Im Vorwort ihres Freizeitführers Lieblingsplätze Niederrhein* schreiben Birgit Poppe und Klaus Silla, dass die Gebiete, die zum Niederrhein zählen, zumindest grob umrissen sind, obwohl über die Grenzen durchaus gerne Debatten geführt würden. Strukturiert haben sie ihr Buch in Kapitel über die Umgebungen von Kleve, Wesel und Mönchengladbach. Schlusslicht bilden die Sehenswürdigkeiten der großen Städte Duisburg, Krefeld, Neuss sowie Düsseldorf. Die vorgestellten Ausflugsziele können Gärten, Museen, Plätze, Denkmäler, Parkanlagen, künstlerisch gestaltete Objekte oder verschiedenartigste Mühlen sein, um nur einige Beispiele zu nennen. Demzufolge können die Besucher an den Orten mal etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun, sich sportlich betätigen, philosophieren, herrliche Ausblicke von einem Café oder Restaurant genießen und last, but not least selbstverständlich auch mit einem nostalgisch anmutenden Dampfer über den Rhein, der für diese Region namensgebend ist, schippern.
weiterlesenLieblingsplätze Niederrhein von Birgit Poppe und Klaus Silla
Die neunundzwanzigjährige Alice Hale zieht mit ihrem Ehemann Nate in ein Haus nach Greenville. Fernab der Großstädte wollen sie auf dem Land eine Familie gründen. Während Nate den Kinderwunsch sofort umsetzen möchte, zögert Alice noch, zumal das alte Haus immer neue Reparaturen notwendig macht. Auf der Suche nach Abdeckplanen entdeckt sie im Keller Kartons mit alten Journalen der Jahrgänge 1954 bis 1957 sowie ein Kochbuch. Von ihrer Nachbarin Sally erfährt sie, dass die Sachen Nellie gehört haben, der ehemaligen Bewohnerin des Hauses. Alice interessiert sich zunehmend für das Leben von Nellie und möchte endlich an einem Roman mit dem Titel
Mitten in der Nacht fordert der Waldbauer Josef Steiner seine Schwiegertochter Elisabeth auf, ihm auf den Berg zu folgen. Auf dieser höchsten Erhebung über dem Dorf hat ihr Ehemann, Oberstudienrat Wilhelm Steiner, einen Turm errichten lassen, angeblich zu Vermessungszwecken. Doch die Dorfbewohner glaubten eher, er wolle seine Frau von dort hinunterstürzen. Obwohl der reichste Bauer Elisabeth die Erklärung für den nächtlichen Anstieg schuldig bleibt und es obendrein heftig regnet sowie stürmt, folgt sie ihm anstandslos. Am Turm treffen die beiden mit ihrem Vater Albert Wegebauer, seinem Hofknecht Florian Schmidinger sowie Johannes Steiner, ein mit nur einem Arm aus dem Krieg heimgekehrter Sohn des reichsten Bauern Josef Steiner zusammen. Wie sich herausstellt, hat der Knecht Schmidinger unterhalb des Turms die Leiche seines Erbauers, nämlich den Dorflehrer Wilhelm Steiner gefunden.
Die Familie der Journalistin Sarah Schönberger lebt in Haifa und im Ruhrgebiet. Sie ist die deutschstämmige Tochter eines jüdischen Unternehmers und möchte sich kurz vor einem wahrscheinlichen Wahlsieg der Nationalen Partei in Nordrhein-Westfalen durch Recherchen vor Ort ein Bild über die politische Stimmung verschaffen. Die Journalistin befürchtet, dass Bürger mit jüdischen Wurzeln wieder einmal ins Hintertreffen geraten könnten und will ihnen gegebenenfalls eine Ausreise nach Israel nahelegen. Im Wohnquartier Ruhrstadt West, einem Modellprojekt, in dem die durch fortschreitende Automatisierung überflüssig gewordenen Menschen lediglich eine Grundversorgung erhalten und verpflichtet sind, Arbeitsdienste in der Pflege oder anderen Einrichtungen abzuleisten, für die sie Sozialleistungsgutschriften erhalten, recherchiert sie undercover als Mitarbeiterin in einem Sozialkaufhaus.
Die Klassenkameraden der fünfzehnjährigen Juli Pfingsten sind auf dem Weg nach Prag. Während ihre Lehrerin glaubt, dass Juli wegen einer Halsentzündung nicht mitkommt, wähnt ihr alleinerziehender Vater seine Tochter auf Klassenfahrt. Doch das depressive Mädchen ist ihres Lebens überdrüssig geworden und beschließt, von einer Autobahnbrücke zu springen. Zur selben Zeit befindet sich die neunundsechzigjährige Hella Licht mit ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz. Dort hat sie nämlich zwei Termine: Der erste gilt dem Schminken und Frisieren, der zweite der in der Schweiz straffreien Sterbehilfe. Auch sie sieht als ehemals gefeierter Popstar keinen Sinn mehr in ihrem Leben, nachdem sie schon lange keinen ihrer Fans mehr zu Gesicht bekommen hat.
Die fünfundachtzigjährige Veronica McCreedy bewohnt das herrschaftliche Anwesen The Ballahys im schottischen Ayrshire. Ihrer Putzfrau Eileen Thompson trägt sie auf, alle Spiegel abzunehmen. Folgsam will Eileen die Spiegel in einem Hinterzimmer unterbringen, wobei sie eine Kiste entdeckt. Veronica missfallen die Fragen von Eileen bezüglich der Kiste, zumal diese Dinge aus ihrem Leben beinhaltet. Hin und her gerissen öffnet die alte Dame die Kiste, in der sich ein Medaillon und zwei Tagebücher befinden, geschrieben von ihr vor sieben Jahrzehnten. Veronica kommen Zweifel, ob es nicht doch einen rechtmäßigen Erben geben könnte, woraufhin sie Eileen bittet, eine diskrete Agentur mit der Nachforschung etwaiger Angehöriger zu beauftragen.
Wer wünscht sich nicht eine Welt ohne Neid und Gier, in der sich niemand wie in einem Hamsterrad zu noch mehr Leistung angetrieben fühlt? In diese Welt wird Saruj am 16. April 2064 geboren, am Tag der Transition, der Abschaffung des Geldes. Neunundzwanzig Jahre später ist sie mit einem Mag, einer eiförmigen Kabine, auf dem Weg nach Berlin zu ihrer Freundin Didi. Zeitgleich ist der achtzehnjährige Kevalam nach dem Tod seines Vaters endlich frei und kann die geheime Siedlung, in der er von der Außenwelt isoliert gelebt hat, mit einem Helison, einer hubschrauberähnlichen Maschine, Richtung Berlin verlassen. Ein missglückter Terroranschlag führt zu einem Unfall des Sohnes „eines der reichsten Männer des 21. Jahrhunderts“ mit dem Mag von Saruj. In der Krone eines Baumes sehen die beiden einem nahenden Tod ins Auge, da sie wenig Hoffnung haben, am Rande von Berlin gefunden zu werden. 
Von Natur aus sind kleine Kinder wissbegierig und fragen ihren Eltern nicht selten „Löcher“ in den Bauch. Erst, wenn sie zur Schule kommen und Lernen für viele von ihnen zu einer Pflichtübung wird, verlieren sie das Interesse und die Lust daran. Judith und Marcus Weber haben sich mit dem Kinderbuch
Nach dem Tod seiner Ehefrau ist Josef Klepper der Trunksucht verfallen. Seit er im Siechenhaus lebt, kümmert sich um seine Tochter Käthe ihr Onkel Alwin Klepper, der mit Elsa verheiratet ist. Ihr Vater, der Winzer Karl Ott, war zunächst gegen die Verbindung mit dem Obstbauern, willigte jedoch in die Ehe ein, nachdem er feststellte, wie einträglich dessen Obstwiesen sind. Als Alwin im Juni 1935 einen Einberufungsbefehl erhält, weiß Elsa nicht, wie sie nur mit Unterstützung von Käthe die Ernte einbringen soll. Großzügig schickt ihr Vater Karl Ott für die Ernte seinen Knecht Zores. Die erst dreizehnjährige Käthe fürchtet sich vor dem kräftigen Mann, der ihr im Stall auflauert. Auf Dauer kann sie seinen Zudringlichkeiten nicht ausweichen und wird schließlich von ihm vergewaltigt. Da ihr bewusst ist, dass Zores für die Kirschernte unabkömmlich ist, schweigt sie auch zu seinen wiederholten Übergriffen, nicht zuletzt auch aus Scham.