Die nordfriesische Insel Föhr zählt über 8.500 Bewohner und wird gerne auch als die friesische Karibik bezeichnet. Sie ist Schauplatz einer Romanreihe, in deren Mittelpunkt Oma Imke steht. Mit ihren fast achtzig Jahren kann sie nicht mehr sprechen, weil sie einen Schlaganfall erlitten hat und ist außerdem an einen Rollstuhl gebunden. Allerdings keinen gewöhnlichen, denn die exzentrische Dame liebt es immer noch poppig und weiß selbst noch in ihrem Alter die jüngere Generation zu schocken.

Sorgen bereitet Imke in Omas Erdbeerparadies ihr Sohn Arne, der ein altes Ausflugslokal gepachtet hat, aus dem er eine Disco machen will. Imke hat in dem Erdbeerparadies seinen Vater kennengelernt und die älteren Inselbewohner verbinden mit dem Lokal Jugenderinnerungen. Doch auf Föhr gibt es auch das Island Palace, das von der attraktiven Susanne geführt wird. Mit angesagten Schaumpartys macht sie Arne Konkurrenz. Nach Umsatzeinbußen bekommt er von seiner Bank keinen weiteren Kredit und weiß weder, wie er den alten abbezahlen, noch woher das Geld für die nächste Miete kommen soll.

Da trifft unerwartet Arnes Nichte Jade auf Föhr ein. Sie ist gerade achtzehn geworden und will ihr erworbenes Wissen als Praktikantin einer Investmentbank gewinnbringend für das Erdbeerparadies einsetzen. Weiterlesen »

Volkmar Nebe

Foto © privat

Volkmar Nebe ist 1960 in Kiel geboren und hat sich schon als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist durchs Leben geschlagen. Nach dem Abitur hat er ein Musikstudium absolviert und erste Romane veröffentlicht. Bekannt wurde er als Drehbuch- und Theaterautor.

Unter dem Pseudonym Janne Mommsen hat er Oma ihr klein Häuschen, Ein Strandkorb für Oma und Oma dreht auf geschrieben. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg.

Einen schönen guten Tag Herr Nebe,
einer breiten Leserschaft sind Sie unter Ihrem Pseudonym Janne Mommsen bekannt. Warum wollten Sie nicht unter Ihrem richtigen Namen die Romane über die liebenswerte Oma veröffentlichen?

Ich wurde unter meinem Namen in eine bestimmte Ecke eingeordnet, aus der ich heraus wollte. Das Pseudonym verschaffte mir die Freiheit, auch ganz anders schreiben zu dürfen. Janne Mommsen zu sein, macht mir richtig Spaß (Janne ist übrigens auch ein finnischer Jungsname).

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass Ihre Geschichten eine Zusammenfassung dessen sind, was Sie erlebt oder gehört haben. Gibt es also tatsächlich einen solchen Typ Oma, wie Sie ihn in Ihrer Reihe und zuletzt in Oma dreht auf beschrieben haben? Weiterlesen »

In dem heiteren Roman Oma dreht auf von Janne Mommsen wohnt Imke Riewerts mit ihren 77 Jahren in einer Dreier-WG auf der Insel Föhr. Ihr Mitbewohner Ocke, ein alter Seemann, hält Christa, die für Imkes Pflege zuständig ist, für seine Traumfrau. Doch eindeutige Geräusche aus ihrem Zimmer zeugen von Herrenbesuch. Als er dann auch noch schwarze Haare im Abfluss der Dusche findet, die von einem Fremden stammen müssen, ist seine Geduld am Ende. Imke, die selbst über Jahrzehnte einen Geliebten auf Amrum hatte, versucht hier zu vermitteln.

Während die Vorbereitungen zu Imkes 78. Geburtstag auf vollen Touren laufen, stiehlt sich Imke davon. Im Watt wird sie von der Flut überrascht und wacht plötzlich im Bett bei fremden Leuten auf. Wie konnte sie nur vergessen, dass ihr Geliebter schon seit zwei Jahren tot ist? Aus der misslichen Lage kann nur noch ihr Lieblingsenkel Sönke helfen. Für die große Party setzt Imke, die weder Cholesterin noch Alkohol meidet, eine Bowle mit Früchten aus einem Rumtopf an, die es in sich hat. Während der Feier stößt Christa Dr. med. Petersen ins Wasser, was nicht weiter tragisch wäre. Aber er ist auch der Vermieter der WG und das hat nun die Kündigung zur Folge. Leider ist das nicht das einzige Problem von Oma Imke. Ihr Sohn Arne wird im Alkoholrausch in einen Polizeieinsatz verwickelt und es droht ihm eine Gefängnisstrafe. Weiterlesen »

In dem Roman Ein Strandkorb für Oma von Janne Mommsen geht es recht turbulent zu: Sönke und Maria leben auf Föhr und warten am Hamburger Flughafen auf Jade, eine Cousine von Sönke. Der erst 15-Jährigen Jade ist von ihrem Vater ein iPhone versprochen worden, sollte sie es für 14 Tage auf der Insel aushalten. Sönke und Maria haben für diese Zeit schon Pläne geschmiedet und sind voll freudiger Erwartung. Sie trauen ihren Augen nicht, als sie feststellen, dass Jade eine Punkerin ist, eine Gothic! Sie sprechen kaum ein Wort miteinander und dann verpassen sie auch noch die letzte Fähre nach Föhr und müssen die Zeit bis zum nächsten Morgen totschlagen. Am darauf folgenden Tag werden sie auf der Insel von Oma in Empfang genommen und gemeinsam wandeln alle erst einmal auf den Spuren der Vorfahren und gehen auf den Friedhof. Obwohl Oma schon 76 Jahre ist, hat sie einen gewissen Draht zu Jade, was Sönke und Maria auf bessere Zeiten hoffen lässt.

Doch noch kommt hier niemand zur Ruhe. Sönke muss sich einerseits mit finanziellen Sorgen plagen, denn sein Dispo-Kredit ist völlig ausgereizt. So will er die Insulaner für ein neues Projekt begeistern, für das er sogar bereit ist, in einem Shanty-Chor zu singen. Weiterlesen »