Sachbuch „Penis!“ – Ein ehrlicher, aufklärender Blick unter die Gürtellinie

Cover von Penis! von Nadine Beck und Tim Berkels

Einstieg mit Humor und Neugier

„Hallo du!“ – so beginnt das Buch Penis!, in dem das „beste Stück“ den Leser direkt anspricht. Die Sexualpädagog:innen Nadine Beck und Tim Berkels wecken mit diesem ungewöhnlichen Einstieg Neugier auf den weiteren Verlauf. Bereits auf der ersten Seite wird deutlich: Über den Penis kursieren zahlreiche Fake News, und das Autorenteam verspricht, sämtliche Geheimnisse rund um das Thema zu lüften.

Von der Embryonalphase bis zur Pubertät

Der erste Abschnitt widmet sich der Entwicklung des Penis: Schon in der embryonalen Phase entscheidet sich anhand der im Spermium enthaltenen Chromosomen, ob aus dem Genitalhöcker eine Klitoris oder ein Penis entsteht. Dieser verändert sich – ebenso wie die Hoden – erst in der Pubertät und ist Gegenstand zahlreicher Namensgebungen.

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Sachbuch „Vulva!“ – Aufklärung mit Tiefgang und Humor

Cover von Vulva! von Nadine Beck und Rosa Schilling

Von Alltagsbegriffen zur Embryonalentwicklung

Nach der Erläuterung umgangssprachlich verwendeter Namen für die Vulva erklären Nadine Beck und Rosa Schilling in ihrem Sachbuch Vulva! die embryonale Entwicklung der Genitalien – Vulva und Penis – sowie von Hoden und Eierstöcken. Es folgt ein Kapitel über die steuernden Hormone, die für die Veränderungen während der Pubertät verantwortlich sind, ergänzt durch wichtige Hygienetipps. Die Autorinnen thematisieren die ungerechten Unterschiede zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit und erläutern die gegensätzlichen Bedeutungen der Silben „trans“ und „cis“, die Hinzufügung eines Sternchens sowie den Begriff „Gender“.

Anatomie verständlich gemacht – mit Illustrationen

Spätestens ab diesem Punkt sind die Illustrationen von Sandra Bayer unverzichtbar. Sie stellt die äußeren und inneren Vulvalippen, Klitorisvorhaut und -eichel, Frenulum, Vaginalöffnung, Fourchette, Damm und Anus übersichtlich dar – ergänzt durch erläuternde Texte der Autorinnen.

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Kindgerechte Aufklärung: „Robin kennt sich aus“

Cover von Robin kennt sich aus Mareike Brede und Cornelia Lindner

Ein Morgen voller Fragen

Nachdem Robin aufwacht, geht er ins Badezimmer, das bereits von seiner Mutter besetzt ist. Trotzdem bittet sie ihn herein, da sie nur ihre Tasse ausleeren müsse. „Eine Tasse?“, fragt sich Robin. „Trinkt Mama etwa Tee im Bad?“ Zur Antwort erhält er, dass sie ihr Menstruationsblut ausleert. Aber was ist das?

Geduldig zeigt die Mutter Robin die Tasse, mit der sie jeden Monat Blut und Schleim aus der Vagina auffängt, um Flecken in der Unterhose zu vermeiden.

Gespräch mit dem Vater

In der Küche fragt Robin seinen Vater, der ihm erklärt, dass es für das Wort „Menstruation“ auch die Bezeichnung „Periode“ gibt.

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Wenn es Abend wird im Wald – Geschichten von Bär Brumm und seinen Freunden

Cover von Wenn es Abend wird im Wald von Kaisa Happonen und Anne Vasko

Bär Brumm und die Frage nach der Schlafenszeit

Bär Brumm wandert, wohin er will, und schläft, wann es ihm beliebt. Als sich ein Schmetterling auf einem Preiselbeerstrauch neben ihm niederlässt, fragt der Bär ihn, woher er weiß, wann Schlafenszeit ist. Der Feuerfalter antwortet, dass es vom Sonnenschein abhänge – denn manchmal bleibe das Licht in Bäumen und Sträuchern stecken. Schließlich rät der Schmetterling dem Bären, einen Nachtfalter zu fragen, da er als Tagfalter selbst keine Antwort mehr weiß. So beginnt eine Reise durch den Wald, bei der Bär Brumm auf Tiere trifft, die alle ihre eigene Sicht auf den Abend haben.

Der Elch auf der Lichtung

Am nächsten Morgen fragt Bär Brumm den Elch, warum er immer am selben Fleck steht. Der Elch erklärt, dass er am liebsten über die Lichtung bis zum neuen Wald dahinter gehen würde.

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Foxlight – Zwei Schwestern auf der Suche nach Herkunft und Heimat

Cover von Foxlight von Katya Balen

Im Leuchtturm mit dem Foxlight

Die Zwillingsschwestern Fen und Rey wurden als Babys von Lissa aufgenommen. Von ihr erfuhren sie, dass sie die beiden inmitten von Füchsen gefunden hatte, die sie offenbar vor dem Frost geschützt hatten – tief im Wildland. Gemeinsam mit Alex, Jasmine, Alice, Robin, Zaki und dem Baby Inigo – allesamt Kinder ohne Eltern, die von Lissa versorgt werden – leben Fen und Rey in einem Leuchtturm mit einem magischen Fuchslicht, dem sogenannten Foxlight.

Ein Fuchs als Zeichen

Eines Tages bemerken die Schwestern einen Fuchs. Rey vermutet, dass es ein Zeichen sein muss, wenn sich ein Fuchs dem Leuchtturm nähert.

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Baobab von Ada Diagne – Ein poetisches Jugendbuch über Erinnerung, Herkunft und Widerstand

Cover von Baobab von Ada Diagne

Ein Kind aus dem Sturm

Als ein heftiger Sturm ein westafrikanisches Dorf bedroht, versuchen die Bewohner, ihr zunehmend aufgewühltes Vieh zu retten. Inmitten der Unruhe wird ein Boot mit einem weißen Baby in der Lagune angespült. Madame Oumou, Vorsitzende des Ältestenrates, sieht darin die Wiederkehr traumatischer Erinnerungen an die „Weißen Soldaten“ aus dem Nordland, deren Ankunft einst eine Zeit des Schreckens brachte. Sie fordert, das Kind zurück ins Meer zu schicken – doch Mutter Fatou widersetzt sich mutig und nimmt das Mädchen, das fortan Zeyna heißt, bei sich und ihrer Familie auf.

Rückblicke unter dem Affenbrotbaum

Hundert Jahre zuvor erzählt die zwölfjährige Ava den anderen Kindern Geschichten unter ihrem geliebten Baobab-Baum.

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Faszination Wale – Ein Kinderbuch voller Wissen, Neugier und Abenteuer

Cover von Faszination Wale von Michael Stavarič

Ein überraschender Einstieg: Vom Empire State Building zu den Meeresgiganten

Um eine passende Einleitung für sein Kinderbuch Faszination Wale zu finden, beginnt Michael Stavarič seine Ausführungen mit einem Besuch des Empire State Buildings in New York. Ihm zufolge war das Gebäude mit einem Ankerplatz für Zeppeline ausgestattet, deren Form den bereits als Kind von Meeresbiologie begeisterten Autor an Wale erinnerte.

So erstaunlich das auch klingt – Forscher sind sich sicher: Wale stammen ursprünglich von Huftieren ab, die einst an Land lebten. Aus Beinen wurden über die Evolution Flossen. Stavarič erklärt, wie Wissenschaftler der Erkenntnis auf die Spur kamen, dass alles Leben auf der Erde ursprünglich aus dem Ozean stammt, und belegt dies mit dem Embryonalstadium des Menschen.

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Mabelle – Ein poetisches Bilderbuch voller Geheimnisse und Fragen

Cover von Mabelle von Matías Acosta

Erste Erkundungen in der Natur

Die Protagonistin Mabelle ist erst kürzlich in ein Haus außerhalb der Stadt gezogen. Matías Acosta stellt das Haus in seinen Illustrationen einsam in eine hügelige Landschaft gebettet dar. Mit dem Fahrrad erkundet das Mädchen die Umgebung und fährt einen Waldweg entlang, auf dem im Vordergrund kleine Blumen blühen. Besonders gerne besucht sie eine Wiese mit wilden Ringelblumen und kniet vor den wie Gold schimmernden Pflanzen nieder. Sie betrachtet sie eingehend und flüstert ihnen Geheimnisse zu. Auf dem Rückweg trägt sie einen Strauß Blumen im Fahrradkorb.

Das plötzliche Verschwinden der Ringelblumen

Eines Morgens kehrt Mabelle zu dem Feld zurück – doch die Ringelblumen sind verschwunden. Die einst farbenfrohe Wiese ist nun kahl und braun.

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Die weiße Laterne – Shaw Kuzkis bewegender Jugendroman über Erinnerung und Verlust

Ein literarischer Blick auf die Folgen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Cover von Die weiße Laterne von Shaw Kuzki

Historischer Hintergrund und Mahnung

Shaw Kuzki gehört zur Nachfolgegeneration der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima am 6. August 1945. Damals starben siebzigtausend Menschen sofort – und bis Ende des Jahres kamen weitere siebzigtausend hinzu. Wie die Autorin in ihrem Roman Die weiße Laterne schildert, herrschte im Epizentrum eine Temperatur von über 4.000 Grad, sodass Körper schmolzen und selbst Gebäude im Umkreis von zwei Kilometern in Brand gerieten.

Alljährlich gedenkt Japan diesem unfassbaren Ereignis: Am 6. August um 8.15 Uhr läuten im Friedenspark Hiroshima die Glocken. Hibakusha, die Überlebenden, berichten von ihren Erlebnissen. Am Abend werden bunte Papierschiffchen – wie Laternen gestaltet – auf dem Fluss Motoyasu zu Wasser gelassen.

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Wie Jonas in der Corona-Zeit eine geheime Welt entdeckte – ein Kinderroman zwischen Fantasie und Realität

Abenteuer, Freundschaft und Kritik – Kristina Kühne-Vogt erzählt eine ungewöhnliche Geschichte

Cover von Wie der gefühlt schüchternste Junge der Stadt eine geheime Welt rettete von Kristina Kühne-Vogt

Einzug in der Nachbarschaft und erste Begegnung

Vor wenigen Wochen ist Mariola in das Nachbarhaus des neunjährigen Jonas und seiner Eltern gezogen – ein Haus mit angrenzendem Garten. Exakt am 16. März 2020, dem Tag der Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie, trifft Jonas sie an der Bude von Herrn Yilmaz. Während die Eltern mit Sorge auf die kommenden zwei Wochen blicken, in denen Jonas sich selbst überlassen sein wird, freut sich dieser zunächst über die unverhofften Ferien. Doch bald vermisst er seine Freunde – und auch das Fernsehen verliert seinen Reiz.

Ein geheimnisvoller Schlüssel und der Eingang zur anderen Welt

Bei einem Treffen im Garten schlägt Mariola vor, auf einem ehemaligen Zechengelände ein Häuschen im Wäldchen zu bauen. Dort entdecken sie eine Katze, die kurz hinter einem steinernen Eingang verschwindet

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