Wenn zwei Freundinnen mit der Mätresse des Ehemannes und der verhassten Schwiegermutter aufeinander treffen, kann es eigentlich nur im Chaos enden. Genau das erfährt Annemie Pfeffer, die seit achtzehn Jahren mit Wolfgang verheiratet ist, am eigenen Leib. Der Tumult beginnt in dem Moment, in dem Annemie versehentlich den Tod ihres Mannes, einen Kriminalhauptkommissar, durch einen Unfall herbeiführt. Nicht, dass sie darüber besonders traurig wäre, denn ihr Liebesleben ist schon lange auf einem Tiefpunkt angelangt, aber ins Gefängnis will sie natürlich auch nicht und die Witwenrente möchte sie ebenfalls kassieren. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als alle Spuren zu beseitigen, wobei ihr der kriminalistische Ratgeber ihres Mannes gute Dienste leistet. Nach getaner Arbeit steht sie allerdings vor der größten Herausforderung, denn Wolfgang muss weg!
Die Tiefkühltruhe ist ihre Rettung, und alles könnte perfekt sein, wenn da nicht die viel zu aufmerksame Nachbarin Frau Feldmann wäre. Störend ist auch Wolfgangs Freund Holger, für den sich Annemie wie auch für die Arbeitskollegen ihres Mannes immer neue Lügen ausdenken muss.
Welche Gedanken gehen einem Menschen wohl während eines Überfalls im Angesicht des Todes durch den Kopf? Und welche Auswirkungen mögen die auf sein späteres Leben haben? Genau diese Fragen muss sich Joshilyn Jackson gestellt haben, bevor sie den Roman „Nicht nur eine Liebesgeschichte“ geschrieben hat, wobei die Betonung des Titels auf dem Wort „eine“ liegt. In der Geschichte will ihre Protagonistin Shandie mit ihrem dreijährigen Sohn Natty zu ihrem Dad, der von ihrer Mutter geschieden ist, nach Atlanta ziehen und wird dabei von ihrem besten Freund Walcott begleitet. Unterwegs legen sie einen Stopp an einer Tankstelle ein. Während Shandie im Shop nur noch Augen für einen gut aussehenden Mann hat, werden plötzlich alle von einem Gangster mit einer Waffe bedroht und schließlich als Geiseln festgehalten. Als sich im weiteren Verlauf der von ihr angehimmelte Mann bedenkenlos für die Rettung ihres Sohnes einsetzt, kann sie das nur als Liebe deuten.
Elsa Neubauer hat von ihrem Mann Erich, der in den Krieg gezogen ist, lange nichts gehört. Als sogenannte Hausschwangere soll sie in der Klinik zu Lehrzwecken vor Studenten und Hebammen unter menschenunwürdigen Bedingungen ihr Kind gebären und flieht deshalb in das Privatzimmer zu Hilde Lemberg. Beide Frauen bringen am 7. Mai 1945 in München eine Tochter zur Welt. Die aus wohlhabenden Verhältnissen stammende Hilde kann ihren Mann Friedrich überreden, die obdachlose Elsa in ihrem Haus aufzunehmen. Die beiden Kinder Marion und Hannelore wachsen gemeinsam auf und schwören sich ewige Freundschaft. Nach jahrelangem Hoffen kommt Elsas Mann aus russischer Gefangenschaft zurück, doch hat er sich verändert und findet nur schwer eine Arbeit.
Helena Seeger erkennt nach dem Tod ihrer Mutter, dass ihr zunehmend depressiver Vater Herbert nicht länger alleine wohnen kann. Mit ihrer Schwester Irene will sie eine Lösung finden, doch will die sich auf keinen Fall um den Vater kümmern, da sie gerade eine Stelle als Schulleiterin angetreten hat. Stattdessen schlägt sie vor, dass Helena mit ihrem Sohn Jakob zum Vater ziehen soll. Überraschend zeigt sich Jakob von der Idee begeistert, weil damit auch für seine Freundin Annika genug Platz wäre. Da sich auch Helenas Freund Burkhard von dem Vorschlag Vorteile verspricht, lässt sich Helena schließlich überreden und zieht nach einem Umbau in das Haus mit Garten ihrer Kindheit ein.
Alma ist sieben Jahre, als sie von ihren Eltern aus dem von den Nazis besetzten Polen zu ihrem Onkel Isaac Belasco und seiner Frau nach Sea Cliff in Kalifornien geschickt wird. Nach der Trennung von ihrem in den Krieg gezogenen Bruder Samuel, von dem kein Lebenszeichen mehr kommt, und den Eltern, die im Warschauer Ghetto umkommen, wird ihr Cousin Nathaniel ihr bester Freund. Ihre Liebe gehört jedoch Ichimei Fukuda, dem Sohn des Gärtners, dessen aus Japan stammende Familie im Krieg alles verloren hat. Die heimlichen Treffen mit Ichimei lassen Alma eines Tages eine folgenschwere Entscheidung fällen, die auch für Nathaniel Konsequenzen hat.
Um die Aufnahmeprüfung an einer französischen Eliteuniversität zu bestehen, verbringt der aus München stammende Steffen einige Tage in Paris. Auch wenn seinem langjährigen Freund André der Zeitpunkt ungelegen kommt, nimmt er ihn bei sich auf. André stellt Steffen seinem neuen Freund Aaron und seiner Tochter Sarah vor. Im Gegensatz zu ihrem Vater, der auf Steffen einen abweisenden Eindruck macht, ist er von Sarah fasziniert, obwohl in München Claudia auf ihn wartet.
Hinter dem Deich, abseits des Dorfes gelegen, haben die Vorfahren von Inge Boysen das Haus Tide auf einer Insel in der Nordsee errichtet. Als die fast Achtzigjährige nach den Weihnachtsfeiertagen scheinbar tot in ihrem Bett liegt, informiert Schwiegertochter Kerrin die Verwandten. Doch bevor diese eintreffen, wird klar, dass es sich um ein tragisches Missverständnis gehandelt hat.
Mit vierundzwanzig Jahren tritt Camilla eine Stelle bei der renommiertesten Werbeagentur in Vicenza an. Als sie ihrem Chef Paolo zum ersten Mal begegnet, ist sie von seiner Erscheinung fasziniert und dem Duft seines Parfüms verfallen. Sie kann den Avancen des Frauenhelden nicht widerstehen und wird die Geliebte des fast fünfzigjährigen Familienvaters. Vorgeschobene Kundenbesuche müssen für die teilweise nur wenige Stunden dauernden oder auch schon mal übers Wochenende gehenden Treffen in Gästezimmern oder Häusern von Freunden herhalten. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass es keine Versprechen gibt!
Der Krimiautor Marko Kindler wartet in Berlin seit Stunden auf einen Psychologen, der ihn verhören soll. Denn er hat seinen erst wenige Wochen alten Sohn entführt, der dabei zu Tode kam. Während der langen Wartezeit blickt Marko auf sein Leben zurück, zunächst an der Seite seiner Jugendliebe Nadja, mit der er die Kinder Jakob und Merle hat. Marko leidet unter einer Hausstaub- und Gräserallergie sowie extremer Schlaflosigkeit. Seine Schilddrüsenerkrankung verursacht bei ihm Zahnfleischblutungen und lässt ihn zu immer höheren medikamentösen Dosen greifen, die extreme Auswirkungen auf seinen Sexualtrieb haben: Filmszenen mit Lesben reizen ihn immer mehr, er genießt erotische Massagen und wegen häufiger Masturbationen wird seine Haut wund.