Nachdem Paul eine gescheiterte Ehe hinter sich hat, seinen Job verloren und von seinem Vermieter vor die Tür gesetzt wurde, bleibt ihm nichts weiter als ein Koffer und ein Seesack sowie eine Pistole und ein altes Schulheft mit Tagebuchaufzeichnungen. In Ermangelung von Freunden weiß er nicht wohin und nistet sich zunächst in einer Schrebergartenlaube ein, um schließlich bei Siegfried Pocke in St. Pauli zu landen. Pocke gibt seinen Ausstand als Wirt, weil er sein Lokal nicht weiter betreiben kann. Von seinem Ersparten begibt er sich auf eine große Reise, und seinem neuen Freund Paul überlässt er bis zu seiner möglichen Rückkehr sein Auto, mit dem sich Paul zu einer dänischen Insel aufmacht.

Unterwegs liest Paul immer wieder in seinen Aufzeichnungen, die er als 17-Jähriger schrieb, wie ihn seine Mutter verlassen hat und sein Vater zum Säufer wurde. So fühlte sich Paul schon frühzeitig minderwertig, war depressiv und dachte an einen Suizid. Er erinnert sich an die Schülerin Katharina, mit der er viele Briefe ausgetauscht hat, was aber in den vergangenen fast 50 Jahren bei Paul in Vergessenheit geraten ist. Seine Gedanken schweifen zum ersten Kuss und den ausgetauschten Zärtlichkeiten. Weiterlesen »