Mit einer Sammlung von zwanzig makabren Kriminalgeschichten wartet das Buch Totgelacht von Manfred Koch auf. Da bewundert ein Kriminalkommissar tatsächlich einen Viersternekoch, der bei vierzehn begangenen Morden nicht die kleinste Spur hinterlassen hat. Ein Möbelhaus preist seine Besteckserie „Skalpellen“ und den neuen Lehnstuhl „Folteren“ an, ein vermeintlicher Neffe will den Onkel um sein Geld prellen, und ein Journalist muss von seinem Chef Vorhaltungen wegen schlampiger Recherchen einstecken. Angehende Meuchlerinnen und Meuchler wohnen einem Vortrag über den perfekten Mord bei, und ein Bankräuber kommt erst zu spät zu der Einsicht, wie nützlich Fremdsprachen sein können.

Ungewöhnlich reagiert ein Polizist auf das Geständnis eines Mörders, und aus Unachtsamkeit stellt ein Ehemann das Video von dem Mord an seiner Frau ins Netz. In einer weiteren Geschichte berichtet ein Polizist von einem Wettbewerb eines Wirtes, der ein Pilzgericht nach dem Vorbild von russischem Roulette kreiert, weil einem Gast ein Knollenblätterpilz serviert werden soll. Beim Ansehen eines Kriminalfilmes dreht ein Mann durch, und ein Mörder sucht auf dem Weg zur geeigneten Todesart nach den Chakren seines Opfers. Weiterlesen »

In der kleinen, italienischen Gemeinde Cormons schreckt lautes Glockengeläut die Bewohner auf, das ihre Aufmerksamkeit so auf eine Hinrichtung lenkt. Hilflos müssen sie mit ansehen, wie ein Mann durch eine Steinigung zu Tode kommt. Einer Zeugin ist es zu verdanken, dass sich die Ermittlungen von Commissario Bruno Vossi sowie seiner Assistenten Roberto und Rita schnell auf den Kirchturm konzentrieren, von dem aus der Täter die grausame Tat per Fernbedienung gesteuert hat. Sie finden keinen Grund für den enormen Aufwand, die der Mörder für die Inszenierung betrieben hat und fragen sich, was er ihnen mit einer Zahlenkombination als hinterlassenes Scripsi sagen will.

War der erste Tote ein Bauer, so hat es Vossi bei dem zweiten Toten mit einem Padre zu tun. Dieselben geheimnisvollen Merkmale, die beide auf den Oberschenkeln aufweisen und ein weiteres Scripsi deuten auf denselben Täter hin. Doch damit nicht genug: Während einer Gedenkfeier wird ein Anschlag auf den Präsidenten Mario Sulzer verübt, für dessen glimpflichen Ausgang sich Vossi auch noch vor seinem Vorgesetzten verantworten muss. Der Lokalchef der La Gazzetta sitzt Vossi im Nacken und ein weiterer Priester wird erschossen aufgefunden, wobei auch er dieselben Merkmale am Oberschenkel aufweist. Als auch ein Schwuler tödlich getroffen wird, ist die Bevölkerung aufgebracht, was letztlich die italienische Staatssicherheit auf den Plan ruft, da ein Besuch des Papstes bevorsteht. Weiterlesen »

Für einen Bauernsohn aus den Bergen hat es der Bildhauer Gottfried Moorhammer weit gebracht. Seine Steinskulpturen stehen in bedeutenden Museen und auf vielen Plätzen in den Metropolen der Welt. Doch nun ist er zurückgekehrt auf den ehemaligen Bauernhof im Stodertal, aus dem er ein Refugium der Kunst geschaffen hat. Er arbeitet gleichzeitig an drei Skulpturen aus Marmor, für die ihm seine Geliebte, die junge und schöne Tunesierin Adna, Modell steht. Zu seinem fünfundfünfzigsten Geburtstag möchte Gottfried Moorhammer ein Fest feiern, das er mit seiner Haushälterin Barbara Satzberger nach seinen Vorstellungen geplant hat. Bereits am Vortag sind seine Exfrau Elvira Altmann und seine Tochter Jasmina mit ihrem Freund Clemens aus Wien angereist. Denn Elvira möchte den Aufenthalt nutzen, um die Zeichnungen des Bildhauers für einen Bildband zu fotografieren. Währenddessen verführt Adna Moorhammers Freund, den Kunstförderer Heiner Schweiger, in seiner Salzburger Wohnung und bereitet ihm den Himmel auf Erden. Aber auch der junge Komponist Jens Tillmann hat ein Verhältnis mit der schönen Tunesierin und schmiedet gemeinsame Zukunftspläne.

Am Tag nach dem Geburtstagsfest von Gottfried Moorhammer stellt die sagenumwobene Katharina Moser, die viele Einheimische für eine Berghexe halten, an einer Streuobstwiese ihre Bienenstöcke auf. Dabei entdeckt sie ein Stück oberhalb am Wasserfall eines Wildbachs die Leiche einer jungen Frau, bei der es sich um Adna Sriti handelt. Weiterlesen »

Würde eine Befragung darüber durchgeführt, was eigentlich ein Pfarr-Krimi ist, so wäre wohl in vielen Fällen die Antwort, dass es sich dabei um eine Kriminalgeschichte mit Pater Brown handelt. Die literarische Schöpfung des Father Brown von Gilbert Keith Chesterton wurde in Deutschland erst in den 1960er Jahren durch eine Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle bekannt und erlangte Kultstatus. Somit legt Johannes Gönner, der Pfarrer in der Canisiuskirche in Wien ist, die Messlatte für seinen Pfarr-Krimi Nichts ist vergessen ziemlich hoch.

Als Franziska ihren Freund Kostas und seine Familie auf Kreta besucht, weiß Pfarrer Stefan Katzner von der Canisius Pfarre in Wien noch nicht, dass sie ihre Arbeitsstelle bei ihm gekündigt hat, um nach ihrem Urlaub gemeinsam mit Kostas ein Restaurant gleich gegenüber der Kirche zu eröffnen. Auch Clara, ein weiteres Mitglied der Gemeinde, gibt ihren Job bei der Hotline von Sunny Tours auf, um während der Feierlichkeiten zu ihrem zwanzigsten Hochzeitsjubiläum, nach einem filmreifen Abgang in der Kirche, spurlos zu verschwinden. Der Diakon Eberhard Meininger, der nach einem einjährigen Praktikum in der Pfarre seine Ferien auf Kreta verbringt, kehrt am Ende seines Urlaubs nicht wieder nach Wien zurück, sondern bleibt auf der Insel, wo er in einem Supermarkt zufällig auf Clara trifft. Weiterlesen »

Seit achtzehn Jahren ist die fast fünfzigjährige Susanne mit dem Oberförster Josef verheiratet. Sie wohnen einsam Da draußen im Wald, an einem Hang. Ausgerechnet an einem Sonntag bricht Josef zur Kontrolle einer Holzverladung auf, was sie schon Susanne mit Befremden aufnimmt. Noch auffälliger ist, dass er weder seinen Hund, noch sein Gewehr mitnimmt und als er abends nicht heimkehrt, nimmt ihre Unruhe zu. Am nächsten Tag sucht sie Inspektor Roland Raffl auf, dem zur Unterstützung des Suchtrupps Kommissar Ebert von der Kriminalpolizei zu Hilfe kommt. Im Wald werden Blutspuren entdeckt, die zu dem toten Förster Josef führen. Er wurde von einer Ladung Schrot in Brust und Unterleib getroffen. Verdächtigt wird nach ersten Ermittlungen der Wilderer Hinterholzer, der vor Jahren Morddrohungen gegen den Oberförster ausgesprochen hat. Aber auch Dorfbewohner Lehner, der in der Vergangenheit wegen eines gestohlenen Christbaums vom Förster angezeigt wurde, wird verdächtigt.

Unterdessen findet Susanne zu Hause verschiedene Unterlagen ihres ermordeten Gatten, die ihr heiles Weltbild ins Wanken geraten lassen und sie schwankt zwischen Wut und Trauer. Als es aufgrund der weiteren Ermittlungen zu einer Verhaftung kommt, die alle Dorfbewohner irritiert, brodelt die Gerüchteküche. Erst die Aussage der ehemaligen Sekretärin des Ermordeten führt Kommissar Ebert und Raffl auf die richtige Spur. Weiterlesen »

Droht ein Staatsbankrott, wird die Bevölkerung mit einschneidenden Maßnahmen konfrontiert, die einen Logistikplan erfordern. Rechnungen ausländischer Energieversorger kann der Staat nicht mehr begleichen, so dass Benzin rationiert werden muss. Polizei und Feuerwehr müssen bevorzugt werden und somit haben Arbeitnehmer Probleme, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Ärzten und Krankenschwestern werden Kleinbusse zur Verfügung gestellt und der Strom fließt nur noch stundenweise, womit Störungen im Telefonnetz vorprogrammiert sind. Die Beamtengehälter können nicht mehr gezahlt werden, Unmut und Ärger machen sich breit, ein allgemeines Chaos bricht aus. Dieses Szenario beschreibt Claudio Cantele am Beispiel von Lettland in dem Wirtschaftsthriller Im Visier der Heuschrecken.

Der ehemalige Bankier Flavio Contarini erhält von Cavaliere Santini den Auftrag, für ihn nach Wien zu reisen. Dort wäre eine wertvolle Kassette mit Miniaturmalereien gestohlen worden, für die er eine hohe Kaution hinterlegt hat. Niemand ahnt, dass Franziska von Zinober nur durch einen vertauschten Aktenkoffer, den sie über Mittelsmänner Rechtsanwalt Dr. Trauffenstein gestohlen hat, in den Besitz der Kassette gelangte. Vom Anwalt erfährt Flavio, dass sich außerdem ein geheimes Dossier in dem Koffer befand und dass ein anonymer Anrufer bereits für die Rückgabe eine hohe Geldsumme gefordert hat. Weiterlesen »