Wer möchte nicht gerne gestreichelt werden? Doch in Zeiten sozialer Kälte, in der alles zur Ware wird und der damit einhergehenden Isolierung der Menschen, nehmen sich viele nicht mehr die Zeit für die kleinen Gesten ihrer Zuneigung. Da erscheint die Idee eines Streichelinstituts gar nicht mehr so absurd.

Nach dem Philosophiestudium geht es für den orientierungslosen Sebastian mit der eigenen Promotion nicht voran, stattdessen verfasst er Dissertationen für andere. Während eines Sommerurlaubs ersinnt er mit seiner Freundin Anna die Idee das Streicheln professionell zu betreiben, denn für Anna ist Sebastian ein sensationeller Streichler, der damit reich werden könnte. Die Idee zu einem Streichelinstitut entsteht. Die erste Regel: Nicht unterhalb der Gürtellinie und kein Sex.

Unter dem klangvollen Namen Severin Horvath will Sebastian einige Monate später das bahnbrechende Geschäftskonzept in der Mondscheingasse in Wien umsetzen. Zwischen Geschäften mit bunten indischen Kleidern, Yogakursen, Tarotlegern und Wahrsagern eröffnet er sein Institut für Lebensberatung, in dem sich jeder für eine Dreiviertelstunde streicheln lassen kann. Seine potentielle Kundschaft sucht er in der desillusionierten Mittelschicht. Doch nicht immer entsprechen die Kunden auch seiner Wunschgruppe. Weiterlesen »