Eine Anthologie ist wie eine Schachtel Pralinen, eine bunte Mischung, in der für jeden auch etwas dabei sein sollte. Deshalb ist der Herausgeber H. P. Karr auch kein Risiko eingegangen und hat für die Kurzgeschichten Hängen im Schacht ausschließlich erfahrene Autoren verpflichtet, die mit ihren Veröffentlichungen bereits eine Fangemeinde vorweisen können und somit ein Garant für den Erfolg der Krimisammlung sind.

In Dortmund muss Bonnies Kleid von „die Ohr“ sein und das macht aus Jo einen viel mutigeren Mann, als er eigentlich ist. Auch mit dreiundvierzig kann man in die Ü-30-Disco gehen, ist doch Ü-30, oder etwa nicht? Nur sollte man die Dauerkarte für „auf Schalke“ nicht an einen Killer verleihen. Während Bruno Kowalski in Dortmund mit einem zwölfachsigen Bergepanzer eine einzelne Zigarette vom Asphalt bergen kann, ohne sie zu beschädigen, geht Uwe Kowalski in Duisburg Routinespuren nach und bringt die Ermittlungsakten auf den aktuellen Stand. Auch Koslowski kann im Duisburger Präsidium den Fall einer ermordeten Landtagsabgeordneten ganz ohne LKA lösen und beweist, dass es möglich ist, Verbrechen durch Vorurteile aufzuklären. Weiterlesen »