Thomas Biermann hat für die einunddreißig Gutenachtgeschichten für Manager zumindest zum Teil auf eigene Erfahrungen während seiner langjährigen Tätigkeit als Manager und später als Professor für Betriebswirtschaft zurückgreifen können. Wie nicht anders zu erwarten, drehen sich die meisten seiner Geschichten um Seminare und Konferenzen, wobei ein Abteilungsdirektor schon einmal an Morbus Meeting erkranken kann, wenn er irrtümlich glaubt, überall und jederzeit gebraucht zu werden. Fatal kann es auch sein, wenn ein Controller nichts von der Arbeit versteht, die an der Basis ausgeführt werden muss. Der Autor schreibt vom Aufstieg einer Schreibkraft zur Direktionsassistentin und eines Lehrlings zum Vorstandsvorsitzenden, während sich ein Mann wohl oder übel mit der Position eines ewigen Stellvertreters abfinden muss. Zum Erstaunen erreicht ein nur mittelmäßiger Schüler einen Posten am Oberverwaltungsgericht, trotz eines Sozialplans bekommen die „falschen“ Mitarbeiter eine Kündigung, und zwei Seminarteilnehmer empfinden nur deshalb Freude, weil ihr Chef den Schaden hat.

In einer Geschichte lässt der Bräutigam bei der Hochzeit auf sich warten, ein inzwischen Einhundertjähriger wartet immer noch auf den Gewinn in der Lotterie, ein anderer kämpft hartnäckig um die Verleihung eines Ordens, und ein Freund aus frühesten Kindheitstagen wird einfach abgewimmelt. Weiterlesen »