Was, wenn ein Paar nach vierzigjähriger Ehe feststellt, dass jeder von ihnen noch einen Traum hat, der aber nicht kompatibel mit dem des Partners ist? Genau das geschieht den Protagonisten in dem Roman Glück für Wiedereinsteiger* von Carla Berling: Thea Schmidt ist wie Ronny am ersten Januar geboren und hat dieselbe Schule wie er besucht. Beide haben bei der Sparkasse eine Ausbildung gemacht, in der sie nunmehr halbtags arbeitet und ihr Ehemann Filialleiter ist. Sie sind glückliche Eltern von drei Töchtern, haben zwei Schwiegersöhne sowie fünf Enkelkinder. Ihren vierzigsten Hochzeitstag, der gleichzeitig ihr sechzigster Geburtstag sein wird, wollen sie groß im Rheinhotel feiern. Sie planen eine Mottoparty rund ums Kino und wollen neben ihren Verwandten auch die alten Freunde einladen, die schon zu ihrer Hochzeit dabei waren.
Doch die Besuche bei den ehemaligen Freunden geben dem Paar zu denken. Oberflächlich wollen diese den Schein wahren, in Wirklichkeit aber belügen sie sich und machen sich gegenseitig etwas vor.
Frank Berger hat gerade seinen Job verloren und viel Zeit, denn er hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Da sich niemand für seine Fotos von einem Urlaub in Venedig interessiert, kommt ihm die Idee, dass jeder Fotos besitzt, die keiner sehen will. So gibt er eine Anzeige auf: “Sehe mir gegen Honorar mit regem Interesse Ihre Urlaubsfotos an.” Keine halbe Stunde, nachdem die Anzeige online ist, bekommt er bereits den ersten Auftrag, bei dem er das Leben seines Kunden in fünftausend Fotos betrachten darf. Während dieser Zeit sind zwanzig neue Aufträge auf seinem Handy eingegangen. Er hätte niemals gedacht, dass sich durch Nichtstun so viel Geld verdienen lässt.
Daphne Vincent ist überglücklich, als ihr Peter Collins einen Heiratsantrag macht. Sie lässt in Richmond ihre Freunde, Wohnung sowie Job zurück und zieht in das von Peter gekaufte Haus nach Michigan. Während er seinen Junggesellenabschied feiert und Daphne brav zu Hause bleibt, feiert ihre beste Freundin Petra Comer mit. Doch nach Peters Rückkehr ist die Welt für Daphne eine andere, denn er gesteht ihr, sich in Petra verliebt zu haben. Daphne soll sein Haus verlassen. Nur, wo kann sie auf die Schnelle unterkommen? Ihr bleibt nichts anderes übrig als Miles Nowak zu fragen, ob bei ihm noch ein Zimmer frei ist, nachdem seine Freundin Petra ihn für Peter verlassen hat.
Laura Lumatti erhält von ihrem ehemaligen Auftraggeber Sebastian Distler einen Anruf betreffend Schwarzgeldgeschäft und Schmuggel mit der Vorgabe, in den Mülleimer zu schauen, wo sie einen Revolver und viel Geld entdeckt. Beides wäre von der Firma, sie solle sofort damit fliehen und die Stadt verlassen, da sie unter Mordverdacht stände. Tatsächlich sieht sie schon vor ihrem Haus die Polizei vorfahren und verlässt überstürzt durch den Hintereingang ihre Wohnung. Ohne Papiere und nur mit etwas Bargeld ausgerüstet flieht sie aus Angst, wieder im Gefängnis zu landen, mit dem Zug von Nürnberg nach Stuttgart, wo ihr ehemaliger Freund Sven De Luca wohnt, den sie vor Jahren verlassen hat.
Der Kunsthistoriker Peter Lindke bewohnt seit kurzem mit seiner Frau Kee und den beiden Söhnen Tristen und Ewan ein Reihenhaus in einem sozial gemischten Quartier inmitten von Sozialwohnungen aus den achtziger Jahren. Die Stadt hatte einen Teil der alten Mietshäuser abgerissen und an deren Stelle einige schicke Reihenhäuser gebaut, um Wohnraum für Besserverdienende zu schaffen. Das Neubauprojekt soll das Viertel verbessern und dafür sorgen, dass gut ausgebildete Familien in Rotterdam bleiben. Peter arbeitet als Kurator der Abteilung für niederländische Barockmalerei am örtlichen Museum, seine Frau Kee ist eine erfolgreiche Illustratorin. Doch in ihrer Ehe kriselt es, denn während Kee sich auch noch um den Haushalt und die Kinder kümmern muss, vergräbt sich Peter in seiner Arbeit.
Die ersten beiden Teile der Trilogie umfassen die Freundschaft der Frauen Gesa, Margot und Inge in den Jahre von 1926 bis 1955, woran der Roman
Riekje Johannsen ist zu ihrem Freund Martin gezogen, der bei seinem Vater als Makler arbeitet und auf Norderney ein Haus mit Ausblick auf den Weststrand besitzt. Die Vereinbarung der beiden sieht so aus, dass Riekje keine Miete zahlen muss, dafür aber den größten Teil des Lebensunterhaltes plus Nebenkosten für das Haus übernimmt. Während sie aus Anlass des 30. Geburtstages von Martin hofft, an dem Abend von ihm zum Essen ausgeführt zu werden und einen Heiratsantrag bekommt, ist sie umso enttäuschter, dass er den Abend mit seinen Freunden verbringen will. Zudem nehmen die Spannungen zu, da in der Haushaltskasse permanent Ebbe herrscht, weil Martin seit Monaten seinen Anteil nicht überwiesen hat.
Nachdem Lee Uhwan gelernt hat, wie die Knochensuppe zubereitet wird und er die erforderlichen Zutaten besorgt hat, ist sein Auftrag erfüllt und er kann mit dem Boot zurück in die Zukunft reisen. Doch in letzter Sekunde entschließt er sich, hier in dieser Zeit, an diesem Ort zu leben. Dabei hat er nicht bedacht, dass seine zwölf Mitreisenden zu Tode kommen, wenn er die Luke des Bootes plötzlich öffnet. Als Uhwan in das Lokal „Busaner Knochensuppe“ zurückkehrt, sind im Fernsehen zahlreiche Tote zu sehen, die von den Wellen an den Strand gespült wurden. Erst jetzt wird ihm bewusst, was er getan hat. Um weiterhin in Busan leben zu können, braucht Uhwan eine Idendität und deshalb wendet er sich an den Immobilienmakler Park Jongdae, der die Probleme der aus der Zukunft kommenden Zuwanderer aus eigener Erfahrung kennt und ihnen dabei hilft, ein neues Leben führen zu können.
Nach dem Tod ihres Ehemannes lebt die fünfundsiebzigjährige Elisa Krull alleine in ihrem Fachwerkhaus in Otterndorf im Hadelner Land. Es ist Tradition, dass ihr Sohn Immo mit seinem Sohn Tobias und seiner Lebensgefährtin jedes Jahr zum Erdbeertag zu Besuch kommt. Elisa hat auch schon die Betten bezogen, eine beschwipste Erdbeertorte sowie einen Erdbeerkuchen und einen -kranz gebacken. Um so enttäuschter ist sie, als Immo nur mit Gesa kommt, weil Tobias ein Handballspiel hat. Genau das ist auch der Grund, weswegen die beiden schon nach kurzer Zeit wieder aufbrechen, um pünktlich zum Spiel in Köln zu sein.
Die Anwältin Barbara und ihr Ehemann, der Publizist Gernot Maienfeld, leben in einer großzügigen Eigentumswohnung in Stuttgart, die sie Ende der 1980er Jahre gekauft haben. Als Barbaras Eltern kurz nacheinander verstorben sind, hat sie völlig unerwartet einen Teil des Millionenvermögens aus deren Textilfabrik geerbt. Obwohl sie die Erbschaft zunächst ausschlagen wollte, hat Gernot sie überredet, mit einem Teil des Geldes einige Organisationen zu unterstützen. Doch das ausschlaggebende Argument für sie war, dass sie sich mit dem Geld eine kleine Wohnung in Stuttgart, Frankfurt oder München leisten könnten. Die Aussicht, aus dem alten Haus in Buchsweiler auszuziehen und wieder in einer Stadt zu leben, war zu verlockend.