In ihrem Roman Vorstadthimmel erzählt Gabriele Kögl die Geschichte eines Emporkömmlings und einer zeitgeistigen Journalistin, indem sie geschickt die verschiedenen Perspektiven der beiden Protagonisten beleuchtet, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Heinrich fährt mit seinem Lamborghini Diablo, den er liebevoll Panther nennt, von seiner Villa im Wiener Nobelviertel „Am Himmel“ zu seiner Zahnarztpraxis für die bessere Klientel. Inzwischen auf der Überholspur des Lebens, doch das war nicht immer so, stammt er doch aus ärmlichen Verhältnissen. Bei der Mutter aufgewachsen, ohne einen Vater, in einem schäbigen Mietshaus in der Vorstadt. Mit vierzehn begann er eine Lehre als Handelskaufmann und sein Studium verdiente er sich als Dressman. Bewusst hatte er eine Frau aus gutem Haus geheiratet. Doch sein Schwiegervater ist nicht glücklich über seine Herkunft. Heinrich war überzeugt, dass er niemanden so sehr liebe wie seine Frau, auch wenn er mit anderen Frauen ins Bett ging. Doch nachdem seine Tochter Agnes auf die Welt gekommen war, wusste er, dass er sie mehr liebt und alles tun würde, um ihr eine Kindheit zu ermöglichen, wie er sie selbst nicht hatte. Weiterlesen »