Welche Gedanken gehen einem Menschen wohl während eines Überfalls im Angesicht des Todes durch den Kopf? Und welche Auswirkungen mögen die auf sein späteres Leben haben? Genau diese Fragen muss sich Joshilyn Jackson gestellt haben, bevor sie den Roman Nicht nur eine Liebesgeschichte geschrieben hat, wobei die Betonung des Titels auf dem Wort „eine“ liegt. In der Geschichte will ihre Protagonistin Shandie mit ihrem dreijährigen Sohn Natty zu ihrem Dad, der von ihrer Mutter geschieden ist, nach Atlanta ziehen und wird dabei von ihrem besten Freund Walcott begleitet. Unterwegs legen sie einen Stopp an einer Tankstelle ein. Während Shandie im Shop nur noch Augen für einen gut aussehenden Mann hat, werden plötzlich alle von einem Gangster mit einer Waffe bedroht und schließlich als Geiseln festgehalten. Als sich im weiteren Verlauf der von ihr angehimmelte Mann bedenkenlos für die Rettung ihres Sohnes einsetzt, kann sie das nur als Liebe deuten.

Es kann nur Liebe sein, denn zum ersten Mal in ihrem Leben empfindet Shandy etwas für einen Mann. Obwohl sie Mutter eines kleinen Jungen ist, den sie abgöttisch liebt, ist dieser nicht das Produkt einer Liebesbeziehung. Ihr ist nicht einmal der Vater bekannt. Shandy fühlt sich ihrem Retter William Ashe gegenüber verpflichtet und pflegt den bei dem Überfall Verletzten, obwohl das seiner Bekannten Paula gar nicht gefällt. William, der vor einem Jahr seine Frau und sein Kind bei einem Unfall verloren hat, verspricht seinerseits Shandy bei der Suche nach dem Kindsvater zu helfen. Weiterlesen »