Wer hat’s erfunden?
Wenn ein Schiedsrichter die Rote Karte zeigt, dann zieht er sie stets aus seiner Gesäßtasche. Dass sich der Begriff „Arschkarte“ dadurch geprägt hat, erfährt der Leser in „Flipflops, iPod, Currywurst“ von Steffi Hugendubel-Doll. Das Buch informiert mit über 150 weiteren Stichwörtern beispielsweise darüber, dass bei uns Frauen erst ab 1958 einen Führerschein machen durften, ohne ihren Ehemann fragen zu müssen. Und Erich Kästner hat bereits in einem 1932 erschienenen Buch ein Taschentelefon erwähnt, als an das uns bekannte Handy noch niemand dachte!
Von beispielhaften Karrieren ist hier die Rede, zu denen die Brüder Karl und Theo Albrecht als die Gründer der Aldi-Märkte zählen, Jeffrey Preston Bezos von Amazon, Ingvar Kamprad von Ikea oder auch Mark Zuckerberg von Facebook. Ihnen haben ihre Erfindungen zu Bekanntheitsgrad und Reichtum verholfen.
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Der 13-jährige Tobias lebt allein mit seiner Mutter, nachdem sein Adoptiv-Vater vor zwei Jahren verstorben ist. Eigentlich ist er ein ganz normaler Junge, der mit seinen Freunden Fergus und Amin allerhand Blödsinn ausheckt. Aber der Streich, den ihm seine Freunde jetzt gespielt haben, geht doch zu weit! Er liegt nämlich im Krankenhaus und der Arzt stellt ihm Fragen, die er nicht beantworten kann. In einem Park in der Nähe von Sidney hat man ihn in einem Gehege für Dingos, einer australischen Hunderasse, aufgefunden. „Mit Zähnen und Klauen“ war er zwar nicht bewaffnet, aber dafür hat er auf andere Weise geschockt: Er war nämlich nackt! Wenn er nur wüsste, was das zu bedeuten hat und was er dort zu suchen hatte! Die Untersuchungsergebnisse sind ernüchternd, Epilepsie scheidet wie alles andere Bekannte auch aus. Der Arzt fragt ihn nach seinen Erinnerungen, die Mutter quetscht ihn aus und tippt schon auf Drogen. Dabei hat er doch damit nie was zu tun gehabt und kann sich selbst keinen Reim auf alles machen. Bestimmt haben seine Kumpel ihre Finger im Spiel gehabt und wollten ihn reinlegen.
Die 17-jährige Catherine, von ihrer Freundin Amanda nur kurz Cat genannt, ist intelligent und auch nicht hässlich, doch sie ist dick und das bleibt niemandem verborgen. Auch wenn sie den Anschein erweckt, dass sie sich mit ihrer Körperfülle abgefunden hat, ist sie doch unzufrieden. Mit Schokoriegel, Chips und Fastfood verschafft sie sich ihre Glücksmomente. Bei einem wissenschaftlichen Schulprojekt hat sie eine zündende Idee, als sie auf einem Foto die ganze Schönheit einer prähistorischen Frau betrachtet, die stark und entschlossen wirkt und sportlich schlank wie eine Athletin aussieht. Catherine möchte so aussehen wie sie. Nur einmal im Leben erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man wirklich gut aussieht. Sie beschließt in einem Selbstversuch das Leben eines Homo erectus zu führen. Für das wissenschaftliche Experiment will Catherine für sieben Monate keine industriell gefertigten Lebensmittel konsumieren und sich ausschließlich mit naturbelassenen Lebensmitteln ernähren. Auch auf Computer; Handy, Fernsehen oder Autofahren, eben alles, was das moderne Leben erleichtert, will sie von nun an verzichten.
In dem Jugendroman „iBoy“ von Kevin Brooks lebt der 16-jährige Tom Harvey mit seiner recht resoluten Großmutter in Südlondon. Die Siedlung, Crow Town, besteht aus Hochhäusern mit je dreißig Stockwerken und die Treppenhäuser dienen der Drogeneinnahme, dem Sex oder dem Zusammenschlagen von Leuten. Ein ungeschriebenes Gesetz in Crow Town ist, dass man nicht mit der Polizei redet, wenn man nicht tot aufgefunden werden will.
Peter Pfannroth ist einer von fünfundzwanzig Schuhputzern in Alfred Weidenmanns Jugendkrimi „Gepäckschein 666“. Tag für Tag sitzt er neben Emil Schlotterbeck und wartet auf Kundschaft. Mit den Einnahmen unterstützt er seine Mutter, die als Näherin arbeitet und sogar noch einen Untermieter aufnehmen muss, um über die Runden zu kommen.
Mathilda und Trudi sind beste Freundinnen. In den Sommerferien will Trudi mit ihrer Mutter und deren Lover Jens nach Rimini in den Urlaub fahren. Doch bei dem Gedanken daran fühlt sich Trudi wie das fünfte Rad am Wagen. Bei einem Marktbesuch mit ihrer Freundin kommt ihr die Idee, Mathilda nach Italien mitzunehmen. Statt sich zwei Wochen am Pool zu langweilen, will sie die Ferien lieber mit ihr in der Nähe des Hotels auf einem Campingplatz verbringen. Mathilda ist begeistert, denn ihr Freund Jonas hatte sie vor einer Woche eiskalt per SMS abserviert und der Urlaub wäre genau das Richtige gegen ihren Liebeskummer.
Im Mittelpunkt des Romans „Penalty“ von Mal Peet steht das Leben von Edson Bakula, der als 14-jähriger Junge aus Afrika von Weißen entführt wird. Fast zwei Monate muss er mit anderen auf einem Schiff ausharren und viele verhungern während der Überfahrt oder sterben an der Entleerungskrankheit. Noch vor der Ankunft in Südamerika lehrt ihn ein Pai – ein Priester, wie Bakula Kontakt zu seinen Ahnen aufnehmen und diese Macht nutzen kann. In Santo Tomás wird er als Sklave an Oberst d’Oliveira verkauft. Erst viele Jahre später wird er seinem Herrn einen großen Dienst erweisen können, für den er auch großzügig belohnt wird.
Die Hauptperson in „Heldensommer“ ist der fünfzehn Jahre alte Philipp, der sich im Grunde nur fürs Rauchen, Kiffen und Trinken interessiert. Durch die Schule hat er sich bisher mit etwas Glück und dem geringstmöglichen Aufwand gemogelt. Die Schule war ihm auch bisher herzlich egal. Als er jedoch durch einen besonders motivierten Austauschlehrer aus Frankreich eine durchaus berechtigte sechs auf dem Zeugnis bekommt und er folglich die Klasse wiederholen muss, ist er dann doch etwas verärgert. Philipp sieht die Schuld für diesen Misserfolg allein bei dem in seinen Augen viel zu strengen und ungerechten Lehrer.
Im Mittelpunkt des Romans „Krumme Gurken“ von Jaromir Konecny steht der 16-jährige Benn. Er lebt in der virtuellen Welt von Computerspielen wie Lost Horizon und chattet in Facebook und MySpace. Wie sein Freund Rowdy hat Benn allerdings ein Problem: beide haben sie eine „krumme Gurke“, wie sie im direkten Vergleich feststellen müssen, und beide können sie die nicht unter Kontrolle halten, wenn ihnen ein sexy Mädchen über den Weg läuft. So nennen sie ihre neu gegründete Band auch „Krumme Gurken“ und die ersten Aufnahmen veröffentlichen sie auf YouTube.
Ein Mädchen wird schwer verletzt unterhalb einer englischen Steilküste aufgefunden. Mehr kann die Polizei den verstörten Schülern und Lehrern im Moment noch nicht sagen. Allen Anwesenden in der Jugendherberge ist klar, dass es sich um ihre Mitschülerin Valerie handelt, die ohnehin schon vermisst wurde. Wer kann etwas gegen sie gehabt und sie von den Klippen gestoßen haben? Ihr ehemaliger Freund? Der neue Referendar? Ihre Freundin? So beginnt der Thriller „Schwarze Stunde“ von Christine Fehér.