Eigentlich wollte er Fußballprofi werden, sein großes Vorbild war Pelé. Urs Althaus wurde 1956 als uneheliches Kind einer Schweizer Mutter und eines nigerianischen Medizinstudenten geboren. Den Vater hat er nie kennen gelernt. Er wuchs als einziges schwarzes, reformiertes Kind in der katholischen Urschweiz in Altdorf auf. Seine Kindheit verbrachte er unbeschwerter, als man annehmen würde.

Nach der Schulzeit startete er zuerst beim FC Basel, dann beim FC Zürich eine Fußballkarriere, die er verletzungsbedingt aufgeben musste. Während seiner kaufmännischen Ausbildung erhielt er durch Zufall seinen ersten Modeljob. Was danach kommt, ist wie eine rasante Achterbahnfahrt.

Er lief für Designer wie Calvin Klein, Valentino, Armani, Kenzo, Yves Saint Laurent und hat es zum internationalen Topmodel gebracht. Er war das erste schwarze Männer-Model, das es auf das Cover der amerikanischen Modezeitschrift „GQ“ geschafft hatte. Er arbeitete als DJ in dem Ferienort Klosters und wurde Chef der größten Schweizer Model-Agentur. Als Schauspieler stand er neben Marcello Mastroianni und mit Sean Connery, in der Verfilmung von Umberto Ecos Roman Der Name der Rose, vor der Kamera. Er konsumierte Drogen und Alkohol, liebte Männer und Frauen. Er war reich, hat alles verloren und wieder neu angefangen. Weiterlesen »