Rainer Wittkamp

Foto Claudia Chiecchi

Rainer Wittkamp, der 1956 in Münster geboren wurde, zog es nach dem Abitur und einer Lehre nach Berlin, um sich dort einem Studium zu widmen. Er darf sich heute nach der Veröffentlichung von fünf Romanen und einiger Kurzgeschichten in Anthologien glücklich schätzen, dass ihm am 12. November 2016 der Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ verliehen wurde.

Hallo, lieber Rainer! In deinem neuen Kriminalroman Hyänengesang hast du wieder einmal die Leser mit einer Menge Zusatzinformationen „gefüttert“. Ich muss zugeben, dass ich besonders die Ausführungen über den Teufelsberg mit Interesse gelesen habe und kann mir vorstellen, dass nicht einmal alle Bewohner von Berlin wissen, dass es sich dabei genau genommen um einen Schrottberg handelt.

In meiner Martin-Nettelbeck-Reihe, die ja fast ausschließlich in Berlin spielt, bemühe ich mich, unverbrauchte Handlungsorte zu finden, um so meine Leser noch stärker in meine Geschichten einzubinden, also ihre Neugier zu wecken. Von zahlreichen Rückmeldungen weiß ich, dass viele Leser das sehr schätzen.

Das kann ich nur bestätigen, denn auch ich liebe es, wenn ich Wissenswertes über die Handlungsorte erfahre, was ich stets mit Interesse verfolge. Weiterlesen »

In der Suite des Hotels de Rome in Berlin wird ein Callgirl vom Nachtportier tot aufgefunden. Wie Kommissar Martin Nettelbeck und sein Kollege Wilbert Täubner von der Managerin des Hotels erfahren, hat ein Attaché der Botschaft von Oman die Suite für eine Nacht gebucht. Noch ist unklar, ob es sich um einen Unfall oder Mord handelt, doch selbst wenn man dem Attaché einen Mord nachweisen könnte, genießt er diplomatische Immunität. Kriminaldirektor Roger Delbrück besteht trotzdem auf einer Untersuchung, denn wegen fehlender Papiere muss noch die Identität des Opfers geklärt werden. Wegen der Verbindungen zu diplomatischen Kreisen, die größte Diskretion erfordern, soll Nettelbeck für die Ermittlungen seinen Urlaub verschieben. Zähneknirschend willigt er ein und will seiner Familie in den seit Wochen geplanten Urlaub nach Ghana nachreisen, sobald er abkömmlich ist.

Dem ehemaligen Schlagerstar Roman Weiden, der vom mehrfachen Millionär in die Armut gestürzt ist, wird vom Amtsgericht die Restschuldbefreiung aberkannt, weil er seinen Porsche verschwiegen hat. Für die Anzeige macht er seinen ehemaligen Finanzberater Maximilian Hollweg verantwortlich, an dem er sich rächen will. Weiterlesen »

Am morastigen Ufer des Krossinsees in Berlin findet Rosa Engelbosch, die Pächterin des angrenzenden Campingplatzes, einen toten Mann mit zerborstenem Schädel. Als erstes alarmiert sie die Polizei. Dann entdeckt sie eine Gruppe von wilden Campern, deren vierter Mann offensichtlich der Tote ist. Wie Kriminalhauptkommissar Martin Nettelbeck und sein Kollege Wilbert Täubner vom LKA schnell herausfinden, handelt es sich bei der Gruppe allesamt um Kriminaldirektoren in hohen Leitungsfunktionen, die sich seit ihrer gemeinsamen Studienzeit halbjährlich treffen. Dieses Mal haben Lutz Büchler, Max Hartl, Steffen Reifenberg und der nunmehr tote René Walcha eine Radtour unternommen.

Zur Verstärkung der beiden Beamten teilt Kriminalrätin Jutta Koschke ihnen die Kriminalistikstudentin Irina Eisenstein zu. Alles deutet für die Drei zunächst auf einen Suizid hin, denn auch die neben dem Toten gefundene Waffe könnte diese Theorie bestätigen. Roger Delbrück, ein früherer Kollege von Martin, der René kannte, kann ihnen leider auch nichts Verwertbares über ihn mitteilen. Dafür führen sie die Ermittlungen aber zu einem Bauskandal, mit dem René betreut war und bei dem Millionen unterschlagen wurden. Doch Marius Fechner, der Geschäftsführer der Bauplan-Investment GmbH, beschuldigt seinerseits René der Korruption. Der Fall spitzt sich immer weiter zu, als der Kriminaltechniker Achim Lebeck anhand eines winzigen Lederpartikels nachweist, dass René ermordet worden sein muss. Weiterlesen »