Mit einer Sammlung von zwanzig makabren Kriminalgeschichten wartet das Buch Totgelacht von Manfred Koch auf. Da bewundert ein Kriminalkommissar tatsächlich einen Viersternekoch, der bei vierzehn begangenen Morden nicht die kleinste Spur hinterlassen hat. Ein Möbelhaus preist seine Besteckserie „Skalpellen“ und den neuen Lehnstuhl „Folteren“ an, ein vermeintlicher Neffe will den Onkel um sein Geld prellen, und ein Journalist muss von seinem Chef Vorhaltungen wegen schlampiger Recherchen einstecken. Angehende Meuchlerinnen und Meuchler wohnen einem Vortrag über den perfekten Mord bei, und ein Bankräuber kommt erst zu spät zu der Einsicht, wie nützlich Fremdsprachen sein können.

Ungewöhnlich reagiert ein Polizist auf das Geständnis eines Mörders, und aus Unachtsamkeit stellt ein Ehemann das Video von dem Mord an seiner Frau ins Netz. In einer weiteren Geschichte berichtet ein Polizist von einem Wettbewerb eines Wirtes, der ein Pilzgericht nach dem Vorbild von russischem Roulette kreiert, weil einem Gast ein Knollenblätterpilz serviert werden soll. Beim Ansehen eines Kriminalfilmes dreht ein Mann durch, und ein Mörder sucht auf dem Weg zur geeigneten Todesart nach den Chakren seines Opfers. Weiterlesen »

Kurz vor drei Uhr in der Nacht wird Markus Steinfelder von einem Anruf seines Bruders Thomas geweckt, der vor fast zwei Jahren den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. Seitdem hat er von Thomas und dessen Frau Tanja nichts mehr gehört. Nun teilt ihm sein Bruder mit, dass Tanja nach einem Selbstmordversuch in die Notfallambulanz eingeliefert wurde. Und weil Thomas in den Augen von Markus immer noch der kleine, zehn Jahre jüngere Bruder ist, steht Markus sofort auf, zieht sich an und macht sich mit dem Auto auf den Weg zur Klinik. Am Abend zuvor war in der Wettervorhersage eine arktische Kaltfront angekündigt worden. Nach einem nächtlichen Regenschauer und dem darauf folgenden Temperatursturz sind die Straßen spiegelglatt. Bereits nach der ersten abschüssigen Kurve hat Markus seinen Wagen nicht mehr unter Kontrolle und landet selber als „Eispatient zweihundertvier“ in der Unfallchirurgie.

Tanja liegt im künstlichen Koma auf der Intensivstation und die Ärzte wissen nicht, ob sie durchkommt. Ihr Mann Thomas glaubt, dass sie vor einiger Zeit vergewaltigt wurde, und sie das Geschehene verdrängt hat. Er will den Dreckskerl finden, der ihr das angetan hat und bittet seinen Bruder Markus ihm dabei zu helfen. Weiterlesen »

Ein Mädchen erwacht in der Stille der Dunkelheit mit einem bitteren Geschmack nach Mandeln und Blut in ihrem Mund. Es riecht nach faulen Äpfeln, Schimmel und Erbrochenem, ihr ist kalt, sie hat Schmerzen und Angst. Sie ist so furchtbar müde und sie fühlt den leblosen Körper ihrer Freundin Sandra neben sich. Es war alles nur ein Spiel, doch das ist nicht nur ein böser Traum. So beginnt der Psychokrimi Hexenspiel von Manfred Koch.

Eigentlich will Polizeiinspektor Klaus Wagner zu dem Haus seiner Eltern fahren um seine demenzkranke Mutter zu besuchen, sich einen Überblick über nötige Reparaturen verschaffen und im Garten arbeiten. Doch sein Tag beginnt mit einer Schlagzeile, die ihn zornig macht. Das Verschwinden der beiden vierzehnjährigen Mädchen Sandra und Daniela wird von der Zeitung hochstilisiert. Es wird die Frage aufgeworfen, ob sie nicht Opfer einer Sexbestie geworden sind. Der fünfzehn Jahre alte Fall Karl Moser wird aus der Versenkung geholt, obwohl alle Anschuldigungen gegen den Mann der Fantasie von Kindern entsprungen waren. Wagner ist empört über den sensationsgeilen Schwachsinn, der sich als Aufdeckungsjournalismus ausgibt. Einen Augenblick denkt er daran, seinen Urlaub abzubrechen, doch die Kollegen wissen schon, was zu tun ist und lassen sich von der Hysterie nicht aus der Ruhe bringen. Weiterlesen »