Arno Wilhelm – Informatiker, Blogger und Poetry Slammer – hat bereits zwei Gedichtbände geschrieben und nun folgt sein erster Roman. Doch kann es sich bei Jack Rodman – Die ganze Wahrheit nicht um einen gewöhnlichen Roman handeln, denn bereits das Cover ziert ein Foto des fiktiven Musikers Jack Rodman, von dem im Buch weitere Fotos und eine CD mit einigen seiner Songs zu finden sind. Erstaunlich, da doch die Romanfigur erfunden scheint, oder etwa doch nicht? Erfindet vielleicht Arno Wilhelm sich selbst ständig neu?

Eigentlich ist Sven Heller ganz zufrieden mit seinem spießigen Leben. Er wohnt in einer ruhigen Gegend, in der man nicht fürchten muss, dass aggressive, bewaffnete Jugendliche umherziehen. Auch die interessante Arbeit in einem Laden, der sich auf die Reparatur von Technik aller Art spezialisiert hat, macht ihm viel Spaß. Doch seine Freundin Lara, die in einem Plattenladen arbeitet, möchte, dass er sich einen besseren Job sucht und endlich eine andere Wohnung. Doch warum soll er sein Leben verändern? Die Musik ist seine Leidenschaft und im Keller hat er sich ein Amateur-Tonstudio eingerichtet, wo er englische Texte zu seiner selbst komponierten Musik schreibt. Er hatte ein paar erfolglose Auftritte und auch die Plattenfirmen schickten ihm seine CDs immer mit freundlichen Floskeln zurück. Weiterlesen »

Poetry Slammer Arno Wilhelm hat seinen ersten Gedichtband veröffentlicht. Schlicht & Ergreifend hat der Autor sein schmales Paperback-Büchlein genannt und mit Slamtexten und Gedichten aus Beobachtungen des Alltags gefüllt. Die er in fünf Kapitel aufgeteilt und mit einem Vorwort versehen hat.

„Ich bin ein Studierender.“ beginnt Arno Wilhelm sein Buch und setzt sich im Vorwort mit der Frage auseinander, warum ein heutiger Studierender kein Student mehr sein darf. Als Studierender hätte er nicht nur gerne eine Frauenquote für Informatik, sondern auch eine Kompetenzquote in unserer Regierung.

„Sie haben gewählt“ ist deshalb auch der Titel des ersten Kapitels in dem die Koalition, Angela und Guido, sowie der 1. Mai aufs Korn genommen werden. Im nächsten Gedichtzyklus zieht einer aus, um sich auf die Suche nach der Liebe zu begeben. Wonach er eine Reise tut und über sein Leben nachdenkt.

„über den Wolken mag die Freiheit grenzenlos sein“ und andere Befindlichkeiten finden sich in dem Kapitel „Bewegte Stillleben“ wieder. Nach der Genesungslyrik im Krankenhaus aus einem weiteren Gedichtzyklus in dem Wilhelm sich nicht nur mit den „Mahlzeiten im Krankenhaus“ auseinandersetzt, folgt das Kapitel „Er hört nicht auf“. In dem es um den Postboten, Kneipenphilosophie und das Thema „Was wäre wenn…“ geht. Und wer den „Wörterberg erklommen“ hat, ist „ganz bis zum Schluss“ gekommen. Weiterlesen »