Herr Gödel wollte, dass sein Sohn Heinz ein Medizinstudium absolviert, um eines Tages seine Praxis zu übernehmen. Das ist jedoch seiner erfolgreichen Tochter gelungen und der gemeinsame Bruder, der es bis zum Staranwalt gebracht hat, wird Heinz ebenfalls bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Vorbild vorgeführt. Stattdessen hat er lediglich ein Lehramtsstudium absolviert, womit er der Außenseiter der Familie ist und irgendwie Nicht von dieser Welt zu sein scheint. Im Gegensatz zu allen Angehörigen besucht er regelmäßig die Schwester seiner Mutter, die in ein Heim abgeschoben werden soll. Er besitzt weder ein Smartphone, noch einen Fernseher und liest stattdessen viele Bücher, vornehmlich von Karl May. Alle zwei Wochen lässt er sich die Haare schneiden und sein einziger Freund ist sein Hund Franz, der HIPP Babynahrung bevorzugt und mit dem er auch unter der Bettdecke kuschelt. Der mittlerweile Sechsunddreißigjährige zeigt auch kein Interesse an Sex, obwohl ihn die Abiturientin Jenny einmal dazu verführt hat.

Überraschend wird Heinz ein Jahresvertrag als Deutschlehrer an einem Gymnasium angeboten. Gleich zu Beginn wird er von seiner Kollegin Frau Huber darin unterwiesen, dass er sich Respekt bei den Schülern verschaffen muss, um eine Klasse „im Griff“ zu haben. Weiterlesen »