Aus Furcht vor den sowjetischen Soldaten flüchteten ab Oktober 1944 Millionen aus ihrer Heimat, zunächst aus Ostpreußen, dann aus Schlesien und schließlich aus Pommern. Die Flüchtlinge gingen einer ungewissen Zukunft entgegen und viele von ihnen sind auf der Flucht durch Auszehrung oder Krankheit gestorben. Barbara Endres erinnert in ihrer autobiographischen Erzählung „Pollin – Fragmente einer Kindheit in Pommern“ an diese Zeit und lässt die Protagonistin Eva Hartmann von ihren Erinnerungen berichten.
Eva blickt gerne zurück auf ihr Zuhause Pollin in Pommern, dem heutigen Damnica in Polen. Aus Erzählungen weiß sie, wie Max und Ida Hartmann zueinander gefunden haben und heirateten. Eines ihrer Kinder hieß Felix, Eva’s Vater. Ihre Mutter hieß Erika und war die Tochter von Christine und Johannes Schüler. Nach vielen unentschlossenen Jahren haben die Eheleute Anfang 1940 geheiratet und Eva erlebte in Pollin eine glückliche Kindheit, die allerdings durch den Krieg ein abruptes Ende fand.
weiterlesenPollin – Fragmente einer Kindheit in Pommern von Barbara Endres
Während Mittelerde in Tolkiens „Der Herr der Ringe“ eine fiktive Welt ist, kann Carola Clasens Mitteldorf relativ leicht geografisch zugeordnet werden, denn es befindet sich, wie der Titel des Romans bereits verrät, „Nirgendwo in der Eifel“, obwohl die Oleftalsperre, an der Mitteldorf gelegentlich zu finden ist, in der Nähe von Hellenthal liegt.
Der 19-jährige Albert begibt sich in Christopher Kloebles Roman „Meistens alles sehr schnell“ auf die Suche nach seiner Mutter. Nachdem er seit seinem dritten Lebensjahr in einem Waisenhaus in Sankt Helena untergebracht war, zieht er nach seinem Abitur zu Fred, seinem Vater. Doch der geistig Behinderte ist ihm bei der Suche nach seiner Mutter keine große Hilfe. Auf Drängen des Sohnes erklärt er, die Suche sei gefährlich und tief. Schließlich lenkt er aber doch ein und will ihm helfen. Die beiden machen sich auf den Weg und Fred führt seinen Sohn hinab in die Kanalisation. Auf Albert warten dort tatsächlich unerwartete Dinge, doch eine Spur zu seiner Mutter findet er hier auch nicht.
„Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern…“, heißt es bei Friedrich Nietzsche in „Über Lüge und Wahrheit im außermoralischen Sinn“. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Katharina Tiwalds Roman „Die Wahrheit ist ein Heer“.
Ist es nicht ein Widerspruch, den Leser bei einem traurigen Thema zum Lachen zu bringen? Doris Knecht ist mit dem Roman „Gruber geht“ dieser Spagat gelungen! John Gruber lebt in Wien als stolzer Porschebesitzer und genießt sein Leben, besonders die Frauen, in vollen Zügen. Auf einem geschäftlichen Flug nach Zürich lernt er Sarah Vogel kennen, die bei großen Unternehmen als DJ sehr gefragt ist. Als die Berlinerin einen Auftrag in Wien annimmt, begegnen sich die beiden wieder und landen nach wenigen Stunden gemeinsam im Bett. Da entdeckt Sarah einen Brief von einem Krankenhaus, den John seit Wochen nicht öffnen wollte. Seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich, als er darin liest, dass bei ihm ein Tumor entdeckt wurde.
Ob sich der Roman „Worstseller“ von André Wagner tatsächlich in die Reihe der Worstseller, die das Gegenteil eines Bestsellers sind, einreiht, muss sich noch zeigen. Tatsächlich gibt es eine Liste von Büchern, die sich am schlechtesten verkauft haben. Wobei es sich durchaus auch um namhafte Autoren der Weltliteratur gehandelt hat. In der heutigen Zeit verdrängt die gewaltige Zahl von Neuerscheinungen oft gute, lesenswerte Bücher, was sehr bedauerlich ist.
Kendira ist eine von fast zweihundert jugendlichen Auserwählten, die in einem Ausbildungslager in einem völlig abgeschiedenen Tal auf den Dienst im Lichttempel vorbereitet werden. Das Tal ist von Schutzanlagen umgeben und wird von Guardians bewacht, um Liberty 9 mit seiner beeindruckenden Lichtburg vor den Angriffen der Nightraider aus der Dunkelwelt zu schützen. Die jungen Electoren, wie die Auserwählten genannt werden, können ein unbeschwertes Leben in Liberty 9 führen, das von Unterricht und dem Training in einer Computersimulation geprägt ist. Sie sind davon überzeugt, dass die Macht Hyperion sie für einen höheren Zweck ausbildet, doch was sie wirklich erwartet, wenn sie eines Tages mit dem Lichtschiff abgeholt werden, wissen sie nicht.
Der mächtige Magier Morton hatte einst die Drachenritter, humanoide Kreaturen, halb Mensch, halb Drache, erschaffen, um das überlegene Heer der Skants aus dem Königreich Threeking’s zu vertreiben und in die Flucht zu schlagen. Dabei soll Morton angeblich gestorben sein und die Drachenritter wären ausgestorben. Doch einige hundert Jahre später sind sie wieder da und wollen das Königreich vernichten. Sie werden „Die Dämonenritter“ genannt und eine Prophezeiung besagt, dass eines Tages ein Auserwählter kommen wird, um sie zu vernichten.
Arno Wilhelm – Informatiker, Blogger und Poetry Slammer – hat bereits zwei Gedichtbände geschrieben und nun folgt sein erster Roman. Doch kann es sich bei „Jack Rodman – Die ganze Wahrheit“ nicht um einen gewöhnlichen Roman handeln, denn bereits das Cover ziert ein Foto des fiktiven Musikers Jack Rodman, von dem im Buch weitere Fotos und eine CD mit einigen seiner Songs zu finden sind. Erstaunlich, da doch die Romanfigur erfunden scheint, oder etwa doch nicht? Erfindet vielleicht Arno Wilhelm sich selbst ständig neu?