In Jim Nisbets Thriller Tödliche Injektion ist der junge Bobby Mencken angeklagt, eine fünffache Mutter durch Schüsse ins Gesicht getötet zu haben. Obwohl es für den Mord keine Zeugen gibt, soll er, ein Schwarzer und ehemaliger Junkie, durch die Giftspritze hingerichtet werden. Alles ist vorbereitet, der Pfarrer hat seine Gebete gesprochen und der Gefängnisdoktor Johanson ist bereit. Sie warten schon seit 25 Minuten auf den Verurteilten. Stattdessen werden sie mit der Nachricht konfrontiert, dass Bobby einen Wärter umgebracht hat, der ihn aus seiner Zelle führen sollte. Und das, obwohl ihm schon reichlich Valium verabreicht wurde. Nun wird er von Wärtern schwer verletzt in die Todeszelle geschleppt. Nachdem er notdürftig medizinisch versorgt wurde, verabreicht ihm Johanson nicht nur das vorgesehene Lidocain, sondern zusätzlich auch noch Morphium, das ihn mehr betäuben soll und dadurch weniger Leid bringt. Bobby fasst zu Johanson Vertrauen und spricht über die Ironie der menschlichen Bemühungen in seinem Fall. Er sieht in dem Arzt den einzigen wirklichen Menschen im Raum. Seit seiner Geburt hätte er gegen die Welt gekämpft, die ihn von Anfang an verurteilt hat und seine letzten geflüsterten Worte sind, dass er seine Unschuld beteuert. Weiterlesen »