Die gebürtige Wienerin Elena Martell hat nach dem Tod ihres Mannes Sizilien zu ihrer zweiten Heimat gemacht. Als Reiseleiterin für eine kleine, aber feine Agentur betreut sie exklusive Reisegruppen, mit denen sie Sizilien bereist, um ihnen die Sehenswürdigkeiten der Insel zu zeigen.

Bei einer Besichtigung der griechischen Tempelruinen von Selinunte kommt in ihrer 13-köpfigen Reisegruppe der Oberstudienrat Eck durch einen Steinbrocken zu Tode, was zunächst nach einem Unfall aussieht. Sigismund Eck hatte sich im Verlauf der Reise als ein echtes Ekel entpuppt, so dass ihm auch keiner der Mitreisenden, erstaunlicherweise nicht einmal die Ehefrau, nachtrauert.

Doch Commissario Giorgio Valentino will nicht an einen Unfall glauben und vermutet einen Mord, den er aber leider nicht beweisen kann. So muss der Commissario auf Anordnung seines Vorgesetzten die Ermittlungen einstellen und den Mord als Unfall abtun.

Durch Zufall entdeckt Elena in einem Hotel einen vermeintlichen Kunstdruck einer Maddalena, die ihr bekannt vorkommt. Wie sich herausstellt, handelt es sich um eine sehr gute Kopie eines Bildes aus dem Besitz des Grafen Villadicani, mit dessen Frau Amalia sie befreundet ist. So kommen sich Elena und der gutaussehende Commissario Valentino nicht nur näher, sondern auch auf die Spur einer spektakulären Kunstfälschung, die vermutlich in Verbindung mit dem Mord steht…

In ihrem Roman Das Lächeln der Maddalena hat Eva Gründel gekonnt viele interessante Informationen über Kunst und Kultur, sowie ihr Insiderwissen über Sizilien in einen Kriminalroman eingebracht, der keine Langeweile aufkommen lässt. Denn was sich zunächst wie ein Reiseroman mit liebevollen, herrlichen Schilderungen liest, entwickelt sich zu einem spannenden Kriminalfall, dessen Auflösung der Leser entgegenfiebert. Das Buch ist die perfekte Lektüre für einen Sizilienurlaub, aber auch für jeden, der echtes Sizilien-Feeling zu Hause genießen möchte.

Eva Gründel, Das Lächeln der Maddalena, Molden Verlag 2010, Hardcover mit Schutzumschlag, 351 Seiten, ISBN 978-3-85485-256-8, Preis: 19,95 Euro.

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Über den Autor: Michael Petrikowski

Ich lese seit über 45 Jahren Sachbücher aus unterschiedlichen Wissensgebieten und über diverse Themen. Meine große Leidenschaft gehört allerdings der zeitgenössischen Literatur, wobei mein Hauptinteresse den deutschsprachigen Autoren gilt. Erich Maria Remarque, Hans Fallada, Heinrich Böll und Günter Grass, um nur einige Autoren zu nennen, haben mich in meiner Jugend geprägt. Seit 2008 schreibe ich kurze und prägnante Buchbesprechungen über Belletristik sowie über Sachbücher zu verschiedenen Themen.

1 Kommentar

  1. „Das Lächeln der Maddalena“ ist wirklich eine sehr schöne Geschichte. Sie hat mich auf meinen anstehenden Italienurlaub eingestimmt.

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