Ich war noch niemals in New York von Heidrun Böhm

Ich war noch niemals in New YorkHeidrun Böhm setzt in ihrer Autobiografie bei dem von Schicksalsschlägen gezeichneten Lebensweg ihrer Mutter an, die nach der Geburt von zwei Kindern von ihrem Ehemann vergewaltigt wird und daraufhin ein behindertes Kind zur Welt bringt. Als der Ehemann nach der Scheidung in einem Gefängnis einsitzt, zwingt das die Mutter zur Arbeitsaufnahme. Sie lernt einen Mann kennen, wird erneut schwanger. Doch der werdende Vater verunglückt tödlich, so dass das Baby bis zum vierten Lebensjahr in einem Heim aufwachsen muss. Die behindert geborene Schwester wird mit sechs Jahren in einem Heim aufgenommen.

Mit neunzehn Jahren heiratet die im Jahr 1953 geborene Heidrun Böhm. Da ihr Ehemann Thomas kaum zu Hause ist und wenn, dann nur vor dem Fernseher sitzt, fühlt sie sich verlassen und beginnt eine kurze Affäre. Doch auch nach der Geburt einer Tochter und eines Sohnes können die sie nicht über ihre Einsamkeit hinwegtrösten.

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Da fällt mir noch was ein … von Dora Heldt

Von pummeligen Hummeln, Männern am Telefon und anderen weltbewegenden Fragen.

Da fällt mir noch was ein …Den meisten Menschen ist die Kolumne durch eine einzeilige Zeitungsspalte bekannt, in der ein Journalist in kurzer, knapper Form seine Meinung zu einem alltäglichen Thema äußert. Dieses Motto greift Dora Heldt auch in dem Band Da fällt mir noch was ein …* mit dreiundfünfzig Kolumnen auf, in denen, von ihr selbst als Handlungsperson einmal abgesehen, ihr Liebster, ihre Freundinnen Nele, Anna, Barbara, Luise und Karola sowie Annas Tochter Lena, Dora Heldts Patenkind, die Hauptakteure sind.

So erfährt der Leser, dass die Autorin fast jeden Ferientag auf Sylt verbringt, wo sie geboren wurde, und sich dort mit einer Jeans gut angezogen fühlt. Ganz anders war das bei einer Preisverleihung: Für diesen Anlass hat sie sich extra ein neues Kleid gekauft, das sie dann aber doch nicht getragen und es kurzerhand gegen einen Hosenanzug getauscht hat. Zufrieden ist sie mit dem Kauf einer Lederjacke, doch von einem anprobierten gepunkteten Kleid lässt sie doch besser die Finger.

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Triathlon Total von Roy Hinnen

Dein Weg zur neuen Bestzeit!

Triathlon TotalRoy Hinnen hat dreißig Jahre lang Erfahrungen im Bereich Triathlon gesammelt. Vier Jahre in Folge war er Schweizermeister, hat Mark Allen, den sechsmaligen Sieger des Ironman Hawaii, trainiert und sich mit fünfzig Jahren vom aktiven Sport verabschiedet. In seinem Buch Triathlon Total* erklärt er in der Swim-Formel, wie jeder seinen eigenen Schwimmstil perfektionieren kann und koordinative Fähigkeiten geschult werden. Die Bike-Formel dient der Leistungssteigerung und dem Training im richtigen Belastungsbereich, wobei alle Trainingseinheiten in Wattzahlen gemessen werden. Unterschiedliche Stoffwechselbereiche sollen in der Run-Formel, die auf Variation und dem Erkennen von Fehlern setzt, zum schneller werden führen. Mit der Race-Formel gilt es, den Laktatabbau beim Wechseln der Disziplinen durch ein gezieltes Training zu optimieren und so einer Übersäuerung vorzubeugen, die einen zeitlichen Verlust bedeuten würde.

Bis zu dieser Stelle sind die Ausführungen des Autors hauptsächlich für aktive Triathleten interessant, was sich allerdings mit der Auflistung von Hauptfehlern beim Schwimmen, Radfahren und Laufen ändert, die dazu noch mit Fotos verdeutlicht werden.

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Go hard or go home – Faszination Ultratriathlon von Daniel Meier und Iris Hadbawnik

Go hard or go home – Faszination UltratriathlonWer denkt schon beim Thema Sucht an eine sportliche Höchstleistung in Form eines Triathlons? Tatsächlich empfinden Spitzensportler ein Glücksgefühl, weil sie vermehrt körpereigene Substanzen wie Endorphine oder Dopamin produzieren, wobei bis heute nicht geklärt ist, welche Stoffe genau dafür verantwortlich sind, die sie in einen regelrechten Rauschzustand versetzen. Sie sind im positiven Sinn süchtig nach mehr und treiben sich zu weiteren Höchstleistungen an. So erging es auch Daniel Meier, der seine Erfahrungen in Zusammenarbeit mit Iris Hadbawnik in dem Sachbuch Go hard or go home – Faszination Ultratriathlon* niedergeschrieben hat.

Noch im Jahr 1996 hält Daniel Meier alle Triathleten für Übermenschen, nimmt aber bereits zwei Jahre später an einem ersten Ironman-Wettbewerb teil. Beim Schwimmwettkampf vor Lanzarote stellt er fest, dass ihm das Schwimmen im Meer nicht liegt, und so gibt er seinen Traum, eines Tages in Hawaii zu starten, schnell auf.

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InselTrip Gran Canaria von Dieter Schulze

InselTrip Gran CanariaEinen ersten Überblick über die Insel verschafft bereits das aufklappbare Cover des Reiseführers „InselTrip Gran Canaria“ von Dieter Schulze, worauf eine kurze Vorstellung seiner vier Lieblingsorte folgt. Da die Insel mehr als nur Dünenstrände im Süden zu bieten hat, empfiehlt der Autor Erkundungen entweder mit dem Bus, oder ins Inselinnere mit einem Mietauto, wobei er auch Tourenvorschläge macht. Vielleicht wäre an dieser Stelle der Hinweis angebracht, dass die Fahrt unvermittelt ins zerklüftete Gebirge auf kurvenreiche Pässe führt, was nicht jedem Autofahrer liegt. Ein Pass, so ist zu lesen, markiert die Wetterscheide. Die höchste Erhebung der Insel liegt immerhin auf fast zweitausend Metern und während es nördlich davon häufiger regnet und kühl ist, verwöhnt der Süden alle Sonnenanbeter.

Es folgen Informationen zur Hauptstadt Las Palmas mit dem Hinweis auf einen vier Kilometer langen Stadtstrand mit ausgezeichneter Wasserqualität sowie auf ein bei Ebbe begehbares Riff. Ansonsten ist vom Baden im Norden wegen der gefährlichen Brandung abzuraten. Dass mittags die Geschäfte schließen, wie Dieter Schulze schreibt, trifft zumindest für die Hauptstadt nicht zu.

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Hören wird überbewertet von Cindy Klink

Hören wird überbewertetDie Worte „Hören wird überbewertet“ könnten von einem Menschen stammen, der selbst hören kann. Um so erstaunlicher ist es, dass diese Aussage ausgerechnet von Cindy Klink kommt, deren Eltern gehörlos sind und die selbst seit ihrem dritten Lebensjahr hochgradig schwerhörig ist. Die 1997 geborene junge Frau ist mit der Gebärdensprache aufgewachsen, die für sie die Muttersprache ist. Trotzdem war es für sie von jeher wichtig, sich auch in der Lautsprache verständigen zu können. Als sie mit dreizehn Jahren ein traumatisches Erlebnis hat und unter Depressionen leidet, betätigt sie sich als Bloggerin und führt ein Tagebuch. Mit diesem Ventil kann sie „Dampf ablassen“.

Doch damit nicht genug: Cindy Klink findet Trost in der Musik und entschließt sich im Jahr 2015, ein Lied von Sarah Conner in Gebärdensprache umzusetzen. Sie veröffentlicht es auf Facebook und ist bereits nach einem dritten Lied von der positiven Resonanz überwältigt. Die hartnäckige junge Frau gibt auch nicht bei einem Rap auf, der wegen der Schnelligkeit der gesprochenen Worte ungleich schwieriger umzusetzen ist. Um den Text in Gebärden verständlich zu machen, arbeitet sie drei Monate an der Umsetzung.

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The Second Machine Age von Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee

Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird.

The Second Machine AgeUm dem Leser ein Verständnis davon zu vermitteln, was eine industrielle Revolution ist, haben Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee die für diese Epoche wichtigste Erfindung der Dampfmaschine zum Ende des 18. Jahrhunderts gewählt. In dem Maße, wie seinerzeit erstmals auf Muskelkraft verzichtet werden konnte, hat das zweite Maschinenzeitalter mit der Entwicklung der Computer für einen Impuls unserer Geisteskraft gesorgt, wobei die Autoren einen ähnlich starken Knick wie im ausgehenden 18. Jahrhundert voraussagen. Computer werden sich weiter entwickeln, die digitale Revolution hat bereits eingesetzt und wir befinden uns in „The Second Machine Age“.

Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee schreiben von der Entwicklung eines selbstfahrenden Fahrzeugs und von der ebenfalls schon realen Möglichkeit der Kommunikation mit einem iPhone. Bereits seit 2012 setzt Amazon in den Lagern Roboter ein und Drucker schreiben längst nicht mehr nur mit Tinte auf Papier, sondern in mehreren Lagen mit Kunststoffen oder Metallen, so dass ein 3D-Druck entsteht. Und das ist erst der Anfang! Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es künstliche Intelligenz mit eigenem Bewusstsein gibt und wann sie sich selbst replizierende Wesen schaffen wird.

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DuMont direkt Reiseführer Costa Brava von Ulrike Wiebrecht

Costa BravaDie Costa Brava gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Wer mit dem Auto anreist und den Rastplatz kurz vor der spanischen Grenze ansteuert, bekommt einen ersten Eindruck vom kräftigen Tramuntana, dem kalten Nordwind. Noch lockt die Küste mit malerischen Fischerdörfern, wobei die Bebauung in Lloret de Mar nur noch die einstige Silhouette entlang der mit Palmen bestückten Flaniermeile erahnen lässt. Immerhin findet der aufmerksame Beobachter zwischen den neu errichteten Hotels noch alte Häuser, um die einfach herumgebaut wurde. So überlaufen der Ort auch ist, so ist man selbst in der Hauptsaison schnell alleine, wenn man den Küstenweg in Richtung Tossa de Mar einschlägt. Er führt durch einen Wald mit Korkeichen, denen wir die meisten Korken zu verdanken haben. In guter Erinnerung wird ein Urlaub an der Costa Brava jedem bleiben, der einen Ausflug nach Girona gemacht hat. Egal, ob er dort in der Fußgängerzone ein Eis genießen durfte, was seinesgleichen sucht, oder ob er, umringt von Studenten, Siesta in einem kleinen Café vor der Universität gehalten hat. Was dieser Küstenabschnitt sonst noch zu bieten hat, beschreibt Ulrike Wiebrecht in ihrem Reiseführer „Costa Brava“.

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Verlust, Hoffnung und spirituelle Erkenntnis – Lizbeth Khiel über ihre prägendste Lebensgeschichte

Lizbeth Khiels tiefgreifende Erfahrung: Der Verlust Aurelias

Lizbeth Khiel hat das Schlimmste durchgemacht, was einer Mutter passieren kann, nämlich ein Kind zu verlieren. Bei ihrer dritten Schwangerschaft hatte sie von Anfang an ein ungutes Gefühl. In der 36. Woche ist sie auf den Bauch gestürzt. Weil sich das Kind nicht mehr bewegt hat, fuhr sie sofort in eine Klinik und hat um eine Ultraschallaufnahme gebeten. Schließlich wurde Aurelia klinisch tot geboren und musste reanimiert werden. Nach einem lebensgefährlichen Unfall kämpfte Lizbeth Khiel mit letzter Kraft darum, ihr sterbendes Kind noch zu sehen, bevor es in eine andere Klinik gebracht wurde. Sie hat drei schwere Notoperationen überstanden und wurde auf die Intensivstation verlegt.

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Drei Farben: Gold – Aurelia von Lizbeth Khiel

Wie ich nach dem Tod meiner Tochter das große Glück wiederfand!

Drei Farben: Gold - AureliaLizbeth Khiel verarbeitet in ihrem Buch „Drei Farben: Gold – Aurelia“ den Tod ihrer Tochter Aurelia. Es ist ihre dritte Schwangerschaft und bereits ab dem vierten Monat hat sie jede Woche denselben Traum, der nichts Gutes verheißt. Obwohl ihr Gynäkologe mit dem Verlauf der Schwangerschaft zufrieden ist, fürchtet Lizbeth, dass ihre Tochter nicht gesund sein wird. In der sechsunddreißigsten Woche stürzt sie direkt auf ihren Bauch. Da sich das Kind plötzlich nicht mehr bewegt, fährt sie mit ihrem Mann ins Krankenhaus und fordert eine sofortige Ultraschallaufnahme. Doch eine unerfahrene Hebamme sieht nicht die Notwendigkeit und es vergehen wertvolle Minuten. Erst als endlich eine Ärztin hinzugezogen wird, stellt diese anhand der Ultraschallaufnahmen fest, dass das Baby klinisch tot ist. In erster Linie geht es zu diesem Zeitpunkt darum, die Mutter zu retten, die innerlich zu verbluten droht, da sich die Plazenta bereits ablöst. Eine Notoperation wird in die Wege geleitet.

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