In einer von über vierzig Gedichten und Geschichten, die sich rund um das Weihnachtsfest drehen, widmet sich Hans Scheibner in humorvoller Weise der Frage Wer nimmt Oma?, wenn es unter ihren Kindern wieder einmal aufzuteilen gilt, bei wem sie den Heiligabend verbringen soll. Er kritisiert in den Texten die Heuchelei der Menschen zu diesem Friedensfest und dass heutzutage immer teurere Geschenke gemacht werden. In einem Streitgespräch eines Ehepaares geht es darum, was mehr Freude macht: Etwas zu bekommen oder etwas zu verschenken. Makaber wird es, wenn per Grundgesetz jedem Bürger aus Kostengründen nur noch fünfundsiebzig Lebensjahre zugestanden werden sollen.

Hans Scheibner stellt fest, dass viele Menschen nur am Heiligabend das Bedürfnis haben, in die Kirche zu gehen und dass häufig niemand weiß, wo der ganze Verpackungsmüll bleiben soll. Manch einer verschenkt sein Geschenk an Dritte weiter, ein anderer kann den Ehepartner nicht zufrieden stellen, weil das Geschenk entweder zu teuer, oder zu billig ist. Kinder fühlen sich erpresst, weil ihnen nur ein Geschenk winkt, wenn sie ihr Zimmer aufräumen und das Essen aufessen, und Frauen fühlen sich den Männern gegenüber wegen einer geringeren Rente benachteiligt. Weiterlesen »