Die Hauptperson in Heldensommer ist der fünfzehn Jahre alte Philipp, der sich im Grunde nur fürs Rauchen, Kiffen und Trinken interessiert. Durch die Schule hat er sich bisher mit etwas Glück und dem geringstmöglichen Aufwand gemogelt. Die Schule war ihm auch bisher herzlich egal. Als er jedoch durch einen besonders motivierten Austauschlehrer aus Frankreich eine durchaus berechtigte sechs auf dem Zeugnis bekommt und er folglich die Klasse wiederholen muss, ist er dann doch etwas verärgert. Philipp sieht die Schuld für diesen Misserfolg allein bei dem in seinen Augen viel zu strengen und ungerechten Lehrer.

Unser pubertierender Protagonist schmiedet einen Racheplan. Ziel seines Anschlages ist ein französisches Denkmal eines Widerstandshelden, das der besagte Lehrer besonders verehrt hat. Er will dort den Kopf eines deutschen Wehrmachtssoldaten anbringen. Um diese Schandtat zu begehen, erzählt er seinen Eltern eine haarsträubende Geschichte und stiehlt ihnen auch noch Geld, um die Reise zum Ort seiner Rache zu finanzieren. Unterwegs auf seiner Reise, auf die er nur sehr schlecht vorbereitet ist, passiert ihm so einiges, er wird übers Ohr gehauen, findet aber auch Menschen, die ihm wohlwollend begegnen und ihm zum Beispiel ein kostenloses Nachtlager anbieten. Am Ende passieren dem etwas unsympathischen Philipp und seinem ebenso unerfahrenen und größenwahnsinnigen Kameraden Borawsky Dinge, die ihre Weltanschauung ins Wanken bringen und sie dem Erwachsenwerden ein Stück näher bringen. Weiterlesen »