In dem Kinderbuch Ida, Paul und die Dödeldetektive von Mikael Engström sind die Eltern von Ida beide berufstätig und haben es morgens immer sehr eilig. Deshalb muss Ida häufig ihren kleineren Bruder Leonardo, den sie allerdings nur Zappel nennt, auf den Weg zur Schule zum Kindergarten bringen. Mit ihrem besten Freund Paul besucht sie die erste Klasse. Die Zwillinge Tim und Tom halten sich für die Klassenbesten, doch für Ida sind sie die letzten Dödel der Schule.

Eines Tages entdecken Paul und Ida auf einer Baustelle ein Ölfass, und Paul rollt das Fass bis in ein von Bauarbeitern entfachtes Feuer. Es kommt zu einer Explosion, die bis in die Schule zu hören ist. Der Schuldirektor will wissen, wer hinter dieser Sache steckt und setzt sogar eine Belohnung für die Aufklärung aus. Um die zu erhalten, gründen Tim und Tom einen Detektivklub. Seitdem fühlen sich Ida und Paul von den beiden Dödeldetektiven beschattet. Paul, der bei der Aufdeckung eine Bestrafung fürchtet, setzt seine Hoffnungen in eine Zeitmaschine, die der Hausmeister Hassan erfunden haben will. Doch leider sind bisher alle seine Versuche kläglich gescheitert. Weiterlesen »

Sowohl das Verfassen, als auch das Lesen dieser Buchbesprechung setzt das Vorhandensein eines vernetzten Nervensystems voraus, mit dessen Entwicklung die Stammzellen bereits während der embryonalen Phase beginnen: Mit unserem Gehirn. Der promovierte Neurobiologe Henning Beck räumt in seinem Buch Hirnrissig mit einer Vielzahl von Mythen auf und will verständlich machen, was die Wissenschaft bisher über dieses spannende Organ in Erfahrung gebracht hat. Erst das Zusammenspiel von Groß-, Zwischen- und Kleinhirn ergibt ein perfektes Ganzes und natürlich geht der Autor auf die einzelnen Hirnzentren ausführlich ein. Sehr anschaulich erklärt er, was bei einer Elektroenzephalographie (EEG) gemessen wird oder was bei der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) geschieht. Der Leser erfährt, dass der Mensch seiner Amygdala, einem Teil des limbischen Systems, bestimmte Abneigungen oder Vorlieben zu verdanken hat, warum das Hirngewebe gefaltet ist und ob ein großes Hirn mehr zu leisten vermag als ein kleines.

Die Natur hat es so eingerichtet, dass unser Gehirn vor allen anderen Organen versorgt wird und es kann seine Leistung durch den Ausbau neuronaler Verknüpfungen, der Synapsen, sogar steigern, je mehr es gefordert wird. Der Leser erhält Kenntnis darüber, welchen Einfluss Alkohol auf das Gehirn hat und ob es tatsächlich nachweisbare Unterschiede der Gehirne von Frau und Mann gibt. Weiterlesen »

Erst vor zwei Tagen berichtete der Focus in seiner Online-Ausgabe von einem bahnbrechenden Ergebnis im Zusammenhang mit der Erforschung der Neutrinos. Die Wissenschaftler konnten experimentell nachweisen, dass die im Inneren der Sonne freigesetzte Energie identisch ist mit jener, die ihre Oberfläche als Licht abstrahlt. Sonia Fernández-Vidal hat in ihrem Roman Quantic Love bereits auf Forschungen auf diesem Gebiet hingewiesen.

Um ihr Taschengeld aufzubessern, hat die aus Sevilla stammende Laila einen Ferienjob für drei Monate als Kellnerin im Forschungszentrum CERN in Genf angenommen. Ihr Wunsch ist es, später ein Studium aufzunehmen. Mit der etwas verrückten, aber überaus intelligenten und reizvollen Angelina teilt sie sich ein Zimmer und ist an ihrem ersten Arbeitstag nicht einmal in der Lage, einen vernünftigen Cappuccino zuzubereiten. Laila lernt den charmanten Journalisten Alessio kennen, der sie nur Bambina nennt und Wissenschaftler des Forschungszentrums interviewt. Doch sie begeistert sich nicht nur für Alessio, sondern auch für den jungen Brian, der ihr einige Rätsel aufgibt. Zwischen beiden kann sie sich nicht entscheiden und so geht sie mit Brian ins Kino und besucht mit Alessio ein Jazzkonzert. Bei einem gemeinsamen Grillabend mit Freunden hofft Laila, sich über ihre Gefühle im klaren zu werden, doch ist sie danach nur noch unsicherer und scheint alle zu verletzen, die ihr etwas bedeuten. Weiterlesen »

Wer bei dem Wort „Physik“ nur an einen Schaltkreis aus dem Schulunterricht denkt oder glaubt, dass die wissenschaftliche Erforschung von Naturerscheinungen lediglich etwas mit dem „Saft“ zu tun hat, der aus unseren Steckdosen kommt, ist „schief gewickelt“. Denn um beispielsweise den vorliegenden Text auf einer Webseite veröffentlichen und somit für jeden lesbar machen zu können, setzt das einen Austausch von Daten über das World Wide Web voraus, den der Physiker Tim Berners-Lee 1989 mit der Entwicklung von HTML im weltweit größten Forschungszentrum CERN ermöglicht hat.

Nikos Reise durch Raum und Zeit ist ein Roman, in dem Sonia Fernández-Vidal ihren Protagonisten Abenteuer erleben lässt, die jungen Lesern physikalische Zusammenhänge anschaulich erklären. Niko, der eigentlich auf dem Weg zur Schule ist, entdeckt ein zuvor nicht existierendes Haus. Neugierig tritt er ein und nachdem er eine gefundene Schachtel öffnet, gibt es eine gewaltige Explosion. Ein Elfe, der sich Niko als Wissenschaftler Eldwen vorstellt, erklärt ihm, dass es sich dabei um den Urknall gehandelt hat und Niko blickt erstaunt auf einen Kampf zwischen Materie und Antimaterie. Weiterlesen »

Ella besucht in Finnland eine zweite Schulklasse. Da von der Gemeinde einige Schulen geschlossen werden sollen, müssen alle Lehrer eine Erklärung ans Schulamt schreiben. Dummerweise verwechselt ihr Lehrer seinen Brief mit einem Aufsatz von Ella, der vom letzten Schulausflug zum Zoo handelt. In der Konsequenz führt das zu ungeahnten Verwicklungen und die Verantwortlichen im Schulamt glauben, dass sie die Schüler vor ihrem Lehrer schützen müssen. So muss Ella mit ihren Mitschülern Hanna, Tiina, Timo, Rambo, Mika und Pekka von nun an eine „Monsterschule“ besuchen, die viel zu groß und unübersichtlich ist.

An der neuen Schule treffen sie auf Anna, die ihnen von einem Schüler erzählt, den niemand berühren darf und vor dem sich alle fürchten. Denn sein einflussreicher Vater hat viel Geld und will genau auf dem Platz, auf dem ihre alte Schule steht, eine Formel-1-Rennstrecke für seinen Sohn Kimi errichten lassen. Der Lehrer und die Mütter der Schüler arbeiten gemeinsam an einem Plan, wie sie die alte Schule vor dem Abriss retten können. Doch kommt es noch schlimmer, als eines Tages Kimis Vater vor der Haustür des Lehrers steht und ihm einen weiteren gemeinen Plan unterbreitet. Weiterlesen »

Die Sommerferien ziehen sich hin, es ist heiß und dem elfjährigen Felix sowie den beiden zehnjährigen Mädchen Mia und Corinna ist langweilig. Am Bahndamm zündeln sie mit Feuer und plötzlich greifen die Flammen um sich. Vergeblich versuchen sie, das Feuer mit den Füßen auszutreten und unter Kontrolle zu bringen, was Fräulein Fontana beobachtet und so werden sie zwei Tage später in der Zeitung als die Helden gefeiert.

Die Kinder leben von nun an ständig mit der Angst, dass die Wahrheit herauskommen könnte. Sie gründen einen Club der Meisterdetektive und halten Ausschau nach dem „Unheimlichen“, das ihnen überall begegnet: In Form von drei Erwachsenen, die alle kleinen Katzen ertränken wollen oder in Gestalt des Trinkers Herrn Brüning, den sie stützend nach Hause begleiten. Wenn es auch niemand ausspricht, so halten ihn alle für den Feuerteufel und ausgerechnet Felix, der eine Einweisung in ein Kinderheim fürchten muss, entbindet Mia und Corinna von dem Schwur, ihn niemals zu verraten und beichtet Herrn Brüning die Wahrheit.

In dem Kinderbuch Helden von Jutta Richter ist bei den Handlungspersonen nicht alles zum Besten bestellt und nach außen versuchen alle, einen Schein zu wahren. Die Metzgersfrau Trietsch sorgt für den Dorfklatsch, mit dem sie die Gerüchteküche anheizt. Weiterlesen »

Louis Jensen schreibt in dem Jugendroman 33 Cent – um ein Leben zu retten von einem 14-jährigen Jungen, der mit seiner Familie in Dänemark lebt. Um den hungernden Kindern in Afrika zu helfen, besucht er nur noch jeden zweiten Tag die Schule, damit er an den freien Tagen Geld verdienen kann. Als ihm das auch noch zu wenig ist, beginnt er Kleidung zu stehlen, die er an einen Hehler weiterverkauft. Natürlich stellt er sich die Frage, ob das erlaubt ist. Immerhin ist sein Vater Richter und sagt ihm, dass man nicht stehlen darf. Doch er kann nicht verstehen, dass er etwas Unrechtes tut, denn schließlich nimmt er wie sein Vorbild Robin Hood den Reichen und gibt den Armen.

Er sammelt mit seiner Freundin Anne, die ihm viel bedeutet, Geld bei den Bürgern und trifft dabei auf eine Frau, die ihren Geldschein in einen Gullideckel, anstatt in die Sammelbüchse wirft. Sie ist davon überzeugt, dass alle Hilfen den Hungernden nichts nutzen und sie für sich selbst sorgen müssten. Er sollte seine Hilfe lieber den Armen im eigenen Land anbieten. Trotz aller Bedenken setzt sich der Junge zusammen mit Anne in einen Kühlwagen voller Lebensmittel, die er fest entschlossen von Dänemark durch Europa bis nach Afrika bringen will. In ihrer Naivität laufen sie jedoch ihrem Unglück geradezu in die Arme. Weiterlesen »

In dem Kinderbuch Kiki von Antje Damm zieht die 9-jährige Antje mit ihren Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern Flo und Fabi von einer Stadt in ein Dorf. Antje gefällt das gar nicht, denn alles ist hier fremd. Doch schnell schließt sie mit der gleichaltrigen Kiki Freundschaft, die eine „Werkstatt“ zum Basteln hat. Von ihr erfährt sie auch, wie mit Bildern eine „Wechselwand“ gemacht wird. Die Mädchen hecken Streiche und spielen mit ihren Barbie Puppen. Sie betätigen sich sogar als Archäologen und stellen ihre Fundstücke aus. Doch dann beendet plötzlich ein Unfall Antjes glückliche Zeit.

Kiki von Antje Damm eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch für erste eigene Leseversuche. Die Schrift ist großzügig gewählt und ausführliche Beschreibungen lassen im kindlichen Kopf Bilder entstehen. Dazu hat die Autorin zu jedem Kapitel selbst farbige Illustrationen gezeichnet. Ob Antje Damm eigene Kindheitserfahrungen in dem Kinderbuch verarbeitet hat, bleibt offen, denn sicher hat sie der Protagonistin nicht zufällig ihren eigenen Vornamen gegeben. Die Streiche der Mädchen erinnern an die Geschichten von Astrid Lindgren und die jungen Leser oder Zuhörer werden auch mit interessanten Informationen beispielsweise über Pompeji oder die Archäologie versorgt. Richtig lustig wird es an der Stelle, als es um die Vorstellung von Antje und Kiki geht, was Mann und Frau miteinander machen. Weiterlesen »

Die Umweltschützerin Alma Boyd will auf den kalifornischen Kanalinseln, auf denen schon ihre Großmutter heimisch war, das Ökosystem wiederherstellen. Als promovierte Ökologin kämpft sie für die Ausrottung der Ratten auf Anacapa, die 1853 durch ein Schiffsunglück auf die Insel gelangten und sich seitdem zügellos vermehrten. Almas Lebensgefährte Tim ist Vogelkundler und unterstützt sie bei ihrer Arbeit. Um anderen bedrohten Tierarten wieder einen Lebensraum bieten zu können, werden die Ratten mit Brodifacoum getötet, was einen langsamen Tod durch innere Blutungen hervorruft.

Dave LaJoy ist ihr ärgster Gegner und unternimmt alles in seiner Macht stehende, um die Tiere vor diesem grausamen Tod zu retten. Während eines Vortrages von Alma droht er ihr, erst damit aufzuhören, Wenn das Schlachten vorbei ist. Seine Freundin Anise leidet noch heute an einem Trauma aus Kindheitstagen und schließt sich daher seinem Vorhaben an. Gemeinsam ignorieren Dave und Anise mit weiteren Tierschützern immer wieder die aufgestellten Hinweisschilder, nach denen das Betreten der Inseln für alle Besucher verboten ist. Doch ist er wild entschlossen, das Schlachten und Leid der Tiere zu dokumentieren. Es kommt zu immer größeren Anfeindungen der beiden Parteien, denn jede Gruppe will ihre Interessen durchsetzen. Weiterlesen »