In dem nur in einer geringen Auflage von 700 Exemplaren vom „Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V.“ herausgegebenen Buch geht es um die Nachlässe von Künstlern und um die Personen, die später zu den Verwaltern ihrer Nachlässe wurden. Es handelt sich hierbei um Dichter bzw. Schriftsteller, Maler oder Musiker und bis auf eine Person, nämlich Marlene Dietrich, sind sie männlicher Abstammung. Jeder Persönlichkeit ist ein eigenes Kapitel gewidmet, wobei sich die Reihenfolge der Namen weder dem Alphabet unterordnet, noch handelt es sich um eine Chronologie nach Geburtsdaten. Der Leser kann somit nur mutmaßen, welche Gründe für die gewählte Reihenfolge ausschlaggebend waren.
Neben dem Lebenslauf des jeweiligen Künstlers werden Kontakte zu anderen Künstlern und Intellektuellen aufgezeigt. Oftmals war es für die Nachlassverwalter mit großen Mühen und Schwierigkeiten verbunden, die Werke während des Krieges vor den Nationalsozialisten zu verstecken und somit der Nachwelt zu erhalten. Aufgelistet werden die Gegenstände, die sich nunmehr in Archiven befinden. Dazu gehören beispielsweise Tagebuchaufzeichnungen, Manuskripte, Zeitungsausschnitte, Fotoapparate samt Negativen, geführte Schriftverkehre und auch Manschettenknöpfe, ein Abguss von Händen oder ein Original-Gips.

Jedes Kapitel über einen Künstler wird durch eine reichliche Auswahl an Bildern ergänzt. Das können Fotografien von ihnen selbst sein oder Fotos der heute archivierten Gegenstände. Weiterlesen »