Schon von jeher haben Philosophen erkannt, wie maßgeblich vor allem ein menschliches Miteinander für das Lebensglück ist. In ihrem allgemeinverständlichen Buch Glück kommt von Denken schreibt Heidemarie Bennent-Vahle über die Bedeutung philosophischer Reflexionen. Mit ihren Ausführungen versucht sie auch den philosophisch unerfahrenen Leser mit einer Reihe philosophischer Gedanken in Berührung zu bringen.

Dazu lenkt die Autorin den Blick zunächst auf die wichtigen Lebensthemen wie Liebe, Erziehung und Alter, um die Grundprobleme der modernen Gesellschaft aufzuzeigen. Bei einer zweckrationalen und zielfixierten Lebenshaltung nimmt die Überforderung durch die Arbeitswelt und der Verlust gesellschaftlicher Solidarität überhand. Durch Sucht nach Bestätigung und Anerkennung findet keine Selbstreflexion mehr statt, denn es kommt allein auf das Werturteil der Mitmenschen an. Höchste Zeit sich zu besinnen, wobei das philosophische Nachdenken hilfreich sein kann. Dazu ist Alleinsein erforderlich und Fremdbestimmung auszuschalten, denn jeder muss selbst der Urheber seiner Gedanken sein. Es gibt kein Rezept, um sich glücklich zu fühlen, obwohl viele Ratgeber etwas anderes glaubhaft machen wollen, schreibt Heidemarie Bennent-Vahle. So drängt sich die Erkenntnis auf, dass Lebensglück mit dem wechselvollen Prozess der Selbstverwirklichung verbunden ist. Weiterlesen »