In dem Roman Was Liebe ist von Ulrich Woelk ist der Jurist Roland Ziegler Mitinhaber einer elektrotechnischen Firma. Er reist 1999 zu einer Konferenz ins Bundeskanzleramt nach Berlin, bei der es um die Entschädigung von ehemaligen NS-Zwangsarbeitern in deutschen Unternehmen geht.

Roland Ziegler ist 36 Jahre und als Epileptiker achtet er peinlich auf die pünktliche Einnahme seiner Medikamente. Er ist froh, seine Krankheit unter Kontrolle zu haben und hat seit zehn Jahren keinen Anfall mehr gehabt. In Berlin trifft er auf die Jazz-Sängerin Zoe, die Ende zwanzig und mit dem viel älteren Piet liiert ist. Das gemeinsame Interesse an der Musik verbindet Roland mit Zoe und beide mussten in ihrer Kindheit eine traurige Erfahrung machen. Doch trotz aller charakterlichen Gegensätze kommen sie sich schließlich in Amsterdam näher.

Der elektrotechnischen Firma in dem Roman Was Liebe ist liegt ein historisches Vorbild zugrunde. Tatsächlich wurde, nachdem sich die Fraktionen im Bundestag geeinigt hatten, eine Stiftung zur Entschädigung der Zwangsarbeiter unter finanzieller Beteiligung deutscher Firmen eingerichtet. Weiterlesen »

Bleibt locker, Leute! ist das Motto von Luis Baumann, denn nur so kann er die vielen Stunden, die ein Tag hat, überhaupt durchstehen! Obwohl er schon in die vierte Klasse geht, wird er von allen zu Hause noch „der Kleine“ genannt. Wann hört das endlich auf? Seine Geschwister, die Zwillinge Julian und Jess, sind beide schon vierzehn und werden immer die Älteren sein! Vor allem mag er seine Schwester Jess nicht, weil sie oft sein Mittagessen aufgegessen hat, wenn er hungrig aus der Schule kommt. Und das, obwohl sie abnehmen will!

Eigentlich war Vincent immer Luis’ bester Freund. Aber seit Detlef Weich, der sich nur Zorro nennt, neu in die Klasse kam, stimmt irgendetwas nicht mehr mit Vincent. Zusammen wollten sie einen Comicfilm drehen und plötzlich hat sein Freund kein Interesse mehr daran. Gerade jetzt wäre Luis so auf ihn angewiesen, weil er von Zorro und seiner Gang nur ausgelacht wird. Die haben sich sogar noch Verstärkung aus der siebten Klasse geholt und machen ihm das Leben schwer. Doch Luis ist vom Pech verfolgt und es gibt Ärger, als er sich zur Wehr setzt. Er folgt der Geburtstagseinladung von Cleo und ist enttäuscht, weil im Gegensatz zu früher nur noch Musik gespielt wird und die Mädchen von den ach so süßen Bandmitgliedern träumen. Weiterlesen »

In der ersten Geschichte Meistens mordsmäßig motzig aus dem Doppelband Judy Moody von Megan McDonald ist für die Drittklässlerin Judy nichts so, wie es sein sollte. Mit ihren Eltern und ihrem ein Jahr jüngeren Bruder Stink lebt sie in Virginia und möchte am liebsten Ärztin werden. Noch hat sie die Collage, die sie für den Unterricht anfertigen muss, nicht fertig. Ihre Laune wird nur noch schlechter, als sie von ihrem alten Verehrer Frank Perle eine Einladung zum Geburtstag bekommt, wo sie doch viel lieber mit Rocky auf Entdeckungsreise geht. Auf der Geburtstagsparty sind nur Jungs und am liebsten würde Judy sofort wieder gehen. Doch als alle anderen gegangen sind, lernt sie Frank von einer ganz anderen Seite kennen.

Wie werde ich berühmt? will Judy in der zweiten Geschichte wissen. Denn sogar ihre Klassenkameradin Jessica hat schon in einem Buchstabierwettbewerb gewonnen und kam damit in die Zeitung. Judy präpariert einen Kirschkern auf ganz alt und hofft damit den großen Durchbruch zu erlangen. Enttäuscht nimmt sie erneut Anlauf, als eine Zoohandlung einen Wettbewerb ausschreibt. Doch daraus wird auch wieder nichts. Ein letzter Versuch, ins Guinnessbuch der Rekorde zu kommen, endet damit, dass sich Frank einen Finger bricht und im Krankenhaus landet. Unerwartet wird Judy hier zum Puppendoktor-Phantom gekürt! Weiterlesen »

Der 19-jährige Albert begibt sich in Christopher Kloebles Roman Meistens alles sehr schnell auf die Suche nach seiner Mutter. Nachdem er seit seinem dritten Lebensjahr in einem Waisenhaus in Sankt Helena untergebracht war, zieht er nach seinem Abitur zu Fred, seinem Vater. Doch der geistig Behinderte ist ihm bei der Suche nach seiner Mutter keine große Hilfe. Auf Drängen des Sohnes erklärt er, die Suche sei gefährlich und tief. Schließlich lenkt er aber doch ein und will ihm helfen. Die beiden machen sich auf den Weg und Fred führt seinen Sohn hinab in die Kanalisation. Auf Albert warten dort tatsächlich unerwartete Dinge, doch eine Spur zu seiner Mutter findet er hier auch nicht.

Albert befragt die Nachbarin Klondi, die frühere Pflegerin seines Vaters Britta Grolmann und auch Alfonsa, die für seine eigene Pflege im Waisenhaus zuständig war. Durch die Gespräche versucht er, sich wie in einem Mosaik seine Familiengeschichte zusammenzusetzen, die von einer Geschwisterliebe seiner Vorfahren erzählt. Aus dieser Verbindung sind Julius und Anni hervorgegangen und Albert erfährt nach und nach, wie ihr Lebensweg immer mehr mit seinem verknüpft ist. Am Ende seiner Reise stellt er fest, dass nichts davon seinen Vorstellungen entsprochen hat. Weiterlesen »

In der Geschichte Der Fluch des Salamanders von Rüdiger Bertram leben die Zwillinge Lea und John bei ihrer Großmutter. Ihre Eltern sind als Wissenschaftler auf der Suche nach dem Orchideensalamander. Eines Tages erreicht die Zwillinge ein Brief ihrer Eltern samt Flugticket. In den Sommerferien sollen sie die Eltern in Guatemala besuchen. Zunächst kaufen sie in einem Outdoor-Laden das Nötigste ein und dann geht es los!

Als Lea und John von den Eltern empfangen werden, fährt sie der Indio-Junge Pablo in den Urwald, mit dem sich die Kinder in englischer Sprache verständigen können. Im Camp angekommen, ist ihre Schlafstätte lediglich eine Hängematte in einem Zelt. Doch nach der ersten Nacht finden sich Lea und John alleine mit Pablo im Dschungel vor. Die Eltern und auch alle anderen Indios sind spurlos verschwunden. Pablo will sie zur nächsten Stadt führen, doch der Fluss lässt sich nicht überqueren. Plötzlich werden die drei von Männern mit Gewehren verfolgt und schaffen es gerade noch, sich in einer Höhle zu verstecken. In einem Indio-Dorf werden sie gut aufgenommen und versorgt. Doch wenn Pablo anfangs skeptisch war, ist es jetzt John. Er wird zunehmend misstrauisch und hat den Verdacht, dass ihre Gastgeber etwas mit dem Verschwinden der Eltern zu tun haben. Weiterlesen »

In dem Jugendroman Die Angst der Bösen von Kristina Dunker feiern die Schüler einer 10. Klasse ihre Abschlussfahrt in einer Jugendherberge, bevor sie in gut vier Wochen der Schule den Rücken kehren. Lehrerin Silke Hoffmann ist als pädagogische Begleitung unter anderem für Ilkay, Paul und Levent zuständig. Außerdem für Lilly, die schon mal schräge Phasen hat und die Stiefschwester von Leon ist, der mit Tatjana befreundet ist. Lilly selbst war mit dem eher skrupellosen Sven befreundet, schwärmt jetzt jedoch für den neuen Trainer Jan-Oliver.

Durch Zufall begegnen Tatjana, Leon, Paul, Sven und Ilkay auf dem Friedhof dem Penner Martin. Der 21-jährige Drogensüchtige will dort das Grab seiner toten Freundin Marie besuchen. Obwohl er wegen seines gewalttätigen Vaters von zu Hause abgehauen ist, will er sich mit seinem Vater versöhnen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn die fünf Schüler schlagen Martin brutal zusammen. Nachdem sein Vater davon erfährt, macht er sich auf die Suche nach den Peinigern seines Sohnes, denn er will Rache und Die Angst der Bösen steigt.

Mit diesem Buch hat Kristina Dunker einen äußerst spannenden Jugendroman geschrieben, bei dem es um Leben und Tod geht. Manche Krimiautoren könnten sich daran ein Beispiel nehmen, wie von Anfang bis Ende die Spannung auf einem hohen Level gehalten werden kann. Weiterlesen »

Wenn es um Die Höhe des Unterhalts geht, geben Beate und Hans Heiß kompetente Auskunft in ihrem Ratgeber. Zunächst ist die Frage, wer überhaupt unterhaltsberechtigt ist. Eltern schulden ihren Kindern Unterhaltsleistungen zumindest für eine Erst-, und unter bestimmten Voraussetzungen auch für eine Zweitausbildung. Nach einer Trennung ist eine Rangordnung der Kinder zu berücksichtigen, ob sie noch minderjährig oder schon volljährig sind und auch, ob es sich um eheliche oder uneheliche handelt. Eine neuerliche Ehe des Unterhaltspflichtigen entbindet ihn nicht. Für behinderte Kinder gelten Sonderregeln.

Unterhaltsansprüche haben aber auch Eltern gegen ihre Kinder, wenn sie für ihre Pflege im Heim nicht mehr aufkommen können. Und Enkel können sogar von ihren Großeltern Unterhalt einfordern. Zwei Personen gleichen Geschlechts können untereinander ebenso unterhaltspflichtig werden und selbst von einem Mörder ist entgangener Unterhalt einklagbar.

Beim nachehelichen Unterhalt sind zunächst die verschiedenen Güterstände zu beachten. Grundlage für eine Berechnung ist stets ein bereinigtes Nettoeinkommen, wobei die Autoren genauestens alle Einnahmen und Ausgaben aufführen, die hier relevant sind. Von erwachsenen Kindern, die mit beim Unterhaltspflichtigen wohnen, muss beispielsweise Miete verlangt werden. Weiterlesen »

Mit den Reformen des Sozialgesetzbuches, die unter der Bezeichnung Hartz IV in der Öffentlichkeit bekannt wurden, ist eine Wende in der deutschen Sozialpolitik eingetreten, die eine Verschärfung für Erwerbslose im Hinblick auf die Zumutbarkeit von Arbeitsangeboten und weitere erhebliche Einschränkungen mit sich gebracht haben. Die Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe, die ursprünglich als Vereinfachung gedacht war, ist durch Reformen und Veränderungen kompliziert geworden und hat zu einer Flut von Klagen vor den Sozialgerichten geführt. Mit ihrem Ratgeber Arbeitslosengeld II · Hartz IV von A-Z wollen Renate Kreitz und Thomas Weiß unmittelbar Betroffenen Hilfestellung geben.

Das Nachschlagewerk ist wie ein Lexikon aufgebaut und erklärt dem interessierten Leser anhand von über 300 Stichworten von A wie Abfindung bis Z wie Zuverdienst alles Wichtige zum Arbeitslosengeld II. Um jedoch überhaupt die Grundlagen des Sozialgesetzbuches (SGB) Zweites Buch (II) zu verstehen, empfehlen die Autoren einige Stichworte vorab zu lesen. Wodurch der Leser gleich auf einen Schwachpunkt aufmerksam wird. Denn das Buch enthält zwar ein Stichwortverzeichnis, doch ist darin nicht die entsprechende Seite angegeben, auf der der Text zu finden ist. Dies ist auch der einzige kleine Kritikpunkt, den man anbringen kann. Weiterlesen »

Der 13-jährige Tobias lebt allein mit seiner Mutter, nachdem sein Adoptiv-Vater vor zwei Jahren verstorben ist. Eigentlich ist er ein ganz normaler Junge, der mit seinen Freunden Fergus und Amin allerhand Blödsinn ausheckt. Aber der Streich, den ihm seine Freunde jetzt gespielt haben, geht doch zu weit! Er liegt nämlich im Krankenhaus und der Arzt stellt ihm Fragen, die er nicht beantworten kann. In einem Park in der Nähe von Sidney hat man ihn in einem Gehege für Dingos, einer australischen Hunderasse, aufgefunden. Mit Zähnen und Klauen war er zwar nicht bewaffnet, aber dafür hat er auf andere Weise geschockt: Er war nämlich nackt! Wenn er nur wüsste, was das zu bedeuten hat und was er dort zu suchen hatte! Die Untersuchungsergebnisse sind ernüchternd, Epilepsie scheidet wie alles andere Bekannte auch aus. Der Arzt fragt ihn nach seinen Erinnerungen, die Mutter quetscht ihn aus und tippt schon auf Drogen. Dabei hat er doch damit nie was zu tun gehabt und kann sich selbst keinen Reim auf alles machen. Bestimmt haben seine Kumpel ihre Finger im Spiel gehabt und wollten ihn reinlegen.

Doch dann erhält Tobias einen merkwürdigen Brief eines Priesters und schließlich steht Father Ramon mit Reuben Schneider vor seiner Tür. Die beiden reden auf ihn ein. Zu seiner eigenen Sicherheit müsse er ihnen zuhören. Weiterlesen »

Mit einem Epilog „Wie es gewesen sein muss“ beginnt Paulus Hochgatterer seinen Roman Das Matratzenhaus. Eine Frau geht mit einem Mädchen eine flache Anhöhe empor. Bevor sie das Haus betreten, ergreift das Mädchen ihre Hand. Zwei Männer und eine Frau unterhalten sich in einer fremden Sprache in der Halle. Sie bekommt von einem der Männer einen Umschlag und lässt das Mädchen los. Sie zählt das Geld aus dem Umschlag und verlässt das Haus, ohne sich umzublicken. Vielleicht lacht sie, vielleicht schreit sie auch.

Raffael Horn ist Psychiater im örtlichen Krankenhaus der fiktiven österreichischen Kleinstadt Furth am See. Seine Frau Irene arbeitet als Lehrerin, spielt leidenschaftlich Cello und hat ein Verhältnis mit einem durchgeknallten Benedektinermönch. Er befasst sich mit einer früh gestörten Selbstverletzerin und scheitert an dem Versuch die Zuneigung zu seinem Sohn Tobias zu finden. Nur der Sex mit seiner Ehefrau ist für ihn noch immer das Beste, was es gibt.

Kommissar Kovacs ermittelt in einem Fall, in dem ein junger Mann aus einer Höhe von sechzehn Metern von einem Baugerüst gefallen ist und sofort tot war. Ein anderer junger Mann versucht, sich ohne ersichtlichen Grund zu erhängen, wobei ihm aber ein nachgebender Haken das Leben rettet. Weiterlesen »

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