Seit Jahrtausenden fürchten sich die Menschen vor der in aller Regel durch Hunde übertragenen Tollwut, die ohne Impfung oder eine Prophylaxe innerhalb weniger Stunden nach einer Infektion immer tödlich verläuft. Auslöser sind Lyssaviren, die auch durch den Biss einer Fledermaus übertragen werden können. Mit genau dieser Problematik muss sich Valentina Bergh auseinandersetzen, die zu ihrer Tante Konstanze Schilling nach Berlin geholt wird, nachdem sie ihren Job als Chefsekretärin verloren hat. Wie ihre Tante will auch sie in Zukunft nur noch Krimis schreiben. Valentina vermietet ihre Eigentumswohnung und macht sich auf den Weg. Als sie mit ihrer Freundin Frederike Singer, die sie vom Flughafen abgeholt hat, am Haus eintrifft, ist die Tante verschwunden, ihre Colliehündin nicht zu finden und die Katze halb verhungert. Der Nachbar Wilhelm Blank weiß den beiden Frauen von einem Notarztwagen zu berichten, der Konstanze vor zwei Tagen abgeholt hat. Wie Valentina in Erfahrung bringt, wurde ihrer Tante von Prof. Lukas Roth eine neue Hornhaut transplantiert und nach Aussage der Oberärztin Elena Garcia-Diaz wäre sie nach kurzem Koma dem Tod erlegen. Die Obduktion hat Anzeichen einer Tollwut ergeben, und obwohl auch ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden konnte, hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren mangels Beweisen eingestellt. Weiterlesen »

Die Hilfskraft Jenny arbeitet in einer Bäckerei und ist Single, was sie nur zu oft bedauert. Da sie sich von dem schlecht bezahlten Job selten einen tollen Abend mit ihrer Freundin Anna leisten kann, begeht sie kleine Diebstähle und macht die Ausbeute über Ebay zu Geld. Als sie eines Tages einen teuren Flakon aus einer Parfümerie stiehlt, wird sie vom Security-Chef des Einkaufszentrums erwischt. Von nun an reißt ihre Pechsträhne nicht ab. Jennys Nerven liegen nicht nur wegen ihrer Oma Käthe blank, die es ebenfalls mit der Ehrlichkeit nicht so genau nimmt, sondern sie muss sich auch noch den immer neuen Fragen von Kriminalhauptkommissar Harald Dennerlein stellen. Erschwerend kommt für Jenny hinzu, dass sie nichts gegen ihre Vermieterin Silvia Probst und auch nichts gegen Tobias Winter unternehmen kann, der sie ständig beobachtet und verfolgt. Mächtigen Ärger steht ihr obendrein mit ihrem Chef ins Haus und selbst mit Anhängern des Tierschutzes muss sie sich auseinandersetzen. Da kommt ihr ein gut aussehender Kunde gerade recht, der sie mit seinem Ferrari auf seine Jacht an die Côte d’Azur einlädt.

Wenn es in dem Saarland-Krimi Pleiten, Pech & Leichen auch tatsächlich Tote zu beklagen gibt, so aber nicht durch vorsätzlichen Mord, sondern vielmehr durch eine Verkettung unglücklicher Zwischenfälle. Schon nach wenigen Seiten verblüfft Elke Schwab den Leser mit einem völlig unerwarteten Geschehen und wartet im weiteren Verlauf mit immer neuen Überraschungen auf. Weiterlesen »

Ella Brandt ist mit dem Zug auf dem Weg in die Dunenburg-Klinik auf Juist. Mit drei Jobs war sie völlig überlastet, was in einem Burnout endete. Drei Operationen sowie eine Trennung von ihrem Freund Marty hat sie hinter sich, fühlt sich nur mehr als menschliches Wrack und setzt alle Hoffnungen auf die vier Wochen Klinikaufenthalt. Als sie der Kutscher Berno Hansen bei der Ankunft in der Klinik mit den Worten verabschiedet, gut auf sich acht zu geben und zu ihm zu kommen, wenn etwas sein sollte, misst sie dem noch keine Bedeutung zu.

Rita Kalo nimmt Ella in Empfang, der von ihr wenig Freundlichkeit entgegen gebracht wird. Vom leitenden Psychologen Boris Seitz und dem Direktor Dr. Carl Rottmann hat sich Ella viel versprochen, doch besteht deren Therapie in der großzügigen Verabreichung von Psychopharmaka. Ihren persönlichen Therapeuten Jens Schefer möchte sie schnell wechseln und Masseur Rudi Elmer ebenfalls, der sie offensichtlich nur begrapschen will.

Eines Tages wird die Patientin Mascha tot aufgefunden und Hauptkommissarin Deike Coordes nimmt mit ihrem Kollege Jan Albers die Ermittlungen auf. Als mit Susan Mayfeldt eine zweite Tote zu beklagen ist, sucht Ella nach Gemeinsamkeiten und einem Mordmotiv: Der Masseur Rudi Elmer wollte eventuell seine Übergriffe vertuschen und Jens Schefer könnte aus verschmähter Liebe zu Susan Mayfeldt gehandelt haben. Weiterlesen »

Rund zwei Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer besitzen in Erfurt nur wenige Privathaushalte ein Telefon. In dieser Zeit ist der Kriminalroman Auf Sendung von Beate Baum angesiedelt. Kirsten Bertram und Andreas Rönn vom „Tageskurier“ sind einem Verrechnungsschwindel auf der Spur. An einer Werbekampagne um eine Striptease-Show des Privatsenders PLT scheint etwas faul zu sein, denn zwei Mädchen, die einen Preis gewonnen haben, bleiben plötzlich verschwunden. Manfred Haffmann war der Organisator der Show und für Kirsten und Andreas ist noch nicht klar, was der Programm-Direktor Suerth und der Produktionsleiter Pohland mit der Sache zu tun haben. Als Andreas zu einem Termin mit Haffmann fährt, trifft er ihn in seinem Büro tot an. Er ist nun selbst in den Kreis der Verdächtigen geraten, aber zum Glück hat Kirsten kürzlich die Bekanntschaft des Privatdetektivs Dale gemacht.

In einem Gespräch belastet Martina Fürst ihren ermordeten Schwager und sie bringt das Ermittlertrio mit Angela Heyn zusammen. Auch sie kann nichts Gutes über Haffmann sagen und gibt zu, ihn gehasst zu haben. Sie erfahren weiter, dass von einem der verschwundenen Mädchen eine Karte aus Marrakesch eingetroffen sein soll, wonach es ihr gut geht. Weiterlesen »

Vor dem Hintergrund der jüngsten Abhöraktionen der US-Geheimdienste greift Martin Sudermann mit dem Atomkraft-Krimi XXX ein brandaktuelles Thema auf: Holger plant im April 2006 mit Markus, Willy und Lisa einen Anschlag auf einen Strommast in der Nähe des Atomkraftwerkes Grohnde. Geschädigter dieses Anschlags ist die Westdeutsche Energie AG, kurz WEAG. Unerwartet geraten sie während des Rückzuges in eine Polizeikontrolle. Fast ein Jahr später lernt Holger über seinen Freund Bernd die zwei Aktivisten Nadine und Önder kennen, mit denen er einen Atommülltransport behindert, sich ins Netzwerk der WEAG hackt und eine Hauptversammlung stört. Da es wiederholt zu Polizeikontrollen kommt, vermutet Hendrik einen Spitzel in der Gruppe. Er recherchiert auf eigene Faust.

Hendriks Leiche wird ein paar Tage nach einer Großdemo im Dezember 2010 im Bach einer Wassermühle am Rande von Göhrde gefunden. Sein Freund, der Journalist Thomas Krüdewagen, fährt zur Beerdigung und trifft dort auf Erika, mit der Holger bereits 1976 in Brokdorf demonstriert hat. Über Erika lernt er auch Önder und Nadine kennen. Bei Thomas kommen sofort Zweifel auf, dass es sich um einen Selbstmord oder Unfall gehandelt haben könnte. Weiterlesen »

In den Jahren sozialer Not und großer Arbeitslosigkeit, die letztlich in der Diktatur des Dritten Reiches endete, trieb der Serienmörder Peter Kürten von Februar 1929 bis Mai 1930 sein Unwesen. Hanno Parmentier geht es in seinem Buch Der Würger von Düsseldorf weniger darum, die Absichten des Mörders oder seine Motive zu schildern, sondern er will das Augenmerk des Lesers auf die zahllosen Opfer des Serienmörders richten. Nicht jeder seiner Mordversuche endete für sie mit dem Tod, wobei aber mindestens acht Personen dieses Schicksal ereilt hat.

Bereits in jungen Jahren landete der aus Mülheim stammende Peter Kürten wegen verschiedener Einbrüche und Diebstähle mehrmals im Gefängnis. Mit neun Jahren will er, wie er später im Verhör aussagte, bereits drei gleichaltrige Jungen getötet haben. Feuersbrünste und austretendes Blut hatten schon frühzeitig eine luststeigernde Wirkung auf ihn. Seine Opfer wählte er willkürlich und er gab sich gerne als Postbeamter oder Straßenbahnfahrer aus. Völlig unvermittelt würgte er seine Opfer oder schlug auf sie ein. Mit 45 Jahren beging Peter Kürten den ersten Mord einer Serie, die er fast alle im Gebiet um Flingern, Grafenberg und Gerresheim verübte. Die Morde verschafften ihm eine sexuelle Befriedigung und gelegentlich ließ er von seinem Opfer ab, sobald er ejakuliert hat. Weiterlesen »

Luise Temmen, vierundfünfzig Jahre und seit fünf Jahren geschieden, wird in der Badewanne eines Rostocker Hotels ermordet aufgefunden. Sie war die Vorsitzende einiger Stiftungen und hatte Einfluss auf Wirtschaft und Politik in der Landeshauptstadt Schwerin. Die Todesursache war vermutlich Erwürgen. Denn sie wurde entkleidet, in die Badewanne gelegt und ihre Pulsadern aufgeschnitten, wobei man ihr die Kehle zudrückte. Einige persönliche Wertsachen wurden gestohlen, doch vom Täter fehlt jede Spur. Die Überwachungskameras zeigen einen mit Hut und Mantel vermummten jungen Mann, der mit dem Aufzug in die Etage fährt und einige Zeit später das Hotel wieder verlässt. Eine der gestohlenen Kreditkarten wurde benutzt, um ein Mecklenburg-Vorpommern-Ticket zu kaufen und deshalb weiß die Rostocker Kripo nicht, wohin der Mörder gefahren ist.

Erst in drei Tagen möchte Kriminalhauptkommissar Elliot die Presse und seine Schweriner Kollegen über den Tod der prominenten Luise Temmen informieren und bis dahin den Mörder dingfest gemacht haben. Deshalb engagiert er den Privatdetektiv Pawel Höchst, der für ihn hinter dem Rücken der Schweriner Kollegen Untersuchungen in dem Fall anstellen soll. Weiterlesen »

Endlich ist es Shiva, der Journalistin einer Boulevardzeitung, nach zwei Jahren gelungen, einmal aus der Tretmühle auszubrechen, um ein paar Urlaubstage in Oberhof zu verbringen. Sie kann es kaum erwarten mit ihren Langlaufskiern in die Loipe zu kommen, in der sie auf Susanna trifft, die sich etwas merkwürdig verhält. Doch schnell freundet sie sich mit Susanna und ihrer Freundin Judith an, und noch bevor sie dem merkwürdigen Verhalten von Susanna auf den Grund gehen kann, wird sie von ihrem Chefredakteur nach Berlin in die Redaktion beordert. Um die sinkende Auflage der Zeitung wieder zu steigern, hat er beschlossen, alte Kriminalfälle noch einmal neu aufzurollen. Für Shiva hat er den Kreuzworträtselmord vorgesehen, ein Fall, der vor über dreißig Jahren lückenlos aufgeklärt wurde. Der Täter wurde gefasst und war geständig, er wurde verurteilt und weggesperrt – was sollte sie da noch ausgraben.

Von der Idee und dem Bauchgefühl ihres Chefredakteurs genervt, beginnt Shiva mit ihren Recherchen und bekommt unerwartet Unterstützung von Kriminalrat Glosswig, der damals bei den Ermittlungen dabei war. Sie findet heraus, dass der Täter Sven G. inzwischen aus dem Vollzug entlassen wurde und in Schaulern, nur ein paar Kilometer von Oberhof entfernt, lebt. So kann sie ihren Urlaub fortsetzen und an dem Fall weiter recherchieren. Weiterlesen »

Recherchen über aus der Ukraine nach Deutschland verschleppte Zwangsarbeiter und den Giftgaseinsatz gegen die Kurden im Nordirak, die Martin Sudermann betrieben hat, bilden den Kern zu dem Sauerlandkrimi Mordsgeschäfte. Dem Autor war es ein Anliegen, das Schicksal der oftmals zu Tode gekommenen Zwangsarbeiter in einem Roman aufzuarbeiten und hat auch das Massaker um Babij Jar in der Ukraine aufgegriffen.

In den Trümmern eines ausgebrannten Verwaltungsgebäudes in Grüneck liegt ein Toter. Der an einer Kohlenmonoxidvergiftung Verstorbene ist zwar bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, doch trotzdem kann er als Michael Dramsfeld identifiziert werden. Die Hagener Kommissarin Ulrike Schrader wird nach kurzer Ermittlungsarbeit von dem Fall abgezogen, den nunmehr das LKA übernimmt.

Der Journalist Thomas Krüdewagen erfährt durch seine Mutter von dem Toten und dem Brand des Unternehmens, das seinerzeit von seinem Opa gegründet und später von seinem Onkel Herbert Schürmann übernommen wurde. Weiterlesen »