Günner Mambrallek: Wat willzeIn den Ruhrpott-Geschichten Wat willze von Volker Kosznitzki ist Günner Mambrallek mit Lissken verheiratet, hat Otto Korsinetzky zum Cousin, Bernie Freitag ist sein Kumpel und Uschi eine Nachbarin. Er raucht gerne eine „Kippe“ und freut sich nach Feierabend auf ein „lecker Pilsken“. Denn immer wieder macht er die Erfahrung, dass er bei einer gemütlichen Pilsrunde gut gemeinte Ratschläge eines Kumpels erhält, wie er beispielsweise den Eigenanteil für eine zahnärztliche Behandlung mindern kann. Einem Glas Wein kann Günner genau so wenig abgewinnen wie dem Oktoberfest, und Verständnis kann er weder für die Umstellung auf Sommerzeit, noch für die Mallorca-Urlauber am Ballermann aufbringen.

Skeptisch wird Günner Mambrallek beim Thema Online-Banking und schüttelt den Kopf angesichts des überhand nehmenden Austausches von WhatsApp Nachrichten. Bei Verträgen scheint es ihm System zu haben, wenn das Kleingedruckte niemand entziffern kann und die Formulierungen mit Absicht so gewählt sind, dass der Kunde nicht versteht, was er unterschreiben soll. Nicht verständlich sind selbst für eine Einserkandidatin im Fach Mathematik Rechenaufgaben, die Günners Nachbarskind in der zweiten Klasse lösen soll. Weiterlesen »

Günner Mambrallek ist ein Genießer: Nach Feierabend trinkt er gerne ein Pils und raucht dazu eine Zigarette. Sport treibt er bewusst nicht, fährt aber gerne und viel mit dem Rad. Er liebt die Musik der Beatles und Stones und hält sich vom Vereinsleben lieber fern, wobei der Kegelverein eine Ausnahme bildet. Bei einem Ausflug mit seinen Kegelbrüdern sieht er sich plötzlich am Flughafen einer Kalaschnikow gegenüber, und in einem Traum haut er Dieter Bohlen in der Castingshow um. Die Rauchverbote in der Öffentlichkeit und sogar in der Wohnung gehen ihm zu weit, bei der Ziehung der Lottozahlen bekommt er Herzklopfen, und zu allem Überfluss verlangt man von ihm den Kauf eines Anzugs samt Krawatte für eine Familienfeier.

Einem seiner Kumpel ist das Wasserlassen in einer öffentlichen Grünanlage teuer zu stehen gekommen, während ein anderer von seinem Vollzeitjob nicht leben kann. Von einem Rechtssekretär wird Günner darüber aufgeklärt, wie die Kreisverwaltung rechnet, mit dem Handbuch zu seinem neuen Herd hat er seine liebe Not, und seine Einkäufe tätigt er lieber im Supermarkt, als zu den überteuerten Tiefkühlprodukten der Firma Eismann zu greifen. Längst hat er auch die Vorzüge der Steuererklärung als Freiberufler oder die einiger Tickets des Verkehrsverbundes kennengelernt und weiß besonders nach einer schlechten Erfahrung mit der Deutschen Bahn die lokalen Verkehrsunternehmen zu schätzen. Seinem Herrgott dankt Günner dafür, nicht immer erreichbar zu sein, denn er kommt gut ohne ein Handy aus, hat er doch bereits als Kind bei seiner Uroma auf das Fernsehen verzichten müssen. Weiterlesen »

In bestem Ruhrpott-Deutsch schreibt Volker Kosznitzki Geschichten über Günner Mambrallek, der sich als bekennender Gewerkschafter den Titel eines Dipl.-Cholerikers zugelegt hat. Obwohl Günner an seinem Wohnort die Innenstadt nicht gefällt, ist er stolz auf das „Berchbaumuseum“. Verheiratet ist er mit „Lissbett“, die ihm sogar Vorschriften macht, wie er zu pinkeln hat. Vergeblich sucht er in einem Biergarten bei ein paar „Pilskes“ Entspannung, zieht sich einen Bandscheibenschaden zu, als er gegen Wildtauben vorgehen will und kommt einem Zeitschriftenwerber bei einer Urkundenfälschung auf die Schliche. Günner versteht nicht, wieso die „Verschönerung“ eines Wahlplakats Sachbeschädigung sein soll, hält nur eine Abgeordnetendiät für eine wahre Diät, wird von einer früheren Schulkollegin über „Traumfänger“ aufgeklärt und sammelt Erfahrungen als Patient im Krankenhaus.

Volker Kosznitzki gibt in dem Buch Günner Mambrallek: So isset! Ruhrpott-Geschichten zum Besten, von denen einige eher zum Heulen sind, als zum Lachen. Denn Günner Mambrallek nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um politische, gesellschaftliche oder soziale Missstände in unserem Land geht. Unserer Kanzlerin unterstellt er Schwachsinn und sieht in ihr eine Vogelscheuche, während er mit einem schwulen Milchbubi von der blau-gelben Partei hart ins Gericht geht. Weiterlesen »