Jeder Mensch, der eine enttäuschte Liebe oder gescheiterte Beziehung hinter sich hat, weiß um den damit verbundenen Schmerz. Mohsen Charifi zeigt mit seinem Buch Der sanfte Weg der Poesie einen Weg auf, der über das Gefühl der Poesie eine Heilung erzielen soll, wobei er zum einen aus seiner langjährigen Erfahrung als Paarberater, aber auch aus eigener, vor fast zwanzig Jahren gemachter schmerzvoller Erfahrung schöpfen kann. Im ersten Teil „Poesie als Therapeutikum“ macht er deutlich, dass eine Liebesbeziehung zwar einmalig, aber auch veränderlich ist, was zu Beginn jedoch kaum jemand wahrhaben will. Unsere Wahrnehmungen, so führt er weiter aus, sind kein Abbild der Realität, sondern subjektiv durch unsere Gefühle gefärbt. Die Rolle, die unser Unterbewusstsein dabei spielt, darf nicht unterschätzt werden.

Um zu erklären, wie er die Poesie als Bindeglied zwischen Schmerz und Heilung versteht, gebraucht der Autor Metaphern wie bunte Blumen für Freude oder stachlige Hecken für Zorn. Die Poesie kennt nicht wie unsere Sprache eine Gesetzmäßigkeit, denn wenn es heißt „ich friere Einsamkeit“, dann kann das nur poetisch verstanden werden, da isoliert betrachtet Einsamkeit lediglich ein Gefühl und frieren ein Körpersignal ist. Allein mit dem Wort Herzrasen kann wütende Angst, aber auch verliebtes Herzklopfen ausgedrückt werden. Es ist Mohsen Charifi wichtig aufzuzeigen, dass uns Wut nach einer enttäuschten Liebe lediglich im Bewusstsein der Trennung gefangen hält und keine Befreiung verspricht. Weiterlesen »

Obwohl die Liebe viele Gesichter kennt, denken die meisten Menschen dabei an die Partnerliebe. Während Evolutionspsychologen die sich über Millionen von Jahren herauskristallisierenden Gründe untersuchen, die zur Partnerwahl führen, haben Neurobiologen den Zustand der Verliebtheit analysiert, den sie als Rauschzustand definieren. In der Tat befällt den Verliebten ein wahrer Hormoncocktail, der ihn euphorisch werden lässt. Sein Schlafbedürfnis sinkt und er wird leichtsinniger. Generationen von Komponisten haben der Liebe ein Denkmal gesetzt und die meisten Filmklassiker haben sie zum Thema. Doch kaum jemand hat sich mit ihr wie Mohsen Charifi in seinem bezaubernden Buch Ein Tag mit der Liebe beschäftigt. Auf eine ungewöhnliche Weise beschreitet der studierte Physiker und Psychologe einen philosophischen Ansatz.

Ein junges Mädchen, das die Verliebtheit symbolisiert, trifft mit einem schweren Rucksack bepackt auf einen alten Mann, der für die Liebe steht. Sie erwartet von ihm ein schnelles Rezept für die Liebe und wird zunehmend ungeduldiger, da er auf alle ihre Fragen mit Rückfragen reagiert und weit ausholende Erklärungen bietet. An Beispielen will er ihr die unterschiedlichen Formen der Liebe erläutern und sie kommt immer mehr zu der Erkenntnis, dass sie all die Jahre viel zu viel Ballast mit sich herumgeschleppt hat, um innere Zufriedenheit und wahres Glück empfinden zu können, was eine Voraussetzung für die wahre Liebe ist. Weiterlesen »