„Anytos und Meletos können mich zwar töten, aber schaden können sie mir nicht.“ ist einer der Kernsätze im Handbüchlein der Moral von Epiktet, das in Georg Unterholzners Kriminalroman Mörderlatein eine entscheidende Rolle spielt.

Nach dem Besuch eines Pink Floyd Konzerts fahren die beiden Freunde Max und Kaspar mit dem Motorrad zurück zum Kloster-Internat nach Heiligenbeuern. Da bemerkt Max im Scheinwerferlicht einen Unfallwagen, der von der Straße abgekommen ist und einige Sträucher umgefahren hat. Der dunkelblaue Jaguar hat nur geringe Schäden und obwohl der Fahrer keine äußeren Verletzungen aufweist, ist der Mann tot. Die Polizei können sie nicht verständigen, da sie sich unerlaubt aus dem Internat entfernt haben, was zu einem Verweis von der Schule führen würde. Das käme den beiden Freunden, kurz vor den Abiturprüfungen, sehr ungelegen und als sich ein Wagen dem Unfallort nähert, ergreifen sie die Flucht.

Als der Unfall, zumal mit einem Toten, nicht in der Zeitung erwähnt wird, ist der kriminalistische Spürsinn von Max geweckt. Er ist ein begeisterter Leser von Kriminalromanen und hat in der Vergangenheit schon zur Aufklärung einiger Fälle beigetragen. Weiterlesen »