind wenig begeistert über die Freilassung von Felix Blom, der drei Jahre im Zellengefängnis Moabit in Berlin verbracht hat. Zuvor war Blom an ein ausschweifendes Leben und maßgeschneiderte Kleidung gewöhnt. Obwohl er weiterhin behauptet, zu Unrecht wegen eines nicht begangenen Einbruchs verurteilt worden zu sein, sind die Kommissare überzeugt, dass er der Täter war und den entwendeten Schwarzen Adlerorden irgendwo versteckt hat.

Ein rätselhafter Todesfall

Unterdessen werden Cronenberg und Harting zu einem Toten in die Charité gerufen. Dort liegt der aus Dresden stammende Julius Jacobi, der sich augenscheinlich selbst eine Kugel in den Kopf geschossen hat.

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Mörderische Hitze von Daniel Izquierdo-Hänni

Alapont ermittelt in Valencia!

Mörderische HitzeDer Poniente, oder Ponentá, wie ihn Daniel Izquierdo-Hänni in seinem Kriminalroman Mörderische Hitze* in korrektem Spanisch nennt, ist ein für die an der spanischen Atlantikküste lebenden Andalusier ein willkommener, die Sommertemperaturen abkühlender Wind. Für die an der Mittelmeerküste gelegenen Orte bedeutet das jedoch, dass das Thermometer nicht selten auf vierzig Grad oder darüber steigt. So leidet auch der Protagonist Vicente Alapont, der seinen Job als Inspektor der Policía Nacional aufgrund einer nicht verarbeiteten Niederlage aufgegeben hat, unter dieser Hitze. Seit seiner Dienstquittierung ist der geschiedene Vater zweier Kinder als Taxifahrer in Valencia unterwegs. Nachdem Alapont einen seiner Fahrgäste im Hotel Del Sol abgesetzt hat, stellt er fest, dass dieser ein Motorola-Handy im Taxi zurückgelassen hat. Zum Dank für die Rückgabe lädt dieser Alapont auf einen Drink in die Hotelbar ein. In zwei Tagen soll er ihn wieder abholen und zur Fähre nach Mallorca bringen.

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Land unter Schnee von Julia Heinecke

Land unter SchneeAn Weihnachten 1978 führte ein äußerst seltenes Wetterphänomen zu einem Ereignis, das besonders den Norden Deutschlands betraf und als die Schneekatastrophe in die Geschichte eingehen sollte: Massive Stromausfälle, abgeschnittene Dörfer, entgleiste Züge, Deichbrüche an der Ostsee und Menschen, die bei eingefrorenen Wasserleitungen in klirrender Kälte verharrten. Oftmals warteten Angehörige auf ein Lebenszeichen, da die Telefonleitungen nicht funktionierten und Handys erst Jahre später auf den Markt kamen. Vor dem Hintergrund dieser sich anbahnenden Katastrophe handelt der Roman Land unter Schnee* von Julia Heinecke.

Der in Söreby praktizierende Landarzt Doktor Hans-Peter Fink feiert mit seiner Ehefrau Rena, den drei Kindern, Renas Eltern sowie ihrer kinderlosen Schwester Sibylle und Ehemann Thomas das Weihnachtsfest. Am 28. Dezember geht der seit den Morgenstunden einsetzende Regen bereits in Eisregen über, der Wind nimmt zu und schon am späten Nachmittag setzt heftiger Schneefall ein.

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Stille Nacht, keiner wacht von Maria Publig

Stille Nacht, keiner wachtIm Jahr 1868 wurden von behördlicher Seite die ehemaligen Wald-, Wein-, Most- und Industrieviertel im nordwestlichen Teil von Niederösterreich durch politische Bezirke ersetzt, und obwohl sie heute keine administrative Bedeutung mehr haben, werden die historischen Regionalbezeichnungen von den Bewohnern bis heute so verwendet. Im Waldviertel will auch die aus Wien angereiste Protagonistin Walli Winzer, Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit, im Roman Stille Nacht, keiner wacht* bei der Familie ihrer besten Freundin Lena Breitenecker das Weihnachtsfest verbringen. Dort besitzt sie in Großlichten einen Reiterhof, an dessen Stelle ein Wellnesshotel gebaut werden sollte und dessen Verhinderung ihr der Journalist Harry Kain auch zum Vorwurf macht.

Im vergangenen Sommer, so ist zu lesen, hat es in Großlichten einen männlichen Schönheitswettbewerb gegeben, den Josi Hütter gewonnen hat, der in diesem Jahr als Weihnachtsmann die Geschenke verteilen soll.

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Karpfen, Kerzen, Kohleofen von Margit Kruse

Karpfen, Kerzen, KohleofenMargit Kruse stellt in ihrem Buch Karpfen, Kerzen, Kohleofen* 24 Weihnachtskrimis aus dem Ruhrpott vor, wobei die Handlungsorte Bad Sassendorf und Meschede schon außerhalb des Ruhrgebietes liegen. Ansonsten sind die Kurzkrimis über den gesamten Ruhrpott, wie die Region von den Einheimischen genannt wird, angesiedelt. Und zwar nicht nur in den großen Metropolen Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum oder Essen, sondern auch in Buer, Westerholt, Erle, Scholven und Horst, wobei Margit Kruse natürlich auch vom Leben in den alten Bergbausiedlungen zu berichten weiß. Wer ihre Romane kennt, freut sich in einigen der Geschichten auf ein Wiedersehen mit der privaten Ermittlerin Margareta und ihrem Freund Kriminalhauptkommisar Thomas Scheffel in Buer, der zu Margaretas Seelenfrieden in einer getrennten Wohnung lebt.

In den mit reichlich recherchiertem Lokalkolorit versehenen Weihnachtskrimis rieselt, wie zu erwarten, nicht nur leise der Schnee, sondern es wird fremdgegangen, was das Zeug hält. Um einen Seitensprung oder ein länger bestehendes Techtelmechtel zu vertuschen, wird auch schon mal ein Mord in Kauf genommen.

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Da wo sonst das Gehirn ist von Sebastian Stuertz

Da wo sonst das Gehirn istDie siebzehnjährige Alina Beinert wurde an ihrer alten Schule von ihren Mitschülern gemobbt, und nach einem Horrorjahr am Gymnasium wechselt sie für das Abschlussjahr an eine Freie Kreativschule. Das neue Schuljahr beginnt mit einem Klassenabend, an dem sich Lehrer, Schüler und Eltern kennenlernen können. Alina bittet ihre Mutter Ulli, die beruflich als Clown und gelegentlich als Putzfrau arbeitet, bei dem Treffen keine peinlichen Zaubetricks vorzuführen. Nachdem ein Nerd namens Corvin mangels weiterer Bewerber einstimmig zum Klassensprecher gewählt wurde, wird Alinas Mutter und Corvins Vater Urs Carstensen, der ein Auge auf die vollbusige Ulli geworfen hat, zum Festkomitee gewählt, das die Weihnachtsfeier organisieren soll. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, denn auch Ulli hat Gefallen an dem attraktiven Urs gefunden.

„Der freie Freitag“ ist zur persönlichen künstlerischen oder handwerklichen Entfaltung der Schüler gedacht. Dabei geht es um die kontinuierliche Arbeit an einem Langzeitprojekt, das vor den Winterferien den Eltern präsentiert werden soll.

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Das Wunder von Bahnsteig 5 von Clare Pooley

Das Wunder von Bahnsteig 5Während ihrer vielen Reisen, die Clare Pooley in Bussen, Bahnen und auch in der Londoner U-Bahn verbrachte, hat sie sich gefragt, was wohl gewesen wäre, wenn sie mit dem einen oder anderen Fahrgast, dem sie immer wieder begegnet ist, eine Unterhaltung geführt hätte. Oft sieht man sich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit oder dem Heimweg, aber in der Anonymität weiß man nichts über seine Mitmenschen, kennt weder ihre Sorgen, noch teilt man mit ihnen ihre Freuden. Für ihren Roman Das Wunder von Bahnsteig 5* hat die Autorin ein solches Szenario mit sechs Handlungspersonen erschaffen, die sich regelmäßig zwischen London Waterloo und Hampton Court begegnet sind:

Die siebenundfünfzigjährige Iona, die seit über drei Jahrzehnten mit Bea verheiratet ist, hat mit 36 Minuten die längste Fahrstrecke und besetzt mit ihrer Französischen Bulldogge Lulu stets ihren Lieblingsplatz.

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Ein Leben zwischen Misstrauen, Verlust und Hoffnung – Die Rotte von Marcus Fischer

Buchcover: Die Rotte

Ein abgelegener Hof und ein rätselhafter Todesfall

Elfi Reisinger lebt mit ihren Eltern Lisbeth und Hannes auf dem Reisingerhof, der umgeben ist vom Schwarz-, Schneeberger-, Firnbichler- und Eitlerhof sowie einer Kapelle. In dem abgelegenen Dorf Ferchkogel am See wird eines Tages Hannes vermisst. Walter Schneeberger findet ihn im Schwarzbach liegend, doch als er die Gendarmen zu dem Toten führen will, wurde dieser bereits von der Strömung in den Ferchkogelsee unter das Eis getrieben.

Lisbeth ist entschlossen, den Hof zu halten und ihn gemeinsam mit ihrer Tochter Elfi zu bewirtschaften. Dass ihr die Rotte vom Ferchkogel Unterstützung anbietet, macht sie nur misstrauisch. Besonders Martha Firnbichler zeigt sich plötzlich freundlich und bietet an, Lisbeth mit dem Auto zur Kirche in Anger zu fahren – ein beschwerlicher Fußweg von einer halben Stunde.

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Dolce Vita ohne Dieter von Cristina Externest

Dolce Vita ohne DieterSeit die Bücherei vor vier Jahren geschlossen wurde, in der Susanne als Bibliothekarin gearbeitet hat, füllt sie ihr Leben als Hausfrau an der Seite ihres Ehemannes Dieter nicht mehr aus. Zudem legt ihr Mann, mit dem sie fünfzehn Jahre verheiratet ist, keinen Wert auf die Art von Urlaub, die ihr gefallen könnte. Seit sie in einem Buch über das glamouröse Leben der Protagonistin in Venedig liest, träumt Susanne von einem Urlaub in der Toskana. Doch anstelle einer erhofften Wochenendreise nach Italien bekommt sie zu ihrem vierzigsten Geburtstag von Dieter eine vollautomatische Brotbackmaschine!

Susanne trifft sich regelmäßig mit ihren Bekannten im Buchclub. Vanessa, die Nichte eines Mitglieds, kommt eines Tages dazu und behauptet, dass sie jeden Ehemann zum Fremdgehen überreden kann. Obwohl Dieter oft lange in seiner Kanzlei als Steuerberater arbeitet und viel an seiner Frau auszusetzen hat, trifft das nach Überzeugung von Susanne auf ihn nicht zu.

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Erbgut von Bettina Scheiflinger

ErbgutBettina Scheiflinger stellt in ihrem Debütroman Erbgut* drei scheinbar voneinander unabhängige Familien vor, deren Verflechtungen sich dem Leser erst im weiteren Handlungsverlauf, und selbst dann nur bruchstückhaft offenbaren. So wird die Ich-Erzählerin in verschiedenen Stadien ihres Lebens vorgestellt. Diese berichtet von ihrer älteren Schwester Anna, ihren beiden Wohnungen in Wien und der Schweiz, einer Liebe und der Sorge, dass sie die Gene ihrer an Krebs erkrankten Mutter geerbt haben könnte.

In einer anderen Familie steht Johanna im Vordergrund, die nach ihren Kindern Frieda und Inge während eines Bombenalarms im Krieg Arno zur Welt bringt. Ihr Ehemann Franz ist im britischen Gefangenenlager und als er heimkommt, ist er dem Jungen fremd. Dieser lernt ihn nur als gewalttätigen Vater kennen. Als Erwachsener zieht es Arno nach Beendigung seiner Ausbildung in die Welt.

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