Emma Laakmann arbeitet als Dolmetscherin in West-Berlin und ist mit dem Dozenten Julius verheiratet. Sie leidet unter den Folgen einer Fehlgeburt und wünscht sich sehnlichst ein Kind. Nachdem sie in einem Waisenhaus übersetzt hat und nach Hause fahren will, hat sich ein verängstigter Junge in ihrem Auto versteckt. Emma kann Luca immerhin zur Rückkehr ins Heim überreden und verspricht ihm, ihn wieder zu besuchen. Ihre in einem Heim aufgewachsene Zwillingsschwester Alice Weiß, von der Emma nach der Flucht aus Ostpreußen lange getrennt war, hat mit Rechtsanwalt Max die achtjährige Tochter Lisa. Um ihr ein Familieneben zu ermöglichen, haben sie geheiratet, allerdings nicht aus Liebe.
Als am 2. Juni 1967 anlässlich des Schahbesuchs demonstrierende Studenten auf die Straße gehen, kann Alice mit Hilfe ihres Journalistenstatus einem Demonstranten, auf den die Polizei einprügelt, das Leben retten. Zu ihrem Erstaunen kennt sie ihn sogar: Es ist Fritz Uhlig, der wegen einem von ihr begangenen Fehler vier Jahre in der DDR inhaftiert war.
Johann Baptista Herrenberger, genannt Konstanzer Hans, ist Ende des 18. Jahrhunderts schon zu Lebzeiten eine Legende im Schwarzwald. Als Räuber wird er gefürchtet und bewundert, und seine Raubzüge führen ihn vom Bodensee über die nahegelegene Schweiz bis in die Rheinebene am Hochrhein. Er wurde 1759 in Oppenau als Sohn eines Flickschusters geboren, und da der Lohn des Vaters nicht reicht, um die Familie zu ernähren, muss er schon als Kind betteln gehen. Hans hasst das Betteln und deshalb lässt er sich im Alter von acht Jahren an einem Markttag in Oberkirch von seinem Freund Jakob zu einem Diebstahl überreden. Doch Hans wird auf der Flucht gefasst. Sein Vater, der alte Konstanzer, wie der Flickschuster von den Leuten genannt wird, ist über den von seinem Sohn begangenen Diebstahl sehr aufgebracht und er will ihm zeigen, wie er einmal enden wird, wenn er nicht mit dem Stehlen aufhört. Eines Morgens weckt er Hans in aller Frühe, um mit ihm nach Oppenau zu gehen, wo an diesem Tag eine Hinrichtung stattfindet. Hans soll mit eigenen Augen sehen, wie ein Dieb am Galgen endet.
Der zweite Band
Zu ihrem zweiunddreißigsten Geburtstag bekommt Lucille von ihrer geliebten Granny Sylvie zwei Nächte in einem Pariser Hotel geschenkt. Allerdings knüpft die fast Neunzigjährige daran die Bedingung, dass ihre Enkelin schon morgen aufbricht und das von Dior entworfene Kleid Maxim mitbringt, das sie einer alten, inzwischen gestorbenen Freundin geliehen hatte. Deren Tochter Véronique würde Lucille bereits erwarten.
Der historische Roman
Bei der Kriminalpolizei in Münster meldet sich eine alte Dame, die behauptet, dass sie von jemand in ihrem Haus in Horstmar beobachtet wird, der ihr nach dem Leben trachtet. Obwohl Hauptkommissarin Tanja Terholte und ihr Kollege Jens Förster vermuten, dass die Anruferin dement ist, fährt Tanja nach der Arbeit bei Regina Delgen vorbei, zumal sie selbst auch in Horstmar wohnt. Während des Gesprächs empfiehlt sie der alten Dame den Einbau einer Alarmanlage, womit sie den Fall für abgeschlossen hält.
Nachdem der in Berlin von der Kriminalpolizei gesuchte Léon Saint Clair von seiner Freundin Konstanze Geld entwendet hat und in den „Untergrund verschwinden“ muss, hat es ihn nach Chur verschlagen, wo er im Hotel Schneeleopard unterkommt. Auf Léon, der eine Vorliebe für Kaschmir Pullover hat, übt der Herrenausstatter Tomasz Wrobel eine „unerklärliche Anziehungskraft“ aus. Als er ihn zufällig in einem Restaurant trifft, freut er sich über die Zusage, bei Wrobel ein Praktikum machen zu dürfen. Allerdings muss er sich eine neue Bleibe suchen, da ihm die Suite im Hotel gekündigt wird.
Sandra ist gerade einmal achtzehn, im ersten Jahr in der Ausbildung zur Physiotherapeutin und immer knapp bei Kasse, als sie den fünfundzwanzigjährigen Ronnie Renner kennenlernt. Ronnie betreibt einen Zweite-Hand-Laden, in dem er ausgemusterte, von ihm reparierte und wieder auf Vordermann gebrachte elektrische Geräte, hauptsächlich Unterhaltungselektronik und Computer, verkauft. Sein Laden gilt als Geheimtipp in der Stadt und Sandra, die auf der Suche nach einem preiswerten Plattenspieler ist, den sie ihrem Vater zum Geburtstag schenken möchte, besucht auf Empfehlung ihrer Schwägerin seinen Laden. Allerdings hat Ronnie im Moment keinen Plattenspieler in seinem Angebot, und Sandra kommt in den darauffolgenden Tagen nicht dazu, noch einmal nachzufragen.
Sarah Pauli, Herausgeberin und Chefredakteurin vom Wiener Bote, hört morgens im Radio von einem Doppelmord im Stadtpark, woraufhin sie sich sofort dorthin begibt. Chefermittler Martin Stein vom Landeskriminalamt Wien, mit dem sie sich gut versteht, verrät ihr, dass es sich bei den durch Messerstiche getöteten und auf einer Parkbank drapierten Toten um den bekannten Dirigenten Marko Teufel und seine wesentlich jüngere Geliebte Jasmin handelt. Nun liegt es an Martin Stein, Ruth die Nachricht vom Tod ihres Ehemannes zu überbringen, wobei bekannt ist, dass sie vor dreizehn Jahren ihren ersten Ehemann durch einen Fenstersturz verloren hat. Martin Stein ist überrascht, dass Ruth von dem Verhältnis ihres Mannes Kenntnis hatte und ihr sogar anonym Fotos dieser Liaison zugegangen sind. Ohnehin, so bekennt sie, hätte er ständig eine Affäre gehabt.
Im zweiten Band