Der Marco Polo Reiseführer Sizilien* von Hans Bausenhardt und Peter Peter beginnt mit zehn Highlights und einer ersten Übersicht, welche Ziele sich bei Regen, mit kleinem Geldbeutel oder mit Kindern anbieten sowie einer Auswahl darüber, was nur auf dieser Insel anzutreffen ist. Es schließen sich Infos über Schutzgelderpressungen der Mafia mit einem herunterladbaren Plan von Händlern an, die sich zu einer Kooperativen zusammengeschlossen haben und so verhindern, der Mafia weiter in die Hände zu spielen. Kritisch weisen die Autoren darauf hin, dass die Insel aufgrund der nicht abreißenden Flüchtlingsströme und angespülter Ertrunkener bereits finanzielle Einbußen verzeichnet, wobei sie aber auch nicht die schönen und reizvollen Seiten wie Gaumenfreuden, Shoppen und sportliche Aktivitäten vernachlässigen.
Ans Eingemachte geht es von Nord- und Südosten über die Nordküste bis zum Südwesten, zu dem auch die wenig bekannten drei Egadischen Inseln zählen. Bedeutend bekannter dürften die nördlich von Sizilien gelegenen sieben Liparischen Inseln sein, die allerdings im letzten Jahr, so die Autoren, von vielen Quallen bevölkert wurden.
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Nach der Flucht in den Westen von Ria Nachtmann vor sechzehn Jahren hat die ehemalige Leistungsturnerin und Krankenschwester Annie Temme ihre Mutter nicht mehr gesehen. Mit Michael, ihrem Freund aus vergangenen Tagen, der mittlerweile mit Franziska liiert ist, gehört sie zum Friedenskreis, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Auszählung der Stimmen zur Kommunalwahl in der DDR im Jahr 1989 zu verfolgen. Sämtliche Wahlbeobachter konstatieren Wahlbetrug und wollen nicht weiter von der Regierung belogen werden. Ein Schreiben an den Generalstaatsanwalt bleibt wirkungslos, und trotz Warnung sind Annie und Michael entschlossen, ihren Kampf fortzusetzen.
Linda Andersson wacht im Universitätskrankenhaus im schwedischen Örebro auf, nachdem eine Insassin im Frauengefängnis Biskopsberg, in dem sie eine Haftstrafe verbüßt, mit einer spitzen Eisenstange auf sie eingeschlagen hat. Ihre Verletzungen reichen quer von der linken Seite ihres Kopfes über Gesicht, Brust und Taille bis zum Oberschenkel. Völlig entstellt wird sie zurück in einen Zellentrakt gebracht, in dem sie auf die berüchtigte und gefährliche Adriana trifft. Allen Erwartungen zum Trotz interessiert sich Adriana für Lindas Geschichte, zumal sie die Tochter der berühmten Sängerin Kathy ist und mit dem bekannten Musiker Simon verheiratet war. Adriana wundert sich, wieso ausgerechnet Linda keinen Besuch erhält, worauf diese ihr antwortet, dass sie von ihrer Schwester Mikaela und ihrem Freund Alex enttäuscht wurde. Beide hätten die Aussagen vor Gericht verweigert. Doch Adriana gibt nicht auf und drängt Linda, für eine Wiederaufnahme des Prozesses zu kämpfen. Linda stellt fest, dass sie in den vergangenen Jahren viele Erinnerungen verdrängt hat und einiges kommt ihr im Nachhinein selbst merkwürdig vor. Sie bittet ihre Schwester, sie zu besuchen und fordert die Gerichtsakten an.
Die Buchhändlerin Tereza Berger hat sich in dem bretonischen Camaret-sur-Mer gut eingelebt und plant nach der Renovierung ihrer Villa Wunderblau die Eröffnung eines Gästehauses. Doch zunächst bittet sie Commissaire Gabriel Mahon um die Begleitung zur Hochzeit des Helikopterpiloten Sean, der auf der Insel Quessant eine bretonische Hochzeit mit Nathalie feiern will. Schon am Hafen ist Tereza enttäuscht, weil Gabriel nicht kommt. Wie sie dort erfährt, ist er bereits auf der Insel und lässt ihr die Novelle „Reise in die Hölle“ überreichen, die sie auf der Überfahrt lesen möchte. Schon beim Anblick der anderen Gäste, die mit Windjacke und Schal ausgerüstet sind, während sie in Sommerkleid und Flipflops an Bord geht, beschleicht sie eine Vorahnung. Die hohen Wellen übersteigen die schlimmsten Befürchtungen der sonst so toughen Frau.
Die diplomierte Biologin Agnes ist seit sechzehn Jahren mit dem Arzt Tom Morgenthaler verheiratet. Mit dem 16-jährigen Jonas und seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Emma leben sie in einer großzügigen Altbauwohnung im Westen Hamburgs. Bevor sie sich eines Tages zu einer, so glaubt sie, langweiligen Vortragsreihe mit ihrem Mann treffen soll, hilft sie noch ihrer Freundin Britta in einer Bildungs- und Förderstätte, tauscht rasch ihre Arbeitskleidung gegen ein Etuikleid und besteigt einen Zug. Zu spät stellt sie fest, dem Anlass nicht entsprechend gekleidet, frisiert und geschminkt zu sein. Absolut underdressed sieht sie sich mitten elegant gekleideter Gäste, und als Jonas auch noch die Auszeichnung Excellence Award für seine Arbeit erhält, was offensichtlich alle außer ihr wussten, wird es ihr endgültig zu viel und sie rennt weinend aus dem festlichen Saal.
Karl-Friedrich Jukelnack ist ein Einzelgänger, immer auf der Suche nach dem einfachsten und bequemsten Weg. Bei der Berufswahl nimmt er den Rat seines Vaters an und wird Volksschullehrer. Durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs mogelt er sich auf seine Weise und steigt, nachdem er aus russischer Gefangenschaft kommt, zum Konrektor an seiner alten Schule auf. Abwechslung von der Pflege seiner Mutter sucht der schüchterne Mann, stets erst nach einigen Bierchen, bei der verheirateten Betti, die es mit der Treue nicht so genau nimmt und eines Tages spurlos verschwindet. Als Jukelnack einer Einladung seiner Kollegin Grete Schweers folgt, macht er dort die Bekanntschaft mit Else.
Wer schon einmal in Amsterdam war, wird wohl kaum an einer der unzählig angebotenen Grachtenfahrten vorbeigekommen sein. Ob bei Regen, mit kleinem Geldbeutel oder mit Kindern: Einen Besuch ist die von Wasser umgebende Stadt allemal wert. Anneke Bokern hat für den
Erst vor zwei Wochen wurde Bernd Jesper von seiner Freundin Lea aus ihrer Wohnung geworfen. Seitdem übernachtet der Biologiestudent, der eigentlich noch promovieren wollte, in seinem Subaru. Da er finanziell in der Klemme steckt, hat er einen Job als Sortierer auf einem Schrottplatz in Berlin angenommen. Eines Tages macht ihm sein Kollege Gustav Wessing ein verlockendes Angebot: Er könnte für ein Jahr mit ihm nach Gabun in Afrika kommen. Das Camp, in dem reiche Gäste direkt im Urwald die Tiere in freier Wildnis erleben können, befände sich noch im Aufbau. Als Biologe, mit Spezialgebiet Primaten, wäre er bestens für die Betreuung der Touristen geeignet.