Der fünfzigjährige Klaus Wiesenbach, der als Lehrer an einem Gymnasium in Oldenburg arbeitet, hat eine Auszeit genommen und ist seit einigen Wochen krankgeschrieben. Er ist Alkoholiker und seit zwölf Monaten trocken, aber nach der Trennung von seiner Frau Andrea befindet er sich in einer Krise. Doch weiß er selbst nicht genau, was es ist, wonach er sucht. Da erreicht ihn eine E-Mail von einem alten Freund aus seiner Studienzeit in Hamburg. Rüdiger, den es nach Wasserburg in der Nähe von München verschlagen hat, lebt in einem Hospiz, denn er hat ein Krebsleiden und wird nicht mehr lange leben. Er bittet Klaus, für ihn eine Abschiedsfeier mit den Studienfreunden, die mit ihnen in der Studentenbewegung aktiv waren, zu organisieren. Doch die ehemaligen Kommilitonen sind nach dem Studium in alle Himmelsrichtungen verstreut, und so begibt sich Klaus auf die Suche nach den alten Freunden, die ihn durch ganz Deutschland führt.

Doch zunächst besucht er seine ehemalige Freundin Martina nach siebenundzwanzig Jahren in Berlin. Sie hat sich damals als erstes in seine Lockenpracht verliebt und ihn aus dem Chaos der Genossen WG geholt. Sie waren dumm genug ein Kind zu zeugen, doch er wollte kein Kind mitten im Studium ohne Geld und Beruf. In Hamburg trifft er Herbert Eilers, den alle zu Studienzeiten Herbie nannten. Er hat vor fünfundzwanzig Jahren sein Studium abgebrochen, eine reiche Frau kennengelernt und leitet seit zwölf Jahren ein Autohaus mit fünf Filialen. Weiterlesen »