Tod und SpieleFalko Cornelsen, Kriminalhauptkommissar in Lüneburg, ist von seiner Frau enttäuscht, die ihn seit Monaten betrogen hat. Um Abstand zu gewinnen, fährt er zu seinem Freund und Amtskollegen Oliver König nach Flensburg. Als dieser einen Anruf erhält und sofort zu einer Leiche gerufen wird, entscheidet sich Falko spontan, Oliver und dessen Kollegen Stefan zum Tatort zu begleiten. Die Fahrt führt sie zu einem als Versicherungsbüro getarnten SM-Club, und der Notarzt kann bei Klaus Deepenbrock, einem Rechtsanwalt, eine natürliche Todesursache trotz Fesselungsspuren und diverser Strangulationswunden nicht ausschließen. Wie es scheint, ist der Mann an einem Herzinfarkt verstorben. Doch dann fällt bei der Obduktion eine Einstichstelle auf, die sowohl im Kopf, als auch in der Fetischmaske, die Deepenbrock getragen hatte, vorhanden ist. Falko lässt sich nicht lange von Oliver bitten, den Fall gemeinsam mit ihm aufzuklären und sogar die Leitung zu übernehmen, da er für seine eigenwillige Vorgehensweise, sich durch Autosuggestion in Trance zu versetzen und so über sein Unterbewusstsein zur Aufklärung eines Falles beizutragen, bekannt ist.

Für Falko und Oliver steht fest, dass entweder Alexandra Brunner, die für Deepenbrock zuständige Domina, oder ihre Mitarbeiterin Helena die tödliche Spritze verabreicht haben muss, sofern nicht weitere Personen im Club zugegen waren. Doch das bestreiten beide Frauen. Sie können sich den Mord nicht erklären und wollen nichts Ungewöhnliches bemerkt haben. Weiterlesen »

Petra Mattfeldt

Foto © Sonja Inselmann

Petra Mattfeldt wurde 1971 geboren und neben einer Tätigkeit als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte arbeitet sie auch noch als freie Journalistin. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Norddeutschland, wo sie bereits ihre Kindheit verbrachte.

Frau Mattfeldt, Sie…

Darf ich kurz unterbrechen? Wenn es recht ist, möchte ich das persönlichere „Du“ vorschlagen.

Immer gerne! Also wenn ich das richtig sehe, präsentierst du mit dem Kriminalroman Sekundentod deinen Debütroman.

Das ist nicht ganz richtig. Denn unter meinem Pseudonym Caren Benedikt habe ich bereits drei historische Romane geschrieben: Die Feinde der Tuchhändlerin ist im Club Bertelsmann im Jahr 2010 erschienen und dann als Taschenbuch 2012 bei Piper. Die Duftnäherin kam 2011 bei Weltbild in den Handel und im September 2013 als Taschenbuch bei Droemer Knaur. Etwa zeitgleich kam dann mein dritter Roman Die Kerzenzieherin bei Weltbild heraus. Hierzu wird das Taschenbuch dieses Jahr im September bei Droemer Knaur erscheinen. Außerdem habe ich noch an dem Gemeinschaftsroman Die vierte Zeugin und der Anthologie Bitterer Nachgeschmack mitgewirkt. Auch hieran hatte ich viel Spaß.

In diesen Romanen, vermute ich, sind die Protagonisten Frauen. In dem Kriminalroman Sekundentod ist Falko Cornelsen als ermittelnder Kommissar die Hauptperson. Wenn ein Roman von einer Frau geschrieben wird, sind die Ermittler meist weiblich und betreiben ein Detektivbüro. Ist es dir nicht schwer gefallen, dich in die Rolle des männlichen Profilers zu versetzen? Weiterlesen »

Persönlichkeitsprofile werden heute von Psychologen erstellt, Firmen bedienen sich einem beruflichen Profiling bei der Auswahl ihrer Bewerber und in der Kriminalistik wird ein Täterprofil angelegt. Spezialist für die Erstellung eines Profilings ist Hauptkommissar Falko Cornelsen in dem Kriminalroman Sekundentod von Petra Mattfeldt: Die Bestsellerautorin Rebecca Ganter wird an einen Stuhl gefesselt, mit Ohropax in der Nase und einem mit Sekundenkleber verschlossenen Mund erstickt aufgefunden. Gestohlen wurden eine auffällige Armbanduhr und ein ausgefallenes Laptop. In Gesprächen mit ihrem Agenten, Verlagsleiter und ihrer Lektorin erfahren Falko Cornelsen und seine Kollegen Timo Breitenbach, Sarah Bischoff und Rolf Kramer, dass die Ermordete ein eher eigenwilliges Leben geführt hat. Als sie sich näher mit einem ihrer Romane beschäftigen, in dem sie detailliert die Foltermethode beschreibt, die zu ihrem Tod geführt hat, werden sie stutzig.

Falko Cornelsen stellt mit Miniaturbauten den Mord nach und versucht auf diese Weise, ein Profiling des oder der Täter zu erstellen. Doch der Fall scheint nicht auf Lüneburg begrenzt zu sein, denn von seinem Kollegen Harald Kunst aus Düsseldorf erhält er die Nachricht vom Tod zweier Frauen, die auch nach Methoden gestorben sind, die Rebecca Ganter in ihren Romanen beschrieben hat. Weiterlesen »